Ausnahme-Storytelling: Was hinter OG Keemos "Vögel" steckt
OG Keemo

 

Triggerwarnung: Der folgende Artikel beschäftigt sich mit dem Thema Selbstmord. Dies kann belastend sein und retraumatisierend wirken.

OG Keemo war kürzlich bei Aria im Videointerview auf Apple Music zu Gast und hat dort über sein neues Album "Mann beisst Hund" gesprochen. Dabei wird natürlich auch der Track "Vögel" thematisiert, der für die meisten wahrscheinlich eines der Highlights des Projektes ist.

OG Keemo über Suizid und das Blockleben

Auch Aria fällt es schwer zu benennen, ob "Vögel" der emotionale Höhe- oder Tiefpunkt des Albums ist. Immerhin geht es auf dem Song um eines der schwierigsten Themen überhaupt: Suizid.

Eine Person, möglicherweise Yasha (einer der drei Hauptcharaktere des Albums), stürzt sich am Ende des Tracks von einem Hochhaus. Zuvor führt Keemo aus, was dem Jungen während der Fahrt mit dem Fahrstuhl so durch den Kopf geht. Das Ganze kommt ohne Hook daher und ist wahrscheinlich einer der krassesten Storyteller der Deutschrap-Geschichte.

Ohne weiter zu spoilern, und ja man kann hier wirklich von Spoiler sprechen, hört euch den Song einfach selber an:

Gegenüber Aria erklärt Keemo (jetzt auf Apple Music streamen), dass er zwar jemanden kenne, der sich auf diese Art das Leben genommen habe, aber auf dem Song nicht unbedingt dessen Story nacherzähle. Es hätte sich "makaber" angefühlt, dieser Person posthum Worte in den Mund zu legen. Vielmehr sei es Keemos Erfahrung, dass überall, wo es Hochhäuser gebe, es auch Geschichten gibt, wie jemand von ebendiesen runtergesprungen sei.

Er habe diese Realität einfangen wollen. Extremsituationen wie diese hätten dafür gesorgt, dass Keemo aus dem Block zurück zu seiner Mutter nach Mannheim gezogen wäre.

Das ganze äußerst reflektierte Interview zu "Mann beisst Hund" könnt ihr euch hier anschauen:

Wer selbst mit Suizidgedanken und/oder Depressionen kämpft, findet hier Hilfe:

telefonseelsorge.de

24-stündige Notfallnummern, welche kostenlos zu erreichen sind:

0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222

Auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention ist zusätzlich eine Reihe an Hilfsangeboten gelistet.

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