Jede Menge Disses? Farid Bangs "100 Bars" sollten erst ganz anders klingen

Farid Bang hat mit seinen 100 Bars für einige Schlagzeilen gesorgt. Vor allem die Tatsache, dass relativ wenige Namen im negativen Sinne fallen, sorgte für Aufmerksamkeit. Noch nicht mal Fler fand in dem Track so wirklich Erwähnung. Dass er das aber ursprünglich anders geplant hatte, verriet Farid im neuen Interview mit Toxik.

"Die 100 Bars, da habe ich die erste Version vor einem Jahr gemacht. Die war dann voll mit Disses gepackt und da wollten wir alle Leute dissen". Nach und nach habe sich der Song jedoch in eine andere Richtung entwickelt, sodass Farid ihn "acht, neun Mal neu aufgenommen" habe. Wer in der ursprünglichen Version der Tracks erwähnt wurde, können wir nur erahnen.

Vermutlich habe er im Endeffekt aber 300 Bars für den Track geschrieben, so Farid. Die Tatsache, dass er die meisten Beleidigungen entfernt habe, unterstreiche, dass das Album einen sehr persönlichen Charakter habe. Dieser sei aber eben nicht "pseudo-persönlich", sondern habe sich über das Jahr entwickelt. 

Die finale Version der 100 Bars gibt es hier nochmal zu hören

Außerdem findest du die Stelle im Interview ab Minute 14:20.

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Morten, Plusmacher, Sinan-G, Booz & mehr im Deutschrap-Update

Morten, Plusmacher, Sinan-G, Booz & mehr im Deutschrap-Update

Von HHRedaktion am 07.02.2020 - 13:58

Wie jeden Freitag findet ihr auch heute wieder eine bunte Palette an Neuzugängen, die heute in der deutschsprachigen Rapwelt gelandet sind. Mit dabei sind unter anderem der Plusmacher, Morten (3x), Money Boy, Farid Bang mit Kollegah und Fler, Greeny mit OG Keemo, Sero El Mero und viele mehr:

Allen voran steht natürlich das Trio im Fokus, das vor ein paar Jahren noch undenkbar war: Farid Bang versammelt erstmals Kollegah und Fler auf einem Song. Der Beat von Kyree und Deats lässt allen drei Rappern Platz, ihre eigene Note in den Song zu bringen und geht ordentlich nach vorne.

Die gleiche Marschrichtung – allerdings in einem ganz anderen Sound-Gewand – gibt es heute beim Hamburger Booz mit "Drip Check". Material, zu dem man bestens durch den Moshpit bouncen kann. Unser Tipp des Tages. Zeitgemäßen Abriss machen außerdem Greeny und OG Keemo mit ihrer neuen Nummer "Schwör ma" möglich.

Bei Sinan-G und dem jungen Künstler Milano gibt es währenddessen eine Mischung aus Rap und Pop, aus Deutsch und Französisch, die mit modernem Westcoast-Vibe von Rocks inszeniert wird. In eine ähnliche Kerbe schlägt der neue Plusmacher-Song "Wo sind meine Fische", der auf französische und poppige Einflüsse verzichtet, aber dafür umso mehr die Nackenmuskulatur stimuliert.

Der Wochenbeste ist Morten, aus dessen neuem Tape "Escape The City (Level 1)" wir gleich drei Songs in unserer Playlist platziert haben. Bei "Frio" hat er den Kölner Lugatti an Bord, mit "Violett" liefert er solo tanzbar-verträumten Sound und in "Hartz V" mit Opti Mane trifft 90er Dirty South auf Berlin 2020.

Apropos 90er: Bei Benyo51 von der Schälsick gibt es heute Boombap auf EP-Länge mit jeder Menge kölschem Humor. Für authentischen Rap von der Straße sorgen aber auch Bangs von der Army Of Brothers mit Ulysse ("Das Selbe"), Jaill ("24 Tanquerays") oder Erabi und Jam ("Unter Druck").

Soweit der wöchentliche Sneak Peek in unser Playlist-Update. Neben den genannten gibt es noch einige andere Songs zu entdecken, also pickt hier euren Streaming-Anbieter und checkt die gesamt "Groove Attack" ab!


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