Kaisa über Deso Dogg: "Es gibt keine Rechtfertigung dafür"

In einem neuen Interview mit TV Strassensound äußert sich Kaisa ausführlich über seinen ehemaligen Labelkollegen Deso Dogg, der aufgrund seines radikalen Lebenswandels immer wieder in den Schlagzeilen steht.

Kaisa sagt, dass er Deso Dogg lange nicht gesehen habe und auch als dieser noch in Deutschland lebte, sei wenig Kontakt da gewesen.

"Ich find's schade, dass es so weit gekommen ist. (...) Da passieren so extreme Dinge, dass man gar nicht mehr sieht, wo es eigentlich angefangen hat."

Kaisas Meinung nach müsse man sehen, wo die Wurzeln für Deso Doggs Handlungen liegen: "Und da sind wir vielleicht fast schon wieder beim 11. September."

Deso Dogg habe ein hartes Leben und unter anderem auch einen Gefängnisaufenthalt hinter sich, so Kaisa. Das dürfe keine Rechtfertigung sein, trotzdem vergesse man oft, dass der Auslöser für Radikalismus ganz woanders liege. 

Das ganze Interview kannst du dir hier reinziehen, die besagte Stelle findest du ab ca. Minute 50:40:

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Prozess gegen Deso Doggs Witwe gestartet

Prozess gegen Deso Doggs Witwe gestartet

Von Michael Rubach am 04.05.2020 - 16:02

Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg ist heute ein Prozess gegen die Witwe von Denis Cuspert alias Deso Dogg angelaufen. Unter dem Namen Abu Talha al-Almani trat der frühere Berliner Rapper immer wieder in Propaganda-Videos als Kämpfer für den Islamischen Staat in Erscheinung. Seiner Ehefrau wird nun unter anderem die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen.

Deso Doggs Witwe bestreitet IS-Mitgliedschaft

Die 35-jährige Angeklagte soll 2015 ihrem damaligen Mann nach Syrien gefolgt sein. Ihre drei kleinen Kinder habe sie ebenfalls in das umkämpfte Land gebracht. Vor Ort habe sie sich dann der Terrororganisation Islamischer Staat angeschlossen. Ihre Kinder seien nach IS-Ideologie erzogen worden. Nach dem Tod ihres ersten Ehemannes habe sie dort schließlich Denis Cuspert geheiratet, der Medienberichten zufolge 2018 bei einem Luftangriff ums Leben gekommen ist.

Der Aufenthalt in Syrien habe laut Anklage die "körperliche und psychische Entwicklung" der Kinder gefährdet. Auch wird der Beschuldigten zur Last gelegt, eine Kalaschnikow besessen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sieht hier eine "Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht" sowie einen "Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz."

Ferner prüft das Gericht, ob die Angeklagte versucht hat, per E-Mail weitere Frauen für den IS anzuwerben. Damit nicht genug: Die beschuldigte Deutsch-Tunesierin soll eine 13-jährige Jesidin zeitweise als Sklavin in ihrem Haushalt gehalten haben. Der Anwalt der Angeklagten bestreitet dieses Verbrechen. Er betont, dass das betreffende Mädchen "ein Gast wieder jeder andere" gewesen sei. So berichtet es der NDR.

Der Anwalt lässt darüber hinaus verlauten, dass sich seine Mandantin lediglich um die Kinder gekümmert habe und dies die Pflicht einer Mutter sei. Dadurch werde sie nicht automatisch zu einer Terroristin.

Im September 2019 wurde die Frau verhaftet. Vorher lebte sie laut NDR drei Jahre "unauffällig" in einem Hamburger Stadtteil. 2016 hatte sie Syrien wieder den Rücken gekehrt.


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