Eminem 6x abgelehnt: "Erschieß mich auf der Stelle!"

Wenn man die Geschichten über die Anfänge von Eminem liest, denkt man sich eventuell: Na klar, den verrückten Typen mit der sicken Raptechnik hätte sogar ich unter Vertrag genommen!

Pustekuchen. Nicht, wenn man Fat Joe ist. Ende der 1990er lehnte der New Yorker offenbar ganze sechsmal die Chance ab, Eminem unter Vertrag zu nehmen. Wie er in einem Interview erzählt, habe er Jahre später – als Em bereits Weltstar war – erfahren, dass dieser ihm unzählige Male sein Demo zugesteckt hatte.

"One time when Eminem and me were having dinner, he said to me 'You know I gave you my demo six times?'"

Fat Joe wäre in diesem Moment wohl am liebsten im Erdboden versunken, da er sich gar nicht mehr daran erinnerte: "What the f*ck! Shoot myself on the spot! I wanna die! [...] That sh*t's crazy! I f*cked up, I messed up bad!"

Unwissentlich, dass Joe also einen großen Fisch vom Haken gelassen hatte, wurde er später sogar zum Fan: "The truth is, I remember me and Big Pun waiting for the Eminem album on Sunset Blvd to go buy it as fans."

Offenbar habe Eminem sogar noch genau gewusst, wo er Joe damals getroffen hätte und ihm jede Situation aufgezählt, in der er ihm eine CD in die Hand gedrückt hatte. Für die Leute damals war Em vor dem Durchbruch wohl nicht mehr als bloß ein dünner, weißer Junge, den man nicht ernstgenommen hat, wie Joe wissen lässt.

"He was just a skinny white boy. He was so skinny. One time when Em performed, he was almost falling off the stage. And the people were holding him by his shirt."

Umso beeindruckender also, dass Dre den Schritt gewagt hat, Eminem unter seine Fittiche zu nehmen.

Fat Joe spricht etwa ab Minute 4:30 über die vergebene Chance seines Lebens, den wohl erfolgreichsten Rapper aller Zeiten unter Vertrag zu nehmen.

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"Ich wurde mit Kabelbindern gefesselt": Ra'is berichtet von SEK-Einsatz
SEK

"Ich wurde mit Kabelbindern gefesselt": Ra'is berichtet von SEK-Einsatz

Von Alina Amin am 24.11.2020 - 14:30

Xatars Signing Ra'is wird seit einiger Zeit nach eigenen Aussagen wöchentlich von der Polizei besucht. Gestern sollen die Einsätze ihren Höhepunkt erreicht haben. Das SEK habe die Wohnung des Rappers gestürmt und sogar die Zimmer seiner Kinder total verwüstet, so der Künstler in seiner Instagram-Story. Es sei ihm unklar, wieso die Beamten seine Wohnräume regelmäßig durchsuchen. 

Die Wohnung von AON-Signing Ra'is wurde vom SEK gestürmt

Ra'is soll bei den Einsätzen von den Polizisten gefragt worden sein, wie er seine Wohnung finanziere. Dass er sein Lebensunterhalt ausschließlich mit der Musik bestreite, glauben ihm die Beamten wohl nicht. Die Polizei werfe ihm Drogenhandel vor und frage ihn regelmäßig über andere libanesische Familien aus. Er selbst erklärt auf Instagram, dass er weder mit Clans noch mit sonst welchen Kriminalitäten zu tun habe. Nachdem er seine Haft vor zweieinhalb Jahren abgesessen habe, habe er diesen Dingen den Rücken gekehrt und sich nur noch auf die Musik konzentriert.

Im Zuge des Einsatzes soll die Polizei nicht nur mit seinem Hab und Gut rigoros umgegangen sein. Er erzählt, dass er mit Kabelbindern gefesselt worden sei. Man würde einen respektlosen Ton mit ihm und seiner Familie pflegen und regelmäßig beleidigen. Aufgrund der heftigen Einsätze wolle der Hausverwalter ihn aus der Wohnung schmeißen. Die Polizei hätte bei keinem der Einsätze etwas gefunden.

Der Rapper hat daraufhin viel Zuspruch und Unterstützung von seiner Community und seinen Kollegen bekommen.

Auch Labelchef Xatar hat sich nach den Stories von Ra'is gemeldet und erklärt, dass sein Künstler viel Liebe, Zeit und Energie für sich und seine Familie in die Wohnung investiert hatte. Er erläutert, dass Ra'is sein Geld ehrlich mit der Musik bei AON verdiene und nichts mit "Straßengeschäften" zu tun habe. Es sei nun ein Anwalt in der Sache eingeschaltet. Dieser soll den Gründen für diesen augenscheinlich unnötigen Einsätzen nachgehen.


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