Künstler, Songs & Memes: Google verrät, was die Menschheit bewegt hat

Vieles, was wir nicht wissen oder über das wir noch mehr in Erfahrung bringen wollen, tippen wir in Suchmaschinen. Google hat nun sämtliche Daten des Jahres 2017 gesammelt und seine Jahrescharts veröffentlicht. In Deutschland war demnach die häufigste Suchanfrage "WM Auslosung"– ja, wir leben nicht zwingend in einem Land der Pop-Kultur. Weltweit sehen diese Charts ein bisschen interessanter aus und zeigen ganz gut, welche Künstler aus dem Hiphop-Universum den Globus so beschäftigt haben.

Die Top 10 der Musiker und Bands ist hier beispielsweise mit einigen Rap-Artists besetzt. Durch den Terroranschlag in Manchester und den Tod von Chester Bennington thronen Ariana Grande und Linkin Park wohl an der Spitze. Dahinter folgen mit Lady Gaga, Mariah Carey und Ed Sheeran drei Künstler aus der Popwelt. Daran schließt sich sehr viel Rap und Katy Perry an. Dass weltweit öfter nach Travis Scott gesucht wurde als nach Kendrick Lamar, ist wohl als Indiz für den anhaltenden Hype um "La Flame" zu werten. Dass Lil Pump und Cardi B es in diesen Rückblick schaffen, hat wohl nicht unwesentlich mit ihren Hitsingles "Bodak Yellow" und "Gucci Gang" zu tun.

Musiker und Bands

1) Ariana Grande
2) Linkin Park
3) Lady Gaga
4) Mariah Carey
5) Ed Sheeran
6) Travis Scott
7) Kendrick Lamar
8) Lil Pump
9) Katy Perry
10) Cardi B

In die Liste der meist gesuchten Songs schafften sie es allerdings nicht. Hier dominiert Ed Sheeran, der zwar nicht ganz oben steht, aber beide Plätze hinter "Despacito" einnimmt. Neben Nummern von Taylor Swift, Bruno Mars und The Chainsmokers sortieren sich drei Rap-Tracks ein. "Humble" von Kendrick Lamar, "Bad and Boujee" der Migos und "Rockstar" von Post Malone mit 21 Savage repräsentieren die Hiphop-Kultur. Der Song "Havana", der sich nach dem Treppchen einreiht, hält zumindest einen Part von Young Thug parat.

Songs

1) Despacito – Louis Fonsi ft. Daddy Yankee
2) Shape of You – Ed Sheeran
3) Perfect – Ed Sheeran
4) Havana – Camilla Cabello ft. Young Thug
5) Look What You Made Me Do – Taylor Swift
6) HUMBLE. – Kendrick Lamar
7) Versace on the Floor – Bruno Mars
8) Closer – The Chainsmokers ft. Halsey
9) Bad and Boujee – Migos ft. Lil Uzi Vert
10) Rockstar – Post Malone ft. 21 Savage

Das beliebteste Meme hat übrigens auch im weitesten Sinne mit Hiphop zu tun. Es geht nämlich auf Danielle Bregolie zurück, die als "Cash me Outside"-Girl Berühmtheit und letztlich sogar einen Plattendeal erlangte. Als Bhad Bhabie steht sie zurzeit bei Atlantic Records unter Vertrag.

Memes

1) Cash Me Outside Meme
2) United Airlines Meme
3) Elf on the Shelf Meme
4) What in Tarnation Meme
5) Spongebob Mocking Meme
6) Romper Meme
7) IT Meme
8) Joe Biden Meme
9) Game of Thrones Meme
10) Hot Dog Meme

Catch Me Outside How Bout That - (Cash Me Outside How Bow Dah) - Full Version

This 13 year-old loses her mind and starts talking like a thug, is this girl crazy? Let me know what your thoughts and opinions are in the comment section! If you enjoyed this video please subscribe for more Daily Pranks and Comedy Videos! Thanks everyone.

Wer sich noch mehr für Listen interessiert, der kann auf dieser Google-Seite in vielen anderen Kategorien nach den Top-Suchbegriffen Ausschau halten und das Ganze auch nach Ländern filtern.

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google zeigt nur wie behindert die menschen doch sind

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Barack Obama kritisiert Hiphops Hang zum Materialismus

Barack Obama kritisiert Hiphops Hang zum Materialismus

Von Till Hesterbrink am 17.11.2020 - 12:34

Barack Obama gab vor Kurzem dem Magazin The Atlantic ein Interview anlässlich seines anstehenden Buches. In dem Gespräch mit Journalist Jeffrey Goldberg erklärte der ehemalige US-Präsident, dass seiner Auffassung nach Hiphop mitverantwortlich für den Aufstieg Donald Trumps gewesen sei. Grund dafür wäre der häufig mitschwingende Materialismus.

Barack Obama: "Wenn du Rap hörst, geht es nur um Bling, um Frauen, um Geld"

Goldberg fragt Obama im Laufe des Interviews, was dieser glaube, warum Donald Trump so erfolgreich werden konnte. Obama vergleicht Trump daraufhin mit Richie Rich, dem Millionärserben des gleichnamigen Films aus dem Jahre 1994, der seit Wort nie hielt und keinerlei Interesse daran zeigte, Verantwortung zu übernehmen. Obama meint, es hätte eine Entwicklung des klassischen Bildes des Mannes, von jemandem, der die schwachen beschützt, zu jemandem, der einfach zeigt was er hat und kann gegeben. Diese Entwicklung würde er dem Fernsehen zuschreiben.

"Dann siehst du Lifestyles Of The Rich And Famous, was dir vermittelt, entweder du hast es oder du bist ein Loser. Und Donald Trump verkörpert diese kulturelle Bewegung, die nun tief in der amerikanischen Kultur verankert ist."

("Then you start seeing Lifestyles of the Rich and Famous, that sense that either you’ve got it or you’re a loser. And Donald Trump epitomizes that cultural movement that is deeply ingrained now in American culture.")

Aber nicht nur beim Fernsehen sieht Obama eine Teilschuld für den Aufstieg Trumps. Auch Hiphop und Rapmusik sollen seiner Meinung nach einen großen Teil dazu beigetragen haben. Er sei nicht über den Anstieg von Populismus überrascht gewesen, fände es jedoch interessant, wer geholfen habe, diesen zu verbreiten.

Unter anderem Lil Pump, 50 Cent, Ice Cube und Lil Wayne hatten für die vergangene Kampagne Trumps ihre Hilfe oder Unterstützung angeboten. Obama müsse sich nach eigenen Angaben häufig selbst daran erinnern, wofür Hiphop in den meisten Fällen stehen würde. Der Hang zum Materialismus und das protzende Auftreten vieler Rapper hätten einen klaren Einfluss auf die Gesellschaft. Hiphop würde häufig die gleichen Werte wie Donald Trump vertreten.

"Leute schreiben darüber, dass Trump [in der Präsidentschaftswahl 2020] mehr Unterstützung von Schwarzen Männern gewinnen konnte und über den ein oder anderen Rapper, der ihn unterstützte. Ich muss mich selbst daran erinnern, dass wenn du Rap hörst, geht es nur um Bling, um Frauen, um Geld. Viele Rap-Videos propagieren dieselben Werte wie Donald Trump darüber, was es heißt, berühmt zu sein. Alles ist aus Gold. Das festigt sich und sickert in die Kultur durch."

("People are writing about the fact that Trump increased his support among Black men [in the 2020 presidential election], and the occasional rapper who supported Trump. I have to remind myself that if you listen to rap music, it’s all about the bling, the women, the money. A lot of rap videos are using the same measures of what it means to be successful as Donald Trump is. Everything is gold-plated. That insinuates itself and seeps into the culture.")

Barack Obama & Hiphop

Eigentlich hat der ehemalige US-Präsident eine große Liebe für Hiphop und machte diese auch immer wieder öffentlich bekannt. So erklärte er erst letztes Jahr unter anderem "The London" von Young Thug, J. Cole und Travis Scott sowie "Suge" von DaBaby zu seinen Lieblingssongs 2019.

Zu seinem neuen Buch "The Promised Land" veröffentlichte Obama eine zugehörige Playlist. Auch in dieser sind Hiphop-Stars wie Jay-Z, Eminem oder Beyoncé zu finden.

Es scheint also eher so, als würde sich Obamas Kritik an Hiphop vor allem an die neue Generation an Rappern richten. Dieser wird schließlich häufig vorgeworfen, den ursprünglichen Zweck der "Message" von Hiphop nicht mehr zu erfüllen.


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