Capital Bra: "Dieter Bohlen macht mit mir Beef"

Dieter Bohlens Live-Comeback nach 16 Jahren treibt den selbsternannten Pop-Titan offenbar zu einigen markigen Sprüchen in Richtung Capital Bra an. In einem Interview mit der Bild-Zeitung bringt Dieter Bohlen ohne ersichtlichen Grund den Namen des Rappers ins Spiel.

Für Dieter Bohlen ist Capital Bras Erfolg nur von kurzer Dauer

Dieter Bohlen schaut gerne auf seine erfolgreichen Jahre mit Modern Talking zurück. Vor allem in Russland genießt das Pop-Duo um Dieter Bohlen und Thomas Anders einen gewissen Kultstatus. Nachdem der heutige DSDS-Juror eine seiner Kompositionen in den Himmel lobt, schwenkt er zu Capital Bra um. Dessen Songs würden in 35 Jahren niemanden mehr interessieren.

"Ich bekomme fast jeden Tag eine Anfrage für eine Coverversion, einen Werbespot oder Ähnliches für die Modern-Talking-Songs. Das ist Wahnsinn. Die Russen glauben sogar, dass ‚Cheri Cheri Lady‘ ein russisches Volkslied ist. JEDER kennt das. Ich glaube nicht, dass in 35 Jahren sich noch jemand um Songs von Capital Bra juckt."

Dieter Bohlen fühlt die Message nicht

Die Inhalte, die Rap transportiert, stuft Dieter Bohlen als "stark bedenklich" ein. Laut ihm bestehe Rap vordergründig aus der Botschaft, dass man es "ohne Schule und ohne harte Arbeit" an die Spitze schaffen könne. Das sei ein Zerrbild, das nicht der Wirklichkeit entspricht. Er kenne keinen Rapper, der tatsächlich einen Maybach fahren würde. Stattdessen stellt sich Dieter Bohlen die heutigen Rapstars eher auf einem Fahrrad in einer engen Wohnung vor.

"Ich finde die Messages der Jungs stark bedenklich. Die Fans bekommen von diesen Rappern oft zu hören, dass man es auch ohne Schule und ohne harte Arbeit schaffen kann. Zwei von 82 Millionen schaffen das vielleicht. Das ist auch nur bei den wenigsten authentisch, das meiste ist Kokolores. Jeder rappt da über seinen Maybach und am Ende des Tages fahren die mit ihrem Fahrrad in ihre Zwei-Zimmer-Wohnung. Ich kenn’ keinen Rapper, der einen Maybach hat. Für ein Video leihen die sich ein Auto und dann bringen sie den nach zwei Stunden fein säuberlich zurück."

Capital Bra: "Dieter Bohlen macht mit mir Beef"

Die Reaktion von Capital Bra bleibt nicht aus. Aus seiner Zwei-Etagen-Wohnung in Berlin meldet sich Deutschlands Nummer-1-Rapper. In seiner Insta-Story geht er auf die Aussagen von Dieter Bohlen ein.

"Ich steh' gerade auf und auf einmal seh, ich Dieter Bohlen macht mit mir Beef. Er sagt [...] meine Musik wird in 35 Jahren keinen mehr jucken und ich wohne in einer Zwei-Zimmerwohnung – du Schw*nz."

Dabei ist es ihm vor allem ein Anliegen zu zeigen, dass er keineswegs in bescheidenen Verhältnissen lebt. Dann zeigt Capital ausgiebig seine geräumige Wohnung und macht deutlich, dass er nicht mit dem Fahrrad unterwegs ist, sondern sich locker ein Auto leisten kann.

Zu guter Letzt bezieht sich Capital Bra noch auf die Erfolgsgeschichte von Modern Talking in Russland. Er rät Dieter Bohlen mal bei Universal Russland anzurufen und sich dort zu erkundigen, welche Musik dort gehört wird. Neben Capital Bra fühlen sich zudem auch andere deutsche Rapper von dem Interview provoziert.

Haftbefehl & Milonair haben eine Message für Dieter Bohlen

Dieter Bohlen ist in dem Interview zwar nur konkret auf Capital Bra zu sprechen gekommen, aber hat mit seinen Aussagen noch mehr Staub aufgewirbelt. Schließlich wirft er indirekt einem ganzen Genre und seinen Vertretern vor, fake zu sein. Haftbefehl präsentiert daraufhin auf Instagram die Zulassungsbescheinigung für seinen Maybach – also genau für das Auto, das sich laut Dieter Bohlen Rapper nur leasen würden.

Milonair greift das Thema in seiner Insta-Story auf und teilt Dieter Bohlen direkt mit, welche Autos sich die Kollegen Haftbefehl und Capital Bra leisten können:

Milonair zu Dieter Bohlens Interview
Foto:

https://www.instagram.com/milonair
Milonair zu Dieter Bohlens Interview

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Public Enemy wieder vereint: Flavor Flavs Rauswurf war angeblich nur Promo

Public Enemy wieder vereint: Flavor Flavs Rauswurf war angeblich nur Promo

Von Michael Rubach am 01.04.2020 - 17:37

UPDATE vom 01. April:

Chuck D hat den Rausschmiss von Flavor Flav bei Public Enemy zum großangelegten Aprilscherz erklärt. Der öffentliche Streit samt Verbannung aus der Gruppe sei laut Chuck D Teil einer Marketing-Kampagne für das Album "Loud Is Not Enough" gewesen. Die Platte ist heute erschienen und enthält mit "Food As A Machine Gun" auch einen Track, auf dem die vermeintlichen Streithähne zusammen zu hören sind.

Seinen angeblichen PR-Coup enthüllte Chuck D im Podcast People's Party bei einem Gespräch mit Talib Kweli. Chuck D sei bei der Aktion von Orsons Wells "Krieg der Welten" inspiriert gewesen. Auch könne er Flavor Flav gar nicht feuern, da die beiden Partner seien. Kurzerhand erklärt er den 1. April noch zum "April Flav Chuck Day". Hier kannst du "Loud Is Not Enough" hören:

Loud Is Not Enough

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UPDATE vom 03. März:

Flavor Flav hat sich zu seinem Rauswurf via Twitter geäußert. Er sei "sehr enttäuscht" von Chuck D. Gleichzeitig betonte er, dass er und Chuck D Partner seien und es kein Public Enemy ohne Flavor Flav gebe. Auch wendete sich der Verstoßene direkt an Chuck D und sagte, dass man die Sache doch wieder in den Griff bekommen könne.

FLAVOR FLAV on Twitter

@MrChuckD And .@MrChuckD,,,i didn't sue you on Friday,,,i asked the @berniesanders campaign to correct misleading marketing,,,that's all it was,,,I'm not your employee,,,i'm your partner,,,you can't fire me,,,there is no Public Enemy without Flavor Flav,,,so let's get it right Chuck,,,

Original-Meldung vom 2. März:

Flavor Flav ist wohl nicht länger Mitglied von Public Enemy. Chuck D hat in einem Statement, das mehreren US-Portalen vorliegt, ziemlich klare Verhältnisse geschaffen:

"Public Enemy und Public Enemy Radio werden ohne Flavor Flav weitermachen. Wir danken ihm für seinen jahrelangen Einsatz und wünschen ihm alles Gute."

("Public Enemy and Public Enemy Radio will be moving forward without Flavor Flav. We thank him for his years of service and wish him well.")

Chuck D erklärt Trennung von Flavor Flav

Für eine Wahlkampfveranstaltung von US-Demokrat Bernie Sanders hatte sich Public Enemy angekündigt. Flavor Flav wollte von der Veranstaltung jedoch nichts wissen. Er lies über seinen Anwalt verlauten, dass ohne sein Einverständnis mit seinem Image geworben werden würde. Flavor Flav unterstütze aber niemanden im Wahlkampf – auch nicht Bernie Sanders.

Diese politische Argumentation lässt Chuck D nicht gelten. Er schrieb auf Twitter, dass Flavor Flav nicht einmal den Unterschied zwischen Bernie Sanders und Barry Sanders (Footballspieler) kenne.

Flavor Flav sei hingegen jemand, der sich nur für Geld bewege. Benefiz-Veranstaltungen oder gemeinnützige Events ohne Gage kämen ihm nicht in den Sinn. Mit so einer Person möchte Chuck D augenscheinlich nicht weiter zusammenarbeiten.

Chuck D on Twitter

last final note the last final note was my last straw was long ago. It's not about BERNIE with Flav... he don't know the difference between BarrySanders or BernieSanders he don't know either. FLAV refused to support @Sankofa after @harrybelafonte inducted us. He don't do that

Chuck D on Twitter

Spoke @BernieSanders rally with @EnemyRadio. If there was a $bag, Flav would've been there front & center. He will NOT do free benefit shows. Sued me in court the 1st time I let him back in.

Chuck Ds Anwalt teilte zudem mit, dass sein Mandant die Rechte an der Marke Public Enemy besitze und dieser den Namen verwenden könne, wie es ihm beliebt. Auch die einprägsamsten Lines von Flavor Flav gingen auf das Konto von Chuck D. Das Tischtuch zwischen den (ehemaligen) Bandkollegen scheint vorerst zerschnitten.

Chuck D setzte Flavor Flav ein Ultimatum

Kurz vor dem nun erfolgten Rausschmiss räumte Chuck D seinem Kollegen gegenüber dem Portal HipHopDX noch eine Frist von einem Jahr ein, um "sich zusammenzureißen". Doch die Zeit als Bandmitglied bei Public Enemy scheint für Flavor Flav endgültig abgelaufen zu sein – trotz ikonischer Uhr um den Hals.

Schon 2017 verklagte Flavor Flav sein Band wegen ausstehender Zahlungen im Kontext des letzten Albums "Nothing Is Quick In The Desert". Flavor Flav ist Gründungsmitglied der legendären Formation, die sich seit über 30 Jahren vor allem durch sozialkritische Texte auszeichnet.

Den Auftritt von Public Enemy bei der Veranstaltung von Bernie Sanders kannst du hier sehen (ab 01:57:30):


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