Azad, Apache 207, Symba, Ace Tee & mehr im Deutschrap-Update

Groove Attack aka das Uhrwerk der deutschen Rapszene: Jeden Freitag, pünktlich wie die Maurer sind wir am Start, um euch die heißesten neuen Tracks zu bringen. Sommerpause gibt es vielleicht woanders, aber nicht bei uns!

Auf dem Cover der "Groove Attack by Hiphop.de"-Playlist ist dieses Mal das Saarbrückener Genetikk-Signing MU$A386. Der haut mit "Barbies" ein ordentliches Adlib-Gewitter raus.

Es gibt nichts vor dem A: Azad & Apache 207

Azads neues Album "GOAT" soll nächsten Monat erscheinen und bis dahin macht der Frankfurter die Fans ordentlich heiß auf sein anstehendes Werk. Mit Ramo hat er sich den wahrscheinlich bestmöglichen Partner für "Azzazzin" gesichert. Nach Ausflügen in die Trap-Welt hat Azad offensichtlich zu seinen Wurzeln zurückgefunden. Und das lässt Fan-Herzen sicher hochschlagen.

Während man auf Azads Album noch ein wenig warten muss, ist heute Apaches langersehntes Debütalbum "Treppenhaus" erschienen. Gleich zweimal ist der Ludwigshafener in unserer Playlist. "Sie ruft" und "28 Liter" sind die ersten beiden Tracks des Werkes und zeigen direkt, in welche Richtung es geht: feinste Ohrwürmer.

Ace Tee hat heute erstmals seit 3 Jahren einen neuen Song veröffentlicht. Die "Bist Du Down?"-Künstlerin aus Hamburg meldet sich mit "Hunnies" zurück und macht genau da weiter, wo sie aufgehört hat. "And if you don't know about it, now you know".

Nach dem A kommt das B: Berlin melodisiert mit Symba & Savvy

Symba von der Playboysmafia, rund um Shootingstar Pashanim, ist mit "Mario Run" am Start und schüttelt ganz locker ein paar Gittaren-Riffs aus dem Ärmel. Der Song geht einen weitaus melodischeren Weg als seine vorherigen Singles. Deswegen macht er aber nicht minder Spaß. "Mario Run" eignet sich ausgezeichnet zum Mitsingen und wird auf kommenden Festivals (falls jemals wieder welche stattfinden) wahrscheinlich das eine oder andere Feuerzeug aus der Hosentasche befördern.

Der Buchstaben-Grind geht weiter: Savvy und BHZs Produzent MotB bringen ihren neuen Song "1A". Vers gerappt, Hook gesungen der Klassiker. Macht aber auch einfach Bock, vor allem wenn das Ganze so qualitativ hochwertig produziert wurde wie in diesem Fall.

Jetzt wird ein wenig gemogelt, denn von Marvin Game, ROBO und Lugatti kommen nur die ersten beiden aus Berlin. Ist aber auch egal, "Green Poison" soll trotzdem nicht unerwähnt bleiben. Die Konstellation der Künstler und der Name des Tracks lassen es bereits erahnen: In dem Song geht es auf jeden Fall nicht darum, wie uncool es ist, Drogen zu nehmen.

Außerdem diese Woche dabei: Bonez MC, King Khalil, 2ara, Krime, Gringo und viele mehr.

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"Das wirst du bereuen": Ali Bumaye über den Bruch mit Bushido

"Das wirst du bereuen": Ali Bumaye über den Bruch mit Bushido

Von Till Hesterbrink am 27.09.2020 - 13:13

Ali Bumaye hielt sich lange aus dem ganzen Trubel um Bushido und Arafat Abou-Chaker raus, doch nachdem das SEK letzte Woche die Wohnung seiner Mutter stürmte, sei für ihn eine Grenze überschritten worden. Nun veröffentlichte er ein elfminütiges Statement zum Beef mit Bushido auf Youtube.

Ali Bumaye: Bushido hatte einen Deal mit Kollegah und Farid Bang

In seinem Video-Statement geht Ali darauf ein, wie der Bruch mit Bushido zustande gekommen sei. Auch der berüchtigte EGJ-Labelsampler kommt dabei zur Sprache. Der ursprüngliche Auslöser für die Trennung soll wohl der Streit mit Kollegah und Farid Bang gewesen sein. Bushido habe damals unnötigerweise öffentlich eine Ansage an die beiden erteilt, dass Laas nicht mehr beleidigt werden solle. Laut Ali hätte man das auch privat klären können, da zu der Zeit noch guter Kontakt zum JBG-Camp herrschte.

Kollegah und Farid ließen sich das natürlich nicht gefallen und so seien Bushido und sein Umfeld zu Zielen auf "JBG 3" geworden. Ali vermutet jedoch, dass Bushido die ganze Situation hinter dem Rücken, der anderen EGJ-Signings mit Kolle und Farid geklärt hätte.

"Dann wollten wir zurückschlagen, musikalisch zurückschlagen. Was macht aber der Häuptling? Macht hinterrücks mit denen... geht der auf L*tsch-Partie und kriecht denen in den Arsch und klärt die Sache hinter dem Rücken von uns allen. [...] Während wir schon im Studio sind und den Sampler am Machen, ist er schon mit denen am Klären."

Dieses Verhalten stieß Ali wohl sauer auf. Er hätte sich beleidigen lassen und wäre bereit gewesen, den Beef für Bushido zu führen, während dieser "wie eine F*tze, wie eine Ratte" seine Kollegen hintergangen hätte. Ali und die anderen Label-Mitglieder seien dahingehend lange im Dunkeln gelassen worden.

Ali ist sich sicher, Kollegah und Farid hätten etwas gegen Bushido in der Hand gehabt oder wären einen Deal eingegangen.

"Ich bekriege irgendwelche Leute für dich, damit du hinterrücks bei denen in den Arsch kriechst, damit die dich nicht dissen. Oder nur so ein bisschen dissen. JBG 3 hat ja jeder gehört. Was war das denn? Da wurde Bushido nicht richtig gedisst."

Als Ali nach "JBG 3" auf Kollegah und Farid Bang losgehen wollte, habe Bushido ihn angeblich angerufen und zurückgehalten.

"Ich weiß noch ein Mal ganz genau, als das Album rauskam [...] da haben wir so in einer Gruppe geschrieben. Und ich meinte: 'Lass ins Studio gehen, ich werde jetzt übertreiben' und so. Da hat er mich noch persönlich angerufen [...] und meinte 'Nein Bruder, warte, warte! Beruhige dich. Mach nicht'. Weil er Schiss hatte, [...] Weil die hatten einen Deal."

Ali Bumaye: "Wenn wir über das Thema Loyalität reden, kann mir keiner das Wasser reichen"

Auch abseits der verbalen Streitigkeiten mit anderen Rappern habe Ali immer zu Bushido gehalten. Beispielsweise damals, als ein Streit auf der FIBO zu eskalieren drohte. All das, obwohl seit drei Jahren kein Geld an ihn geflossen sei. Er habe Bushido sogar einige Zeit nach der Trennung geschrieben und ihn wissen lassen, dass er die Zeit und auch Bushido selbst vermisse. Dieser hätte daraufhin lediglich "Jetzt bekommt jeder, was er verdient" geantwortet.

Der Tropfen, welcher das Fass nun endgültig zum Überlaufen gebracht habe, sei jedoch der SEK-Einsatz vor ein paar Tagen gewesen. Bei diesem sollen angeblich 40 Beamte die Wohnung von Ali gestürmt haben.

"Jahrelang mein Maul gehalten": Ali Bumaye richtet sich nach Großrazzia an Bushido

Gestern wurden das Anwesen von Arafat Abou-Chaker in Kleinmachnow (Brandenburg) und diverse Wohnungen sowie Geschäftsräume von der Polizei durchsucht. Im "ZDF-"heute journal" war von einer "Großrazzia in der Rapperszene" die Rede. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt unter anderem wegen des Verdachts auf Steuerbetrug und Geldwäsche. Dabei wurde wohl auch Ali Bumayes Mutter von den einrückenden Ermittlern überrascht.

Von nun an sei er auch Teil des Beefs. Sowohl auf musikalischer Ebene als auch seinen Social Meida-Kanälen. Er wolle ab jetzt immer wieder Video-Statements veröffentlichen und Dinge aus der Vergangenheit aufdecken. Man solle Fragen an ihn schreiben, er würde dann auf die jeweiligen Top-Kommentare eingehen und antworten.

Zuletzt gab es bereits einen Diss-Track von Arafat-Signing Level an Bushido:

LEVEL - #KingSushido (Bushido Diss) [Video]

Von HHRedaktion am 13.06.2020 - 13:37 Am gestrigen Freitag veröffentlichte Nu51 von der Bantu Nation seinen Disstrack "Patricia" gegen Fler. Der Berliner reagiert auf Insta mit einem kleinen Story-Beitrag und offenbar in einer Telegram-Gruppe auf die Zeilen aus NRW.


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