Einbrecher soll Eminems Ermordung geplant haben

Eminem wurde am 5. April dieses Jahres von einem Fremden geweckt. Der Mann, den Slim Shady zunächst als seinen Neffen einordnete, heißt Matthew David Hughes und steht nun vor Gericht – eigentlich wegen Einbruch und Sachbeschädigung an Eminems Wohneigentum. Wie Detroit Free Press berichtet, hat sich im Verlauf des Prozesses nun ergeben, dass Hughes einen konkreten Plan hatte. Wie ein Polizeibeamter erklärt, war er mit einer Mission eingebrochen: Den Rapper zu töten. 

Der Einbrecher Matthew David Hughes wollte Eminem töten

Eminem selbst war gestern zum jüngsten Prozesstag nicht anwesend und sein Anwalt wurde per Video zugeschaltet. Der Polizist Adam Hackstock berichtet als Zeuge von dem Vorfall. Er hatte im Anschluss an die Festnahme von Hughes über eine Stunde mit Eminem über das Geschehen gesprochen. In diesem Gespräch berichtete ihm der Rapper unter Anderem, wie Hughes ihm erzählte, dass er gekommen sei, um ihn zu töten: 

"Als Mr. Mathers ihn fragte, wieso er gekommen sei, entgegnete ihm Mr. Hughes, dass er da sei, um ihn zu töten."

('When Mr. Mathers asked him why he was there, he was told by Mr. Hughes that he was there to kill him')

Eminem lenkte seinen Einbrecher ab, bis die Polizei kam

Bei dem Versuch, den Einbrecher abzulenken, bis die Polizei eintreffen konnte, habe der Rapper daraufhin dem ungebetenen Gast eine Tour durch sein Anwesen gegeben. Eminem zeigte ihm das TV-Zimmer, einen Spielraum und führte ihn über seinen Basketballplatz zu einem der Ausgänge des Hauses. Dort übermannte ihn einer der Security-Männer.

Hughes war unbewaffnet und soll sich der Sicherheitskamera-Aufnahmen zufolge einige Zeit lang auf dem Gelände des Anwesens befunden haben. Er schlug mit einem Ziegelstein eins der Fenster ein und kletterte durch dieses in das Haus. Als die Polizei eintraf, versuchte er - beim Kampf mit dem Security-Mann - zu erklären, dass er ein Freund aus der Nachbarschaft sei.

Seit dem Vorfall ist Hughes in Gewahrsam. Der nächste Prozesstag ist für den 28. September angesetzt. Der zuständige Staatsanwalt hat dem Gericht erklärt, dass Hughes obdachlos sei. Sein Pflichtverteidiger ist der Meinung, es handele sich um eine Form der psychischen Störung und forderte zunächst ein Gutachten diesbezüglich. Der Angeklagte Hughes lehnte eine etwaige Untersuchung ab.

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Prozess gegen Gzuz: Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe

Prozess gegen Gzuz: Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe

Von Michael Rubach am 09.09.2020 - 14:41

Im Prozess gegen Gzuz plädiert die Staatsanwaltschaft für eine Freiheitsstrafe. Dem Hamburger Rapstar könnten 14 Monate im Gefängnis bevorstehen – eine weitere Bewährungsstrafe ist für den Staatsanwalt keine Option. So berichtet es unter anderem der Spiegel.

Gzuz entschuldigt sich für sein Verhalten

Bevor die Verhandlung am gestrigen Dienstag am Hamburger Amtsgericht fortgesetzt wurde, ließ Gzuz offenkundig über seinen Anwalt mitteilen, dass er sein Benehmen am vergangenen Prozesstag bereue. Gzuz flog Mitte August aus dem Gerichtssaal. Der 187er "bedauert sein Verhalten". Die damalige Befragung seiner Verlobten habe ihn sehr verärgert – das rechtfertige seinen Auftritt jedoch nicht.

Diese Entschuldigung verhindert nicht, dass die Staatsanwaltschaft einen ziemlich eindeutigen Standpunkt einnimmt: Sie hält Gzuz in sämtlichen Anklagepunkten für schuldig. Ihm wird unter anderem Waffenbesitz, Drogenbesitz sowie versuchter Diebstahl vorgeworfen. Eine Strafanzeige wegen Körperverletzung wurde während der Verhandlung zurückgezogen. Die Staatsanwaltschaft könne im Hinblick auf die ständigen Konflikte von Gzuz mit dem Gesetz zudem keine positive Sozialprognose stellen. Selbst bei laufender Bewährung werde der 187er immer wieder straffällig.

Gzuz' Verteidiger argumentiert - ebenfalls in allen Anklagepunkten - für einen Freispruch. Der Anwalt erkennt darüber hinaus eine gewisse Ungleichbehandlung, die auf die Prominenz und auf das Image seines Mandanten zurückzuführen sei: "Bei jedem anderen im Saal wäre ein solches Verfahren eingestellt worden". Diverse Zeugen haben während der Verhandlung zu Gunsten von Gzuz ausgesagt.

Gzuz wegen Drogen & Waffen vor Gericht: Zeugen entlasten ihn

Dritter Verhandlungstag für Gzuz: Das 187 Strassenbande-Mitglied hatte heute erneut ein Gastspiel vorm Amtsgericht Hamburg. Dabei sorgten zwei ungeladene Zeugen für ordentlich Wirbel, wie Tag24 berichtet. Der Richter fühlte sich gar wie "bei RTL2". Was wird Gzuz vorgeworfen? Einiges.

Das verdient Gzuz offenbar im Monat

Wie die Hamburger Morgenpost ausbreitet, soll Gzuz durchschnittlich 100.000 Dollar im Monat allein vom Major Universal erhalten. Seit der Corona-Pandemie seien die Zahlungen des Labels außerdem "exorbitant in die Höhe geschnellt". Des Weiteren hebe der Rapper regelmäßig mehrere tausend Euro Bargeld ab.

In Anbetracht einer möglichen Geldstrafe ist eine solche Offenlegung der Einkommensverhältnisse von Bedeutung. Der Richter habe den Tagesverdienst von Gzuz nach dem Checken der Kontodaten und abzüglich der Steuern sowie Management-Kosten schließlich auf 1.000 Euro geschätzt. Der Anwalt von Gzuz stellt eine abweichende Rechnung auf. Er gehe eher von 700 Euro aus.

Ein Urteil in dem Prozess soll am 29. September fallen.


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