Das erfolgreichste Paar der Welt im Kampf gegen Polizeigewalt: "Hört auf uns zu töten!"

Es ist nicht der einzige Mord an einem Afroamerikaner, der die USA derzeit in einen Ausnahmezustand versetzt, aber es ist womöglich einer der erschreckendsten. Philando Castile wird am 6. Juli vor den Augen seiner vierjährigen Tochter bei einer Verkehrskontrolle erschossen.

Nach Vorfällen wie diesen fanden sich nicht nur unzählige Afroamerikaner zu Demonstrationen zusammen, auch Personen des öffentlichen Lebens meldeten sich zu Wort. Zu ihnen zählt vor allem das erfolgreichste Paar der Welt: Jay Z und Beyonce, die laut Forbes mit über 107 Millionen Dollar jährlich das bestbezahlte Paar der Welt darstellen.

Schon vor wenigen Tagen berichteten wir über Jays Track Spiritual, den er über Tidal veröffentlichte und den Opfern von Polizeigewalt widmete.

Seine Frau äußerte sich ebenso emotional zu den Vorfällen. Auf ihrer Webseite findet man einen offenen Brief, der unter anderem mit den ergreifenden Worten beginnt: "Hört auf uns zu töten!"

Unsere Gemeinschaft fühle sich hilflos und ratlos, doch sie ruft dazu auf gemeinsam zu kämpfen. Vor allem für die nächste Generation. Es handle sich dabei nicht um einen Kampf der Religionen oder Geschlechter, sondern der Menschen, die sich in ihren Menschenrechten beschränkt fühlen.

Bei einem Konzert, performte Beyonce ihren Song Freedom in a-capella und ließ auf einer Leinwand die Namen der durch Polizeigewalt getöteten Opfer einblenden.

Diesen Auftritt findest du jetzt hier:

Beyonce Dedicated Acapella version of "Freedom" to Philando Castile and Alton Sterling

Beyoncé paid tribute to Philando Castile and Alton Sterling at her concert in Glasgow, Scotland. She first asked the "ladies and gentlemen please join me in a moment's silence to acknowledge the lives of Alton Sterling and Philando Castile," Beyoncé said.

Jay Z widmet neuen Track den Opfern von Polizeigewalt

Listen to spiritual by JAY Z on TIDAL. TIDAL is the first music service with High Fidelity sound quality, High Quality music videos and Curated Editorial, expertly crafted by music journalists. Die Geschehnisse in den USA lassen uns alle mit Entsetzen feststellen, dass wir die Trennung von "schwarz" und "weiß" noch immer nicht überwunden haben.

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Kommentare

Black Lives Matter sind die größten Rassisten.
Provozieren einen Rassenkrieg.
Ist alles inzeniert.
Jay-z der liebe nette neue Martin Luther King. Whaaat?
Bürgerkrieg coming soon.

Traurig zu sehen, was für Leute sich hier rumtummeln, nicht nur bei diesem Thema und unter diesem Post bei Hiphop.de. Leute, kommt ihr alle noch irgendwie klar? Woher kommt all der negative Input? Woher kommen die Vorurteile und der Hass?

Deine Meinung dazu?

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Barack Obama kritisiert Hiphops Hang zum Materialismus

Barack Obama kritisiert Hiphops Hang zum Materialismus

Von Till Hesterbrink am 17.11.2020 - 12:34

Barack Obama gab vor Kurzem dem Magazin The Atlantic ein Interview anlässlich seines anstehenden Buches. In dem Gespräch mit Journalist Jeffrey Goldberg erklärte der ehemalige US-Präsident, dass seiner Auffassung nach Hiphop mitverantwortlich für den Aufstieg Donald Trumps gewesen sei. Grund dafür wäre der häufig mitschwingende Materialismus.

Barack Obama: "Wenn du Rap hörst, geht es nur um Bling, um Frauen, um Geld"

Goldberg fragt Obama im Laufe des Interviews, was dieser glaube, warum Donald Trump so erfolgreich werden konnte. Obama vergleicht Trump daraufhin mit Richie Rich, dem Millionärserben des gleichnamigen Films aus dem Jahre 1994, der seit Wort nie hielt und keinerlei Interesse daran zeigte, Verantwortung zu übernehmen. Obama meint, es hätte eine Entwicklung des klassischen Bildes des Mannes, von jemandem, der die schwachen beschützt, zu jemandem, der einfach zeigt was er hat und kann gegeben. Diese Entwicklung würde er dem Fernsehen zuschreiben.

"Dann siehst du Lifestyles Of The Rich And Famous, was dir vermittelt, entweder du hast es oder du bist ein Loser. Und Donald Trump verkörpert diese kulturelle Bewegung, die nun tief in der amerikanischen Kultur verankert ist."

("Then you start seeing Lifestyles of the Rich and Famous, that sense that either you’ve got it or you’re a loser. And Donald Trump epitomizes that cultural movement that is deeply ingrained now in American culture.")

Aber nicht nur beim Fernsehen sieht Obama eine Teilschuld für den Aufstieg Trumps. Auch Hiphop und Rapmusik sollen seiner Meinung nach einen großen Teil dazu beigetragen haben. Er sei nicht über den Anstieg von Populismus überrascht gewesen, fände es jedoch interessant, wer geholfen habe, diesen zu verbreiten.

Unter anderem Lil Pump, 50 Cent, Ice Cube und Lil Wayne hatten für die vergangene Kampagne Trumps ihre Hilfe oder Unterstützung angeboten. Obama müsse sich nach eigenen Angaben häufig selbst daran erinnern, wofür Hiphop in den meisten Fällen stehen würde. Der Hang zum Materialismus und das protzende Auftreten vieler Rapper hätten einen klaren Einfluss auf die Gesellschaft. Hiphop würde häufig die gleichen Werte wie Donald Trump vertreten.

"Leute schreiben darüber, dass Trump [in der Präsidentschaftswahl 2020] mehr Unterstützung von Schwarzen Männern gewinnen konnte und über den ein oder anderen Rapper, der ihn unterstützte. Ich muss mich selbst daran erinnern, dass wenn du Rap hörst, geht es nur um Bling, um Frauen, um Geld. Viele Rap-Videos propagieren dieselben Werte wie Donald Trump darüber, was es heißt, berühmt zu sein. Alles ist aus Gold. Das festigt sich und sickert in die Kultur durch."

("People are writing about the fact that Trump increased his support among Black men [in the 2020 presidential election], and the occasional rapper who supported Trump. I have to remind myself that if you listen to rap music, it’s all about the bling, the women, the money. A lot of rap videos are using the same measures of what it means to be successful as Donald Trump is. Everything is gold-plated. That insinuates itself and seeps into the culture.")

Barack Obama & Hiphop

Eigentlich hat der ehemalige US-Präsident eine große Liebe für Hiphop und machte diese auch immer wieder öffentlich bekannt. So erklärte er erst letztes Jahr unter anderem "The London" von Young Thug, J. Cole und Travis Scott sowie "Suge" von DaBaby zu seinen Lieblingssongs 2019.

Zu seinem neuen Buch "The Promised Land" veröffentlichte Obama eine zugehörige Playlist. Auch in dieser sind Hiphop-Stars wie Jay-Z, Eminem oder Beyoncé zu finden.

Es scheint also eher so, als würde sich Obamas Kritik an Hiphop vor allem an die neue Generation an Rappern richten. Dieser wird schließlich häufig vorgeworfen, den ursprünglichen Zweck der "Message" von Hiphop nicht mehr zu erfüllen.


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