Compton-Mashups: Kendrick Lamars Texte auf Klassiker-Beats von Dr. Dre

Eigentlich ist die Idee naheliegend: Einen der größten Produzenten der Rapgeschichte mit einem der größten Rapper zusammenbringen – gerade wenn beide aus Compton kommen. DJ Critical Hype hat sich dieser Aufgabe angenommen, die nicht leicht war und an der er sich über ein Jahr abgearbeitet hat, wie er Pigeons & Planes verrät:

"Kendrick hat so viele Flows, Stimmen, Styles und Dre-Beats sind wirklich unglaublich, also dachte ich, das muss dope werden. Ich war entschlossen, das hinzubekommen, aber ehrlich gesagt war das gar nicht leicht. Viele Geschwindigkeiten ließen sich nicht gut mischen. Es war jede Menge Arbeit, gute Mixes zu finden. Ich musste tief graben und A Cappellas zu 60 oder 70 Kendrick-Songs machen, um Material zu finden, mit dem ich glücklich war."

Es hat sich gelohnt. Auf "The Damn. Chronic" hören wir Kendrick auf Beats von Songs wie "My Name Is", "Forgot About Dre", "Guilty Conscience", "The Next Episode", "Xxplosive", "Straight Outta Compton" und auch einigen unbekannteren Produktionen von Andre Young. Hier und da merkt man schon, dass nicht alles perfekt sitzt, aber sowohl die Instrumentals als auch der Rap entfalten in der neuen Zusammenstellung eine ganz andere Wirkung als in den Originalen. Die passenden Artworks, in denen "The Chronic" und "DAMN." aufeinander treffen, hat Ian Klarer gezaubert.

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5-teilige 2Pac-Doku vom "The Defiant Ones"-Regisseur angekündigt

5-teilige 2Pac-Doku vom "The Defiant Ones"-Regisseur angekündigt

Von Michael Rubach am 22.05.2019 - 16:34

Die außergewöhnliche Karriere von 2Pac wird wohl bald gründlicher als jemals zuvor durchleuchtet. Der mehrfach ausgezeichnete Filmemacher Allen Hughes ("The Defiant Ones") nimmt eine fünfteilige Dokumentation über den 1996 verstorbenen Rapsuperstar in Angriff, wie das Branchenblatt Variety berichtet. Ihm steht dabei offenbar ein wahrer Schatz an 2Pac-Material zur Verfügung.

Deal mit den Nachlassverwaltern: Mehr 2Pac geht nicht

In der Ankündigung zur Dokureihe wird deutlich, dass Allen Hughes eine bisher einmalige Gelegenheit bekommt. Er kann sich am kompletten Nachlass der Hiphopikone - ohne jegliche Einschränkung - bedienen. Dazu heißt es bei Variety:

 "[...] das erste allumfassende Projekt über [Tupac] Shakur unter vollständiger Zuhilfenahme des Nachlasses."

Um zu verstehen, was dieser Zugriff bedeutet, muss man sich Folgendes vor Augen führen: Der Filmemacher kann auf sämtliche Aufnahmen von 2Pac zurückgreifen. Das umschließt sowohl veröffentlichte als auch unveröffentlichte Songs. Zudem stehen ihm Homevideos, Notizbücher, Zeichnungen, Gedichte und vieles mehr zur Verfügung. Näher lässt sich dem Menschen und Künstler 2Pac wohl posthum kaum kommen.

Hughes wird selbst die Regie übernehmen und als Excecutive Producer an der Seite von Lasse Järvi und Charles D. King agieren. Tom Pellegrini begleitet die Doku auf Produzentenebene. Interscope Films und MACRO stehen zudem als Produktionsfirmen fest.

Allen Hughes spezielle Verbindung zu 2Pac

Für so ein Doku-Projekt eignet sich Allen Hughes schon deswegen, weil er auf eine gemeinsame Geschichte mit 2Pac zurückblicken kann. In den frühen Neunzigern drehte er zusammen mit seinem Bruder Albert Hughes das Musikvideo zu Pacs Song "Brenda's Got A Baby". Das Brüderpaar hat ebenso den Klassiker "Menace II Society" verfilmt. Im Streit um eine Rolle in dem Drama gerieten Allen Hughes und 2Pac auch einmal aneinander. Die Prügelei brachte Pac für 15 Tage hinter Gittern.

Diese Geschichte nagte lange an Allen Hughes. In einem Interview mit JOE TV ging er letztes Jahr auf diese Zeit ein. Er habe seinen Frieden erst gefunden, als "The Defiant Ones" fertig gestellt war.

Die vierteilige Doku, die das Leben und Wirken von Dr. Dre und Jimmy Iovine thematisiert, greift auch den Tod und Einfluss von 2Pac auf. Warum "The Defiant Ones" mehr ist, als eine gewöhnliche Hiphop-Doku kannst du hier nachlesen.

Netflix - "The Defiant Ones" ist keine Standard-Hiphop-Doku

"The Defiant Ones" steht ab morgen auf Netflix für alle Abonnenten zum Streamen bereit. Wir hatten im Rahmen eines Presse-Screenings die Gelegenheit, uns den ersten Teil der Doku über Dr. Dre und Jimmy Iovine anzuschauen. Dabei ist vor allem eines deutlich geworden: Wir bekommen es hier nicht mit einer Standard-Hiphop-Doku zu tun.


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