Doppelt so viel verkauft wie Bushido? Fynn Kliemann legt angebliche Verkaufszahlen offen

Am vergangenen Freitag stieg Bushido mit seinem neuen Album "Mythos" auf Platz eins der Charts ein. Einige Plätze dahinter auf Rang acht liegt der Singer-Songwriter und YouTuber Fynn Kliemann. Mehr verkauft als Bushido habe er trotzdem, behauptet Kliemann. Wesentlich mehr.

In seiner aktuellen Instagramstory äußert Kliemann, dass sich sein Debütalbum "Nie" doppelt so oft verkauft habe wie "Mythos" von Bushido. Dabei spricht Fynn Kliemann nur von physischen Verkäufen und wird auch konkret. Ganze 80.000 physische Einheiten habe er von "Nie" abgesetzt.

Dementsprechend müsste sich "Mythos" etwa 40.000-mal physisch verkauft haben. Der Großteil davon dürften Boxen seien. Wie Bushido selbst im Interview mit Marvin California angab, habe er diesmal 35.000 Boxen verkauft, was ein persönlicher Rekord sei.

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Dass Fynn Kliemann trotzdem hinter Bushido chartete, liege daran, dass Kliemann "Nie" absichtlich, zumindest was die physischen Einheiten angeht, aus der Chartwertung genommen habe:

"Um eben zu zeigen, dass Charts irrelevant für so 'ne Platte sind und für den Erfolg einer Platte sind."

Tatsächlich wurde "Nie" lediglich über einen eigenen Onlineshop von Kliemann verkauft. Die dort verkauften Deluxe Boxen, CDs und Vinyls sind nicht chartrelevant. Für die Charts zählen somit nur Kliemanns Streamingzahlen und digitalen Verkäufe, die digitale Auswertung könne er nicht verhindern. Die brachte ihm immerhin den achten Platz ein.

Steigen werden seine physischen Zahlen nicht mehr. Das Album wurde angeblich nur den Vorbestellungen entsprechend oft gepresst:

"Ich werde das Album nur ein einziges Mal physisch produzieren, weil ich die verschwenderische Produktion von Musik nicht so geil finde und nicht möchte, dass die Platte wegen Überproduktion irgendwann bei nem Discounter in der Grabbelschütte liegt."

Fynn Kliemann ist vor allem mit seinem YouTube-Kanal "Kliemannsland" bekannt geworden und gilt als der "Handwerkerking". In seinen Videos baut und bastelt er die verschiedensten Dinge, experimentiert und lädt Gäste ein. Am 28. September, der Tag, an dem auch "Mythos" rauskam, releaste er in Form von "Nie" sein erstes Album.

Prüfen lassen sich die Aussagen nicht, da Verkaufszahlen nach wie vor in Deutschland nicht öffentlich einsehbar sind.

Unabhängig von den Zahlen sind Bushidos Fans zufrieden mit "Mythos":

Viel Zuspruch, aber auch Kritik: Das sagt ihr zu "Mythos" von Bushido

Das Feedback unserer User ist größtenteils positiv, es gibt allerdings auch einiges an Kritik ...

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Kommentare

Ich finde es super, dass Fynn Kliemann in den Medien Stattfindet, er hat es meiner Meinung nach wirklich verdient. Aber warum wird im Artikel denn so viel von "angeblich" oder "Fynn Kliemann behauptet" gesprochen? Konnten die Fakten nicht überprüft werden? Ich finde wenn man dem Künstler die Aussagen nicht glaubt, sollten entweder die Fakten gecheckt werden oder auf den Artikel sollte direkt verzichtet werden. Ansonsten ist das hier nicht mehr wert als Clickbait von Rapupdate. Das ist sehr schade.

ist schon traurig wenn ihr als musik medium keine möglichkeiten findet an die verkaufszahlen der künstler ranzukommen.. ihr habt keinen vertrauenswürdigen kontakt zu labels und deren mitarbeitern?

und allgemein versteh ich nicht wirklich was ihr mir mit diesem beitrag sagen möchtet.. charts sind irrlevant? für wen? für mich persönlich? oder das kliemann erfolgreicher ist als bushido?

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"Absoluter Psychoterror": Shindy über EGJ-Vergangenheit und neue Musik

"Absoluter Psychoterror": Shindy über EGJ-Vergangenheit und neue Musik

Von Robin Schmidt am 11.11.2018 - 14:28

Über kaum einen anderen Künstler gab es in den letzten zwölf Monaten ein derartig großes Rätselraten, wie um Shindy. Jetzt spricht der Rapper zum ersten Mal seit langer Zeit selbst. Im neuen Magazin "BOA", von Fußballnationalspieler Jérôme Boateng, klärt er ein wenig über die Schwierigkeiten der letzten Monate und seine aktuelle Lage auf.

"Um alles aufzudröseln, was da in den letzten Monaten und Jahren passiert ist, würde eine Netflix-Serie nicht ausreichen. Die letzten Monate waren absoluter Psychoterror."

Bushido oder Arafat: Beide ringen um Shindy

Was genau Shindy damit meint, bleibt zunächst unklar. Doch wenig später führt er weiter aus, dass es zwischen Bushido und Arafat wohl eine Art Machtkampf um die Person und den Musiker Shindy gebe.

"Ich habe das Gefühl, dass die denken: Wer mich am Ende für sich gewinnt, gewinnt auch den Krieg."

Dabei gibt er zu verstehen, dass er jahrelang die Machenschaften von Arafat mitbekommen habe und vor allem mit ihm nicht zu spaßen sei. Aber auch die andere Seite beobachtet er sehr aufmerksam: "Auch Bushidos neue Freunde sind keine Niemande in dieser Welt. Darum muss man immer und überall damit rechnen, dass einem was passieren kann – insbesondere, wenn man auf alle Arten und Weisen eingeschüchtert und bedroht wird." Dazu passt, dass im April dieses Jahres mehrere Männer Shindy aus seinem Auto gezerrt und ihn bedroht haben sollen. Auch ein gemeinsam entstandenes Foto mit Bushido – in dessen Promophase zum neuen Album – ließ erneut Raum für wilde Spekulationen.

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Günstige Aussichten auf neue Musik

Eine weitere Zusammenarbeit mit ihm rückt bei den Worten von Shindy aber in weite Ferne. Bereits vor dem Zwist von Bushido und Arafat plante er demnach, eigene Wege zu gehen:

"Schon vor dem Split hatte ich den Wunsch, mich von Ersguterjunge unabhängig zu machen, um endlich autark arbeiten zu können."

Diesem Ziel scheint er schon ein Stück weit näher gekommen zu sein, wie im Artikel zu lesen ist. Gemeinsam mit den Produzenten Nico Chiara und OZ arbeitet er an neuen Songs, die er gerne auch schnellstmöglich veröffentlichen würde:

"Von mir aus kann es losgehen. Es fehlen nur noch zwei Unterschriften."

Eine Vision, wie seine neue Musik klingen soll, hat Shindy auch schon parat:

"Ich liebe Ende-der-Neunziger-HipHop und den Rap der frühen Nullerjahre. In den neuen Songs will ich die Klangästhetik von damals mit dem neuen Soundbild von heute vereinen."

Viele seiner aktuellen Aussagen sprechen also dafür, dass wir in naher Zukunft neuen Output von Shindy erwarten dürfen.

Das Magazin "BOA" kannst du ab sofort überall erwerben, wo es Zeitschriften gibt.


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