Kurz vorm Bürgerkrieg? Diddy gründet politische Partei

Diddy mischt fortan mit seiner eigenen Partei im politischen Geschehen Amerikas mit. Wenige Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl hat er die "Our Black Party" ins Leben gerufen. Eine Verbesserung der Lebensrealität der Schwarzen Community ist dabei das erklärte Ziel.

"Die Mission ist es, eine Plattform zu schaffen, um eine politische Agenda voranzutreiben, die auf die Bedürfnisse der Schwarzen eingeht."

Diddy umreißt das Partei-Programm

Auf Twitter nennt Diddy den Launch der Partei "eines der kühnsten Dinge", die er jemals getan habe. Er arbeite dabei unter anderem mit jungen Schwarzen Aktivist*innen zusammen. Es sei bei "Our Black Party" letztlich egal, ob man auf der demokratischen oder republikanischen Seite des politischen Spektrums stehe. Was zählt: Die Lebensqualität der Schwarzen Bevölkerung müsse "dramatisch verbessert" werden, wie es auf der Website der Partei heißt.

Das Programm der "Our Black Party" formuliert verschiedene Forderungen: Das Ende der Finanzierung der Polizei ("Defunding The Police"), ein garantiertes Einkommen für alle und die Legalisierung von Marihuana sind nur ein paar Punkte auf der Agenda. Weitere Infos gibt es auf ourblackparty.org. Die aktuelle Lage in den Staaten schätzt der Hiphop-Mogul darüber hinaus ziemlich dramatisch ein.

Diddy vs. Donald Trump: Kurz vorm Bürgerkrieg?

Oberste Priorität habe für Diddy zunächst, die Wiederwahl des amtierenden US-Präsidenten zu verhindern. "Er muss gehen", twittert der Bad Boy Records-Gründer. Die amerikanische Bevölkerung dürfe "diesem Mann nicht erlauben, dass dieser weiter versuche zu spalten". Diddy prognostiziert, dass die verhärteten Fronten in den USA sonst zu kriegsähnlichen Zuständen führen könnten.

Trump habe die "Dinge zu weit getrieben". Um die Situation bewältigen zu können, wünscht sich Diddy den demokratischen Kandidaten Joe Biden im Weißen Haus. Es sei an der Zeit, dass sich die Schwarze Community vereine. Mit der frisch gegründeten Partei soll dieses Vorhaben offenbar angegangen werden.

Diddys Engagement wird hier und da öffentlich hinterfragt. Die Sängerin Aubrey O'Day zieht seine Aussagen in Zweifel. Das ehemalige Mitglied der von Diddy gecasteten RnB-Gruppe Danity Kane deutete via Twitter an, dass Diddy und Trump eigentlich gute Freunde sein würden.

Weitere Einblicke in seine politischen Vorstellungen gewährt Diddy in einem aktuellen Interview bei Revolt TV.

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Diddys & Joey Bada$$' Film gewinnt einen Oscar

Diddys & Joey Bada$$' Film gewinnt einen Oscar

Von Till Hesterbrink am 27.04.2021 - 11:05

Diddy hatte im letzten Jahr als Executive Producer an dem Kurzfilm "Two Distant Strangers" mitgewirkt, in welchem Rapper Joey Bada$$ die Hauptrolle spielt. Dieser konnte jetzt den Oscar für den "Besten Live-Action-Kurzfilm" absahnen. In dem Film findet sich Joey Bada$$ in einer Zeitschleife gefangen, die ihn immer wieder auf den gleichen Polizisten treffen lässt.

"Two Distant Strangers": Oscar für Film von Diddy & Joey Bada$$

Der auf Netflix verfügbare Film konnte sich gegen vier weitere Nominierte in der Kategorie "Bester Kurzfilm" durchsetzen. Diddy und Joey waren bei der von Steven Soderbergh inszenierten Gala nicht persönlich anwesend. Regisseur Travon Free nahm den Preis entgegen. Bei seiner Dankesrede trug Free einen Anzug, der bestickt war mit Namen von Leuten, die durch Polizeigewalt umgebracht wurden.

Während seiner Rede wies er darauf hin, dass die Polizei in den USA durchschnittlich drei Menschen pro Tag umbringen würde und dass es sich dabei überproportional oft um Schwarze handeln würde.

In einem Video ist zu sehen, wie Diddy und Joey Bada$$ miteinander telefonieren, nachdem ihr Gewinn bekannt gegeben wurde. Diddy freute sich sichtlich und gab seinem Kollegen zu verstehen, dass es ohne ihn keinen Oscar gegeben hätte.

Für Diddy ist es bereits der zweite Gewinn eines Academy Awards, den er für sich beansprucht. Bereits 2011 war er Executive Producer des Football-Dokumentarfilms "Undefeated", welcher ebenfalls einen Oscar gewinnen konnte. Diddy stieß allerdings erst nach der Nominierung zu den Produzenten hinzu.

Offiziell konnte Diddy nämlich keinen dieser Preise gewinnen. Auf der Seite der Academy Awards ist Diddy bei keinem der Filme unter den Gewinnern gelistet. Die offiziellen Gewinner waren jeweils die Regisseure. Doch wie in dem Backstage-Video zu sehen ist, bedankt sich Regisseur Free bei Diddy und gibt ihm zu verstehen, dass es sich bei der ganzen Sache um eine gemeinsame Leistung gehandelt habe.

"Fight For You": Auch H.E.R. holt einen Oscar

Die Sängerin H.E.R. konnte ebenfalls einen Academy Award gewinnen, für ihren Track "Fight For You" aus dem Film "Judas and the Black Messiah". Ebenfalls für diesen Film konnte Daniel Kaluuya als "Bester Nebendarsteller" eine Auszeichnung holen.

H.E.R. perfomte ihren Song zudem Live im Rahmen der Awards:


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