Diddy kritisiert Olympia-Sperre & Kriminalisierung von Schwarzen Menschen

Vor Kurzem wurde die US-amerikanische Sportlerin Sha'Carri Richardson positiv auf THC getestet. Daraufhin wurde sie für 30 Tage suspendiert, was sie die Teilnahme an den diesjährigen Olympischen Spielen kostete. Richardsons Disqualifizierung rief zahlreiche Reaktionen hervor. Rapper*innen wie Cardi B, Drake oder Snoop Dogg verteidigen die 21-Jährige und zahlreiche andere fordern eine Änderung der Regeln im Zusammenhang mit dem Konsum von Marihuana.

Auch Diddy (jetzt auf Apple Music streamen) äußert nun seine Gedanken zu dem Thema und postet auf Twitter ein Statement, in dem er sein Mitgefühl ausspricht. Gleichzeitig kritisiert er die Entscheidung, Sha'Carri aufgrund des Konsums einer in ihrem Staat legalen Substanz zu suspendieren.

Diddy über Sha'Carri: Gesetze um Marihuana kriminalisieren Schwarze Menschen

Am Mittwoch schrieb der Künstler auf Twitter darüber, wie enttäuscht er über die Entscheidung sei, dass Richardson nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen darf.

"Es ist abgef*ckt und mein Herz ist gebrochen, weil [Sha'Carri Richardson] ihr Lebenstraum wegen der Einnahme einer legalen Substanz weggenommen wurde. Ich habe es satt, dass Weiße in einem Raum sitzen und Entscheidungen treffen, die unsere Hoffnungen und Träume beeinflussen. Sie werden unsere Athleten immer wie Sklaven und Unterhaltung behandeln, bis wir dichtmachen! Gesagt aus LIEBE mit Liebe."

Diddy wurde nach seinem Tweet mit der Argumentation konfrontiert, dass Richardson gegen die Regeln verstoßen habe und deshalb selbst schuld an ihrer Disqualifizierung sei. Deshalb erläuterte der 51-Jährige später seine Gefühle und erklärte, dass die Olympia-Sperre nur Teil eines größeren Problems sei:

"Um meinen vorherigen Beitrag klarzustellen, ich möchte darauf hinweisen, dass Marihuana gegen meine Leute verwendet wurde, seit einige Weiße in einem Büro (DEA [Drug Enforcement Administration] / FBI) es als eine Möglichkeit sahen, Schwarze Jazz-Künstler einzusperren, um das Movement in Harlem zu stoppen. Das ist der eigentliche Grund, warum es angefangen hat, ihr könnt die Geschichte recherchieren. Es begann mit einem bösen Plan, und jetzt beeinflusst dieser Plan unsere Zukunft."

Er fuhr fort und erwähnte, dass zu viele Schwarze Menschen in Amerika wegen Marihuana kriminalisiert werden und hinter Gittern sitzen, was er "einfach nicht richtig" findet. Laut Diddy sei die ganze Situation beschämend und er beendet seinen Rant mit dem Hashtag #LetHerRun ("Lasst sie rennen").

Skandal um Sha'Carri Richardsons Marihuanakonsum

Klare Regeln der US Anti-Doping Agency

Laut dem World Anti-Doping-Code ist THC kein Doping-Mittel, wird aber seit 2021 als "Substanz des Missbrauchs" eingestuft, da es regelmäßig außerhalb des Sports konsumiert wird. Wenn Athlet*innen, die positiv auf solch eine Substanz getestet werden, nachweisen können, dass der Konsum der Substanz außerhalb des Wettkampfs erfolgte und in keinem Zusammenhang mit der sportlichen Leistung stand, kommt es zu einer dreimonatigen Sanktion. In einigen Fällen kann diese auch auf bis zu einen Monat reduziert werden. Laut der US Anti-Doping Agency konnte Richardson ihre Suspension auf einen Monat reduzieren, da sie erfolgreich ein Beratungsprogramm bezüglich ihres Cannabiskonsums absolvierte und der Konsum ebenfalls nicht mit ihrer sportlichen Leistung in Verbindung stand.

Trotz der klaren Regelungen und der Tatsache, dass Richardson selbst Verantwortung für ihre Tat übernimmt, hat ihre Sperre international zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Ab dem 27. Juli darf die 21-Jährige wieder an Wettkämpfen teilnehmen. Dank der zahlreichen Diskussionen rund um die Situation kann sie trotz ihrer Disqualifizierung von den Olympischen Spielen weiterhin auf die Unterstützung ihrer Fans vertrauen.

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Conor McGregor geht auf Machine Gun Kelly los

Conor McGregor geht auf Machine Gun Kelly los

Von Djamila Chastukhina am 13.09.2021 - 13:32

Auf dem roten Teppich der diesjährigen MTV VMAs kam es zwischen Machine Gun Kelly und dem Profiboxer Conor McGregor zu einer Auseinandersetzung, die fast in einer Prügelei endete. McGregor versuchte den Rapper nach einem kurzen Wortwechsel zu schlagen, doch die Situation konnte rechtzeitig von seinem und MGKs Team deeskaliert werden.

Beef zwischen Conor McGregor und Machine Gun Kelly?

Der Streit zwischen MGK (jetzt auf Apple Music streamen) und McGregor warf für viele Fans Fragen auf, da bisher kein Beef zwischen den beiden bekannt war.

Was genau McGregor so wütend machte, ist bisher immer noch unklar. Einige Quellen berichten jedoch, dass MGK den Boxer geschubst haben soll, woraufhin dieser seinen Drink verschüttete und handgreiflich wurde.

Die Security schritt jedoch rechtzeitig ein, bevor es tatsächlich zu einer Schlägerei kommen konnte.

Sowohl McGregor als auch Machine Gun Kelly wurden im Verlauf des Abends von Reporter*innen nach dem Grund ihrer Auseinandersetzung gefragt. Laut Megan Fox dürfe MGK sich nicht zu der Situation äußern.

McGregor hingegen verriet, was aus seiner Sicht passiert sein soll: Nichts.

"Absolut nichts. Ich weiß nicht, ich war einfach da. Ich kenne den Typen nicht einmal, um ehrlich zu sein. Mir ist nichts passiert, ich kämpfe nur mit echten Kämpfern, die wirklich kämpfen können. Ich prügele mich nicht mit kleinen Jungs. Ich weiß gar nichts über den Kerl, außer dass er mit Megan Fox zusammen ist."

MGK und McGregor scheinen die Situation also nicht weiter öffentlich austragen zu wollen. Fans hingegen wollen Antworten und grübeln immer noch darüber, was der Auslöser für McGregors Ausraster gewesen sein könnte.


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