Compton-Mashups: Kendrick Lamars Texte auf Klassiker-Beats von Dr. Dre

Eigentlich ist die Idee naheliegend: Einen der größten Produzenten der Rapgeschichte mit einem der größten Rapper zusammenbringen – gerade wenn beide aus Compton kommen. DJ Critical Hype hat sich dieser Aufgabe angenommen, die nicht leicht war und an der er sich über ein Jahr abgearbeitet hat, wie er Pigeons & Planes verrät:

"Kendrick hat so viele Flows, Stimmen, Styles und Dre-Beats sind wirklich unglaublich, also dachte ich, das muss dope werden. Ich war entschlossen, das hinzubekommen, aber ehrlich gesagt war das gar nicht leicht. Viele Geschwindigkeiten ließen sich nicht gut mischen. Es war jede Menge Arbeit, gute Mixes zu finden. Ich musste tief graben und A Cappellas zu 60 oder 70 Kendrick-Songs machen, um Material zu finden, mit dem ich glücklich war."

Es hat sich gelohnt. Auf "The Damn. Chronic" hören wir Kendrick auf Beats von Songs wie "My Name Is", "Forgot About Dre", "Guilty Conscience", "The Next Episode", "Xxplosive", "Straight Outta Compton" und auch einigen unbekannteren Produktionen von Andre Young. Hier und da merkt man schon, dass nicht alles perfekt sitzt, aber sowohl die Instrumentals als auch der Rap entfalten in der neuen Zusammenstellung eine ganz andere Wirkung als in den Originalen. Die passenden Artworks, in denen "The Chronic" und "DAMN." aufeinander treffen, hat Ian Klarer gezaubert.

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Death Row Records gehört jetzt einem Spielwarenhersteller

Death Row Records gehört jetzt einem Spielwarenhersteller

Von Clark Senger am 25.08.2019 - 12:38

Gangstarap trifft My Little Pony? 2Pac als Furby? Snoop Dogg als legendäre Kreatur in Magic? Seit neuestem sind das zumindest rein rechtlich mögliche Konstellationen, die auf uns zukommen könnten. Der Spielwaren- und Entertainment-Gigant Hasbro soll nämlich für rund 4 Milliarden US-Dollar das Unternehmen Entertainment One gekauft haben, zu dessen Portfolio mit rund 35.000 Filmen und 45.000 Musiktiteln auch die Werke des legendären Westcoast-Labels Death Row Records zählen.

Death Row Records wird Teil von Hasbro

Der Katalog von Death Row liegt schon seit einiger Zeit in fremden Händen. Nachdem sowohl das Unternehmen als auch der berüchtigte Labelchef Suge Knight 2006 Konkurs anmelden mussten, wurden die Rechte an Werken wie Dr. Dres "The Chronic", Snoop Doggs "Doggystyle" oder 2Pac "All Eyez On Me" und vielen mehr 2013 für etwa 280 Millionen US-Dollar an eOne verkauft.

Nun wandern einige Klassiker der Rapgeschichte weiter in die Hände der Besitzer von Marken wie Monopoly, My Little Pony, Transformers, Wizards of the Coast (Magic, Dungeons & Dragons), Furby, Power Rangers und vielen mehr. Hasbro-CEO Brian Goldner freut sich auf neue Markenkreationen, die von "familienorientiertem Storytelling" angetrieben werden sollen.

"The acquisition of eOne adds beloved story-led global family brands that deliver strong operating returns to Hasbro’s portfolio and provides a pipeline of new brand creation driven by family-oriented storytelling."

Auch wenn mit dieser Formulierung sicher nicht auf Musik aus dem Hause Death Row abzielt, ergeben sich durch den Deal auch realistischere Möglichkeiten für eine Nutzung der Rechte als etwa ein 2Pac-Furby. Die Musik könnte in der "Transformers"-Reihe auftauchen oder in einem "Power Rangers"-Film. Eine neue Monopoly-Version, die mit Pac, Dre, Snoop und Co zu tun hat, wäre ebenfalls vorstellbar. Die Fantasie lässt aber auch kuriosere Überschneidungen zwischen den etlichen Marken zu, die auch Beyblade, Play-Doh, Fortnite, Sesamstraße, Trivial Pursuit und Jenga einschließen.

Für Rapfans bleibt zu hoffen, dass der Deal nicht für peinliche Momente sorgt, die der Legacy der Death Row-Musik eher schaden als sie zu würdigen. Wie Mr. Potato Head im Spielzeug-Lowrider "Ambitionz Az A Ridah" rappt, will nun wirklich niemand sehen. Hoffentlich.


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