Fler und die US-Features: Wen wir auf "Flizzy" hören könnten

Auf Instagram ging Flizzy gestern Abend vorm Release der neuen Single Tag eins (hier hören) live und sprach über konkrete Überlegungen, einen Gast aus Übersee auf das neue Album zu holen. Und es stehen einige Namen im Raum, die mal mehr und mal weniger realistisch erscheinen.

In der engeren Auswahl steht nach wie vor Gucci Mane, den Fler schon gerne auf Epic gehört hätte – die 50.000 €, die der Trap God verlangte, waren aber zu viel. Anscheinend ist das Budget jetzt gestiegen, denn 21 Savage lässt sich einen Part offenbar genauso viel kosten und scheint nicht ausgeschlossen zu sein. Der Berliner ordnet das so ein:

"Future will zu viel, Alter. Future will 100.000. [...] 21 Savage will 50.000. Ich würde mal sagen 21 Savage ist in meinem Budget."

Außerdem gehen Fler Leute wie Lil Pump, Cardi B und Yo Gotti durch den Kopf. Letzterer hat zwar seit einigen Wochen mit Rake It Up ft. Nicki Minaj einen Hit in den Staaten, sei aber hier zu unbekannt. Mit Hinblick auf diesen Aspekt wäre 21 Savage nach seiner Beteiligung an Post Malones Rockstar vielleicht die logischste Wahl – der Song schaffte es sogar bei uns bis auf Platz 2 der Charts. Und Bank Account ist eh ein Brett.

Der gerade mal 17-jährige Lil Pump ist 2017 der vielleicht heißeste Newcomer, hat im Oktober 2 Chainz, Gucci Mane und Rick Ross auf seinem ersten kommerziellen Mixtape versammelt und mit Gucci Gang aktuell einen der größten Hits am Start. Viel näher am Puls der Zeit geht's nicht:

Ein Feature aus Übersee hat jedenfalls selten mehr Sinn für Flizzy ergeben als aktuell. Der Beat und die Adlibs der neuen Single sind noch näher am Zeitgeist der Vorbilder von der anderen Seite des Atlantiks als bei Vibe oder Epic. Als weitere Features für Flizzy werden Azad, Namika, Farid Bang und Shen (früher G-Hot) gehandelt.

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Kommentare

Liebe Redaktion, das letzte Feature eines US Rappers auf einem Soloalbum Flers war auf „Hinter Blauen Augen“ aus dem Jahr 2012 und zwar French Montana. LG aus Wien

Sehr wahr. Thx, und Grüße zurück!

Chef vom Dienst, ok!

wow. der look erklärt alles......................................................

Lil pump komplett peinlich

Die aktuell gehypeten US-Rapper sind doch einfach nur schlecht. Ich versteh auch nicht wie man Bank Account oder Lil Pump feiern kann. Gucci Gang geht ja noch das hat schon ein bisschen Ohrwurmfaktor. Aber der Rest, scheußlich. Lil Punk würde eher passen. So sehen die nämlich aus. Wie Punks oder ******s. Ekelhaft.

Is echt so

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Doppelmord beim Konzert: Gucci Mane & Labelkollege Foogiano werden angeklagt

Doppelmord beim Konzert: Gucci Mane & Labelkollege Foogiano werden angeklagt

Von Till Hesterbrink am 02.09.2020 - 15:05

Vor knapp zwei Monaten wurden zwei Leute bei einem Foogiano Konzert in South Carolina erschossen. Die Entourage des Rappers soll dabei in die Schießerei verwickelt gewesen sein. Nun werden er und sein Labelboss Gucci Mane angeklagt, da sie bei dem Konzert nicht für ausreichende Sicherheitsmaßnahmen sorgten.

Wrongful Death: Gucci Mane & weitere angeklagt

Anfang Juni spielte Gucci Manes Künstler Foogiano ein Konzert in South Carolina eigentlich unter strikten Corona-Auflagen. Statt der erlaubten 50 Personen versammelten sich allerdings knapp 200 Leute in der Lavish Lounge, um Foogiano an dessen Geburtstag auftreten zu sehen. Im überfüllten Club soll es dann zu Tumulten gekommen sein, die in einer Schießerei endeten. Laut den Ermittlern sei der 1017-Artist selbst nicht an den Schüssen beteiligt gewesen, jedoch wohl Teile seiner Crew.

Foogiano ließ später via Instagram verlauten, dass ihm der Vorfall zwar leidtäte, er würde jedoch keine Schuld bei sich sehen.

"Ich verstehe, dass es euch schmerzt [...], aber ihr müsst euch die Situation anschauen. Ich werde mich nicht für etwas beschuldigen lassen, das ich nicht verursacht habe."

("I understand y'all in pain, y'all hurting [...] but y'all just got to look at the situation. I ain't going to blame myself for something I didn't cause.")



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Ein Beitrag geteilt von 1017 YANO (@foogiano) am

Die Staatsanwaltschaft sieht dies wohl ein wenig anders. Foogiano und sein Labelboss Gucci Mane werden nun wegen "Wrongful Death" angeklagt, einen Tatbestand, den es so in Deutschland nicht gibt. Gemeint ist damit das passive Verschulden eines Todes. In diesem Fall sollen sich Gucci und Foogi schuldig gemacht haben, in dem sie nicht für die Sicherheit der Besucher sorgten.

Mit ihnen sind auch der Clubbesitzer und ein Angestellter von Foogiano angeklagt. Grund dafür sei, dass Foogiano und seine Crew vor dem Betreten des Clubs nicht durchsucht wurden. So konnten "gefährliche Personen mit Waffen" ungestört in die Lavish Lounge gelangen.

Gucci Mane sei Teil der Klage, da er das Event als Promoter unterstützt habe und durch seine Position als Labelchef geschäftlich mit in die Veranstaltung involviert sei.

Vorgeworfen wird allen:

"Die Angeklagten sorgten nicht für adäquate Sicherheit in den Räumlichkeiten. Sie setzten die Besucher wissentlich einem unvernünftigen Risiko physischer Schäden aus. Sie kümmerten sich nicht darum, eine sichere Umwelt für die Besucher zu gestalten. Sie kümmerten sich nicht um richtige und adäquate Überwachung der Räumlichkeiten."

("[The Defendants were] failing to provide adequate security on the premises, knowingly subjecting invitees of the premises to an unreasonable risk of serious physical harm, failing to exercise reasonable care to provide a safe environment for the invitees of the premises, failing to provide proper and adequate surveillance of the premises.")

Gucci Mane & Mord: Eine wiederkehrende Kombi

Die Schüsse im Club töteten eine 23-Jährige und einen 51-Jährigen. Die Polizei in Greenville, South Carolina sucht immer noch nach drei der Schützen. Ein mutmaßlicher Täter wurde mittlerweile festgenommen und sitzt in Georgia im Gefängnis.

Dort saß Radric Davis, wie Gucci Mane im echten Leben heißt, bereits ebenfalls das ein oder andere Mal ein. Gucci ist schließlich auch kein Unbekannter, wenn es um den Tod durch Fremdeinwirkung geht. 2005 erschoss er einen Einbrecher, der gemeinsam mit drei anderen wahrscheinlich seine Kette klauen wollte. Hierbei handelte es sich laut Gericht jedoch nicht um Mord, sondern um Notwehr.

Trotz der Todesfolge seiner Schüsse scheint der Trap God dahingehend ein gewisses Maß an Humor in der ganzen Sache zu sehen.

Gucci Mane feiert Meme über seine tödlichen Schüsse auf Jeezy-Homie

Gucci Mane zeigt in den letzten Wochen einen eigenartigen Sinn für Humor. Den Trap God amüsiert es gut 15 Jahre nach seiner Tat offenbar köstlich, dass er einen Einbrecher erschossen hat. Dieser war zugleich ein Freund von Atlanta-Rapper Jeezy. In seinen Insta-Feed hat Gucci ein Meme gepackt, das eine Einbruchsszene nachstellen soll.


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