Nach 2Pac: The Notorious B.I.G. kommt auch in die Rock Hall of Fame

The Notorious B.I.G. wird posthum geehrt und dieses Jahr endlich auch in die Rock Hall of Fame aufgenommen. Seine Nominierung steht schon seit einigen Monaten fest, jetzt gibt es Gewissheit. Gemeinsam mit Whitney Houston, Depeche Mode und einigen anderen Künstlern bildet Biggie die HRock Hall of Fame-Class 2020.

The Notorious B.I.G. wird endlich auch in die Rock Hall of Fame aufgenommen

Ehre, wem Ehre gebührt: Neben 2Pac stellt Biggie wohl ohne Frage einen der einflussreichsten Rapper aller Zeiten dar. Beide Rapper lagen nicht nur im Clinch miteinander und haben zur gleichen Zeit musiziert, sie sind auch nicht mehr aus unserer Kultur wegzudenken. 2Pac wurde im Jahr 2017 die Ehre zuteil. Die Aufnahme von The Notorious B.I.G. erfolgt nun drei Jahre später.

Das sind die 6 neuen Rock Hall of Fame-Inductees:

Zum 35. Mal gibt die Rock Hall of Fame bekannt, welche Künstler*innen mit einer Aufnahme in die Hall of Fame geehrt werden. Neben dem legendären Journalisten Jon Landau sind das die folgenden sechs Acts.

  • The Notorious B.I.G.
  • The Doobie Brothers
  • Whitney Houston
  • Nine Inch Nails
  • Depeche Mode
  • T-Rex

Von den 16 nominierten Finalist*innen bleiben dementsprechend zehn übrig. Sie müssen sich mit der Chance auf eine spätere Aufnahme in die Hall of Fame begnügen. Zu den nicht aufgenommenen Künstler*innen zählen unter anderem Judas Priest, Kraftwerk, Motörhead, Soundgarden und Thin Lizzy.

Als 2Pac vor drei Jahren in die Rock Hall of Fame aufgenommen wurde, hat Snoop Dogg an seiner Stelle die Ehre akzeptiert. Die rührende Rede über den Rapper könnt ihr euch hier ansehen.

Wir sind gespannt, wer die Aufgabe für The Notorious B.I.G. übernimmt.

Wer sollte das deiner Meinung nach machen?

The Notorious B.I.G.: Die Geschichte einer Legende

Die meisten Erfolgsgeschichten scheinen etwas gemeinsam zu haben. Die Lage, in der sich der Protagonist befindet, beginnt meistens schon ziemlich schlecht. Aufgrund harter Schicksalsschläge wird es meist noch schlechter als schlecht und so geht es immer weiter, bis man irgendwann an dem Punkt ankommt, an dem alle Hoffnung verloren scheint.

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Graffiti gewinnt vor Gericht: Writer bekommen $6,7 Millionen

Graffiti gewinnt vor Gericht: Writer bekommen $6,7 Millionen

Von David Molke am 22.02.2020 - 15:22

Normalerweise läuft es bei Graffiti leider oft so, dass die Writer auch noch dafür bezahlen sollen. Dieses Mal fällt ein Urteil aber ausnahmsweise mal zu Gunsten der Maler aus: Weil in New York an der berühten 5Pointz-Hall of Fame ohne Vorwarnung alle Bilder einfach übermalt wurden, erhalten die 21 Writer jetzt insgesamt 6,75 Millionen US-Dollar. Das Jury-Urteil wurde jetzt noch einmal bestätigt.

21 Graffiti-Writer bekommen jeweils $150.000 Schadensersatz

Wegweisendes Urteil? Es sieht ganz danach aus, als würde Graffiti endlich so behandelt, wie es bei anderen Kunstformen auch der Fall ist – zumindest in den USA. Weil die Bilder der 21 betroffenen Writer einfach ohne Vorwarnung übermalt wurden, erhalten die Künstler jetzt pro Bild jeweils 150.000 US-Dollar Schadensersatz. Insgesamt muss der Eigentümer die höchstmögliche Summe von 6,7 Millionen Dollar zahlen, was umgerechnet 5,5 Millionen Euro entspricht (via: ilovegraffiti).

Diese Entscheidung wurde bereits im November 2018 von einer Jury so getroffen und jetzt offiziell bestätigt. Wolkoff, der Besitzer des Grundstücks, habe sich weder einsichtig noch Reue gezeigt. Die Bilder seien nicht nur ohne Vorwarnung übermalt worden, sondern das Ganze wurde wohl auch noch "schlampig" und "halbherzig" durchgezogen: Die Bilder schimmerten unter der weißen Farbe sogar noch durch. Die Kunst sei bewusst und "willentlich" zerstört worden.

Darum geht's: Die 5Pointz-Hall of Fame in New York galt zurecht als eine Art Hiphop- beziehungsweise Graffiti-Mekka. Unzählige berühmte Pieces waren dort zu bestaunen, an einigen Flächen haben sich auch immer wieder Neulinge ausgetobt und der Kurator MERES hat dort auch Battles und andere Events veranstaltet.

2014 wurde das Gebäude abgerissen und 2013 hatte der Eigentümer ohne Vorwarnung sämtliche Bilder einfach überstreichen lassen. Zum großen Ärger sämtlicher Writer, die von ihren legendären Bildern nicht einmal Abschied nehmen konnten. Dabei hatten der Eigentümer und die Writer eigentlich lange Zeit wohl sogar ein gutes Verhältnis zueinander.

Dass jetzt ein derartiges Urteil bestätigt und vollzogen wird, könnte Schule machen. Den Writern sei es laut ihrem Anwalt nie um das Geld gegangen. Vielmehr stehe bei diesem Urteil im Mittelpunkt, dass Graffiti erstmalig nach dem Visual Artists Rights Act (VARA) verhandelt wird und damit nun wohl feststehen dürfte, dass auch Graffiti einen derartigen Rechtsschutz genießt.

Besonders pikant wirkt in diesem Zusammenhang natürlich auch, dass die Graffiti-Writer sich vor Gericht gegen den Eigentümer durchsetzen könnten. Das könnte für Graffiti nicht nur positive Auswirkungen haben, weil sich so viele Besitzer vielleicht noch mehr zieren, ihre Wände für Graffiti freizugeben. Ob sich irgendwann eine ähnliche Rechtsprechung auch in Deutschland durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.

Wie findet ihr das Urteil beziehungsweise die Bestätigung?

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