Angebliche Drogengeschäfte: Gegen Kontra K wird ermittelt

 

Kontra K ist ins Visier der Staatsanwaltschaft Berlin geraten. Laut NDR wirft die Justizbehörde dem Deutschrapstar vor, Drogengeschäfte mittels eines Kryptohandys abgesprochen zu haben. Kontra K soll "etwa 100 Kilogramm Cannabis" bestellt haben, um es in Deutschland "gewinnbringend wieder zu verkaufen". Auch werde dem 35-Jährigen unterstellt, sich über einen potenziellen Überfall unterhalten zu haben.

Hat Kontra K Gras im Wert von "mehreren Hunderttausend Euro" bestellt?

Dem Bundeskriminalamt soll es gelungen sein, über das Passwort eines EnchroChat-Accounts eine Verbindung zu Kontra K herzustellen, so der NDR. Der Deutschrapper sei unter dem Nutzernamen massive human unterwegs gewesen, heißt es weiter. Die Ermittlungen gegen den 35-Jährigen bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf NDR-Anfrage. Die angeblich von Kontra K georderte Menge Gras soll einen Wert von "mehreren Hunderttausend Euro" haben.

Den französischen Behörden war es im Frühjahr 2020 gelungen, die verschlüsselte Kommunikation von EncroChat zu knacken. Die modifizierten Handys mit eigenem Messenger erfreuten sich vor allem beim organisierten Verbrechen großer Beliebtheit. In Frankreich erfasste man nach dem Coup riesige Datenmengen. Diese landeten auch bei deutschen Ermittlungsbehörden. Bei der Auswertung dieser Daten geriet nach NDR-Informationen Kontra K in den Fokus.

Bei ihren Ermittlungen sind die hiesigen Behörden offenbar nicht nur auf eine geplante Grasbestellung "gestoßen. Kontra K soll sich über das Kryptohandy außerdem mit einer anderen Person "über einen möglichen Überfall auf einen deutschen Musikmanager" ausgetauscht haben. Die Gründe dafür seien unklar. Im Sommer 2020 habe der besagte Manager von der Polizei davon erfahren.

Für nächste Woche ist der Start von Kontra Ks "Der Sonne Entgegen Tour" angesetzt. Er hat sich bislang nicht zu den laufenden Ermittlungen geäußert.

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