Ja Rule wirft 50 Cent vor, massiv mit der Polizei kooperiert zu haben

Ja Rule und 50 Cent verbindet eine lange Beef Historie, die einen düsteren Schatten auf die Karriere von Ja legt. Nicht nur wegen des Streits mit Fiddy sondern wohl auch wegen der Staatssicherheit. Im Gespräch mit Talib Kweli in dessen Podcast "The People's Party" nimmt Ja Rule seine Fans mit auf eine Reise in die Vergangenheit und reflektiert den Höhepunkt der Fehde mit 50 Cent. Er erklärt, dass ein Großteil des Schadens, den er erlitt, gar nicht mit 50 Cent zu tun hätte, sondern mit der Polizei. 

Ja Rule über den wahren Grund für seinen Untergang

Ja Rule berichtet von einer Phase in seiner Karriere, auf die er nun mit gemischten Gefühlen zurückblickt. Es geht dabei um seinen 2004er Track "New York", den er nun als "Beef-Song" bezeichnet. Er erklärt sodann, dass er damals unzufrieden mit sich selbst gewesen sei. Eine Zeit lang wäre er der krasseste Künstler gewesen und hätte überall stattgefunden. Dann kam 50 Cent, der damals erfolgreicher Newcomer im Dunstkreis großer Künstler wie Eminem war, und attackierte ihn.

Der Rapper erklärt, dass die Leute ihn zu der Zeit wohl satthatten. Deshalb fanden 50s Angriffe so viel Anklang. Was vielen Fans wohl weiterhin nicht bewusst sei, wäre, dass sich vieles hinter den Kulissen abspielten. Streit zwischen Geschäftsführern beispielsweise. Hinzu käme, dass Murder Inc, das Label auf dem Ja Rule groß wurde, zu der Zeit polizeilichen Untersuchungen unterlag. Das wäre der eigentliche Grund für den damaligen Untergang des Labels.

Ja Rule über 50 Cent "Er spielte auf beiden Seiten mit"

Die Polizei und Sicherheitsbehörden hätten damals alles bei Murder Inc leer geräumt und die Beziehungen zur Szene zerstört. Wenn Leute also 50 Cent den Credit für das Ende des Labels geben, lägen sie falsch. Immerhin hätte es schon Hunderte anderer Beefs gegeben. Ein einzelner Mann könne ein ganzes Label nicht zerstören. 

Sodann erklärt er, dass 50 Cent auf beiden Seiten mitgespielt hätte. Einerseits hätte er vor den Behörden das Opfer gespielt und die Untersuchungen damit begünstigt. Andererseits hätte er in der Szene den Harten gemacht und Ja Rule gemobbt. Er beendet das Gespräch mit der Anmerkung, dass Fans und Außenstehende nie verstehen würden, wie die Situation wirklich ablief. Sie könnten nämlich nie einsehen, dass ihr "Held" (50 Cent) sich auch falsch verhalten hätte.

Das Interview könnt ihr euch hier anschauen:

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Lil Durk will einen der gefährlichsten Blocks in Chicago kaufen

Lil Durk will einen der gefährlichsten Blocks in Chicago kaufen

Von Till Hesterbrink am 02.05.2021 - 13:07

Der berüchtigte O-Block in Chicago steht aktuell zum Verkauf und mit Lil Durk hat nun einer der berühmtesten Emporkömmlinge dieser Gegend erklärt, er wolle das Viertel kaufen. Parkway Garden Homes, wie der O-Block eigentlich heißt, zählt zu den gewalttätigsten Vierteln in ganz Chicago.

Lil Durk bietet an, den O-Block zu kaufen

Nach Berichten der Chicago Sun Times soll das fünf Hektar und 694 Appartements umfassende Parkway Gardens-Viertel verkauft werden. Aktueller Besitzer ist die Immobilienfirma Related Midwest. Insgesamt leben in dem Viertel knapp 3.000 Personen.

Teil dieses Viertels ist der O-Block, der neben Rapgrößen wie Lil Durk, Chief Keef oder dem verstorbenen King Von auch einst die ehemalige First Lady Michelle Obama beheimatete. Durkio kündigte nun auf Twitter an, den Block kaufen zu wollen. Dabei spiele die Verkaufssumme für ihn keine Rolle. Related Midwest hat noch nicht auf das Angebot reagiert und auch keinen Preis für das Viertel öffentlich gemacht.

"Ich kaufe ihn, egal für wie viel!"

Zwischen 2011 und 2014 wurden im O-Block insgesamt 19 Menschen erschossen. Somit war es eine Zeit lang der gefährlichste Block in ganz Chicago. Die Windy City zählt zu den 100 Städten mit den meisten Morden in den gesamten USA. Der Name des Blocks ist eine Referenz an den 2011 dort erschossenen Odee Perry.

6ix9ine am O-Block

Besonders in den letzten Jahren lag wieder mehr Aufmerksamkeit auf der Gegend. Im Zuge seines Beefs mit Lil Durk besuchte 6ix9ine den O-Block und ließ sich dort filmen, um zu beweisen, dass es gar nicht so gefährlich sei. Überwachungskameraaufnahmen zeigten später jedoch, dass 6ix9ine kaum eine ganze Minute vor den Toren des Blocks verbrachte.

Er kehrte allerdings noch ein zweites Mal zurück, um in einem ironischen Akt Blumen für Lil Durks erschossenen Cousin Nuski niederzulegen.

Rapper lachen über 6ix9ines eingebrochene Verkaufszahlen

6ix9ines Höhenflug nach seiner Gefängnisentlassung könnte den ersten Dämpfer erhalten. Für die erste Verkaufswoche seines neuen Albums "TattleTales" werden ihm gerade mal 50.000 abgesetzte Einheiten prophezeit. An sich kein schlechtes Ergebnis, hätte 6ix9ine nicht zuvor ewig mit immensen Verkaufszahlen angegeben. Seine Rap-Kontrahenten freuen sich derweil ausgiebig über die Schlappe.


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