Androhung schwerer Gewalt: Al-Gear wurde auf Twitch gebannt

Al-Gear ist (oder war?) einer der aktivsten Deutschrapper auf Twitch – umso schockierender für seine Zuschauer kommt die Nachricht, dass der 36-Jährige nun von der Streamingplattform gebannt wurde. Grund dafür sei die "Androhung schwerer Gewalt". So lautet die Begründung der Plattform.

Perma-Bann für Al-Gear auf Twitch

Auf Instagram postete Al-Gear eine E-Mail von Twitch seiner Story, in der erklärt wird, dass er deshalb einen Perma-Bann erhalten habe. Das bedeutet, sein Account ist auf unbefristete Zeit gesperrt und kann nur nach erfolgreichem Einspruch gegen die Maßnahme wiederhergestellt werden. Er soll in seinem Livestream damit gedroht haben, eine andere Person körperlich zu verletzen.

Twitch erklärt, dass sich diese Drohung in einer derartigen Intensität zugetragen haben soll, dass der Account des Rappers nun gesperrt worden sei. Die Streamingplattform ist für die gezielte Umsetzung ihrer teilweise als streng empfundenen Community Guidelines bekannt.

Fünfstellige Summen durch Wetteinnamen: Al-Gear auf Twitch

Al-Gear ist raptechnisch zumindest in den letzten Monaten kaum aktiv gewesen. Auf seinem Twitch-Kanal lieferte er dementsprechend auch ganz anderen Content. Hauptsächlich beschäftigte sich der Düsseldorfer mit Online-Wetten und "Glücksspiel-Streams". Seine Fans konnten ihm dabei zuschauen, wie er sich ins Online-Casino begab und Gewinne in riesigen Summen erzielte. Sein Content stand regelmäßig in der Kritik, durch die hohen Gewinne ein verzerrtes Bild vom Glücksspiel zu vermitteln. Auch andere große Streamer posten öfter ähnlichen Content.

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P. Diddy hat T-Pain bezahlt, um Autotune benutzen zu dürfen

P. Diddy hat T-Pain bezahlt, um Autotune benutzen zu dürfen

Von Till Hesterbrink am 16.12.2020 - 12:55

P. Diddy scheint sich nicht zu schade zu sein, wenn es darum geht, Respekt zu zollen. Sein Audio-Engineer Matt Testa verriet jetzt in einem Interview mit Revolt, warum Puffy den Autotune-Matador T-Pain an den Einnahmen seines Albums "Last Train To Paris" beteiligte, obwohl dieser nicht daran mitgearbeitet hatte.

P. Diddy fragt T-Pain nach Erlaubnis für Autotune

Puff Daddy soll sich für den Sound sein Diddy-Dirty Money-Album "Last Train To Paris" aus dem Jahr 2010 auf Autotune verlassen haben. Zu der Zeit war bereits Kanyes "808s & Heartbreak" erschienen und manipulierte Stimmen dominierten die Charts. Diddy wollte wohl aber nicht einfach den Sound der Künstler vor ihm kopieren, ohne diesen ihren verdienten Respekt zu geben.

So soll Diddy bei T-Pain angefragt haben, ob er Autotune auf seinem Album verwenden dürfe. T-Pain habe sich über die Frage wohl amüsiert und geantwortet:

"Klar, was auch immer. Es [Autotune] gehört mir nicht, du kannst das benutzen."

("Yeah, whatever. It’s not mine, you can use it")

Damit aber noch nicht genug. Diddy beteiligte T-Pain an den Einnahmen des Albums und trug ihn als einen der Schöpfer des Werkes ein. Die Vereinbarung darüber soll angeblich auf einer Serviette unterzeichnet worden sein.

Testa habe Jahre später mit T-Pain gesprochen und dieser habe ihm bestätigt, dass er tatsächlich Geld für "Last Train To Paris" gesehen habe, obwohl er nie aktiv an dem Album mitgearbeitet habe.

T-Pain als Twitch-Streamer

T-Pain macht sich aktuell neben der Musik mit einem zweiten Standbein einen Namen. Wie so viele seiner Rap-Kollegen auch streamt der Nappy-Boy mittlerweile auf Twitch. Dort hat der Rapper aus Florida mittlerweile fast eine halbe Million Follower ansammeln können.

T-Pain zockt auf Twitch aktuelle Games wie Ghost of Tsushima und Call of Duty – alles natürlich mit Live-Autotune auf seiner Stimme. Ab und zu droppt er einen Freestyle als Intro und begeistert auch heute noch mit seiner Energie.

Den Freestyle-Clip haben mittlerweile schon über zweieinhalb Millionen Leute gefeiert:


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