Verantwortliche ziehen Konsequenzen: Der Echo wird abgeschafft

In einem neuen Statement auf der Echo-Website hat der Bundesverband Musikindutsrie bekanntgegeben, dass die diesjährige Echo-Verleihung die letzte gewesen sei. "Den 'Echo' wird es nicht mehr geben", äußern die Verantwortlichen zu Beginn der Stellungnahme.

Grund dafür sei, dass "die Marke Echo" im Rahmen der zuletzt geführten Diskussion um die Auszeichnung von Kollegah und Farid Bang so stark beschädigt worden sei, "dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei". Man wolle in jedem Falle vermeiden, dass die Preisverleihung "als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen werde". Was genau die Verantwortlichen nun planen?

"Die Marke ECHO sei so stark beschädigt worden, dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei, der auch eine Neuaufstellung bei ECHO KLASSIK und ECHO JAZZ nach sich ziehe. In dieser Überzeugung nennt der Vorstand bereits erste konkrete Schritte: Er wird die drei Preise in eine eigene Struktur überführen. Im Zuge dessen werden auch die bisher involvierten Gremien ihre Tätigkeit einstellen. Die Kriterien der Nominierung und Preisvergabe werden dabei vollständig verändert. Wie beim ECHO KLASSIK und ECHO JAZZ, die von Anfang an reine Jury-Preise waren, soll auch beim neuen Musikpreis auch für den Pop-Bereich die Jury stärker in den Vordergrund rücken."

Zuletzt hatten diverse Künstler, unter anderem Marius Müller-Westernhagen, ihre Echos zurückgegeben. Kritik an der diesjährigen Verleihung gab es zudem von Helene Fischer und Peter Maffay. Ob es nun einen komplett neuen Preis geben wird und was das vor allem für Rap bedeuten würde, wird sich zeigen.

ECHO | Neuanfang

Den „ECHO" wird es nicht mehr geben. Das hat der Vorstand des Bundesverbandes Musikindustrie gestern in einer außerordentlichen Sitzung in Berlin beschlossen. Der ECHO sei viele Jahre ein großartiger Preis und zugleich zentrales Branchenevent mit vielen bewegenden Momenten und herausragenden Künstlerinnen und Künstlern gewesen.

Mehr zur vorangegangenen Diskussion:

Kollegah, Farid Bang & der Echo: Wie Rap in die rechte Ecke gerückt wird

Das, was aus dem kalkulierten Echo-Skandal um "JBG 3" geworden ist, wird grade zu einer ernsthaften Bedrohung für deutschen Rap. Der Echo hat sich, Rap und der Stimmung in Deutschland keinen Gefallen damit getan, mit dem Skandal Promo machen zu wollen.

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Kommentare

Achtung der Teufel im Detail : „Musikindutsrie"

Grüße!

Achtung der Teufel im Detail : „Musikindutsrie"

Grüße!

Dieser Ajax-Fehler nervt langsam. Schaltet doch dieses unendliche Beitrags-Nachladen ab. Das wird doch der Grund sein.

haha Kolle und Farid haben den echo wortwörtlich zerstört :D

Ich prognostiziere 2019! Karriereende beider Rapper!

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Nach über 20 Jahren: Die RBA gibt ihr Ende bekannt
Rba

Nach über 20 Jahren: Die RBA gibt ihr Ende bekannt

Von Till Hesterbrink am 22.09.2020 - 14:31

Die "Reimliga Battle Arena" schließt ihre Pforten. Die Battle-Liga, bei dem absolute Topstars wie Kollegah, Cro oder auch Juju mit ihrer Karriere begonnen haben, wird nicht mehr fortgeführt. Scheinbar nahm das Interesse in den letzten Jahren so rapide ab, dass es sich nicht mehr lohnt, die Liga weiterzuführen.

RBA wird geschlossen: Zu wenig aktive Mitglieder

In einem längeren Facebook-Posting erklärt mit "kay" einer der Administratoren der Seite, dass die RBA in ihrer aktuellen Form nicht mehr fortgeführt wird. Ob es jemals wieder etwas unter dem Namen "RBA" geben wird, sei im Moment noch unklar. Als Grund für die Schließung führt kay an, dass es in den letzten Jahren immer schwieriger wurde, aktive Mitglieder zu motivieren. Sowohl mangele es an Künstler*innen, die Bock hätten, als auch an Usern, die voten würden.

"Ich möchte auch nicht einmal im Jahr 'drohen', dass wir zumachen, damit wir wieder aktive Member finden, die für uns Voten wollen. Das ist nicht zielführend und sorgt eigentlich für Frust."

Liebe Facebook "Fans" und Freunde der RBA, wir bzw. ich haben uns entschieden, die RBA nicht mehr weiterzubetreiben. Es...

Gepostet von RBA - Offizielle FB Page am Montag, 21. September 2020

Über 20 Jahre hielt sich die Liga als fester Bestandteil der deutschen Raplandschaft. Mittlerweile habe sich das Konzept wohl aber überdauert. Da viele Mitglieder loslassen konnten, tun dies nun auch die Veranstalter. So wird es entweder ab Oktober oder November keine Battles mehr geben. Neuanmeldungen werden ebenfalls alsbald nicht mehr angenommen.

Was mit dem bis heute genutzten Forum passiert, ist noch unklar.

"Es ist seit den RBA-Battles viel geschehen": RBA als Sprungbrett für Kollegah, Cro, Juju & viele mehr

Einige Deutschrap-Stars gaben ihr Rapdebüt in der RBA. Der prominenteste dürfte wahrscheinlich Kollegah sein, welcher damals unter den Namen "DERKOLLEGAH" und "young latino" auf der Plattform gegrindet hat. Der halbkanadische Boss machte nie einen Hehl aus seiner Battlerap-Vergangenheit und erwähnte die Liga immer wieder in seinen Tracks.

Aber auch Artists, die man nicht so sehr mit dem Battlerap verbindet, waren in der RBA am Start. Cro mischte dort in den virtuellen Schlagabtauschen unter dem Namen Lyr1c mit. 2015 gab er sogar ein kurzzeitiges Comeback und lud erneut Runden hoch.

Platin-Rapper gibt RBA-Comeback

Von HHRedaktion am 20.08.2020 - 13:36 Cro ist zurück! Mit neuem Sound (" Fall auf"), neuer Maske und einer innovativen Promophase lässt er kaum einen Stein auf dem anderen. Er nimmt sich diese künstlerische Freiheit, obwohl sein letztes Album " tru." den kommerziellen Erwartungen eher nicht gerecht geworden ist.

Casper, K.I.Z., die 257ers oder Juju gaben ebenfalls in der RBA ihre Rapkünste zum Besten. Mit dem Aus stirbt nun also nicht nur eine Online-Liga, sondern auch ein Stück Deutschrap-Geschichte. Administrator kay blickt wohl mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Arena zurück.

"Ich bin seit 1998 dabei und hatte viel viel Spaß, oft auch viel Frust [...] Ich möchte mich aber an die guten Zeiten erinnern."


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)

Register Now!