Das Jahr 2014 ist offiziell beendet: Mit den Verkündungen der Hiphop.de Awards sind die Preise für die vergangenen zwölf Monate vergeben.

In unserem alljährlichen Voting hattest du die Möglichkeit, Teil der Awards zu werden. Zur einen Hälfte entschieden die Leser von Hiphop.de, für die andere Hälfte gab die Jury, bestehend aus den Redaktionen von der Backspin, Rap.de, Juice und Hiphop.de, ihren Senf dazu.

In insgesamt dreizehn Kategorien wurden jeweils zehn Nominierungen gestellt. Bis auf Upcoming Artist (nicht zu verwechseln mit Bester Newcomer!), Beste Punchline und Wort des Jahres, wurden alle Kategorien in National und International unterteilt. Nachdem in unseren Jahresrückblicken über alle Nominierungen fachmännisch geplaudert wurde, stellten Toxik und Rooz in den letzten Tag jeden Tag die Gewinner einer Rubrik vor.

Damit du eine schriftliche Übersicht hast, haben wir alle Gewinner der Hiphop.de Awards 2014 für dich aufgelistet. Vielen Dank an alle, die abgestimmt haben, die Kollegen in der Jury und unsere Partner DefShop, Zec+ und Pusher!

Los geht's mit Bestes Release National und International:

Bestes Release National

1. Haftbefehl – Russisch Roulette

2. Kool Savas – Märtyrer

3. Kollegah – King

Bestes Release International

1. ScHoolboy Q – Oxymoron

2. Rick Ross – Mastermind

3. YG – My Krazy Life


Bester Newcomer National

1. Karate Andi

2. Kalim

3. eRRdeKa

Bester Newcomer International

1. YG

2. Isaiah Rashad

3. Vince Staples

Upcoming Artist (Aus unserer Upcoming Section)

1. Mason Family

2. Big Trip & Jean Cyrille

3. Neunfünf


Bestes Label National

1. Banger Musik

2. Selfmade Records

3. Alles Oder Nix Records

Bestes Label International

1. Def Jam

2. Young Money Cash Money Billionaires

3. Top Dawg Entertainment


Bester Song National

1. Marteria – Kids (2 Finger an den Kopf)

2. Haftbefehl ft. Marteria – Ich Rolle Mit Meim Besten

3. Kool Savas – Matrix

Bester Song International

1. Drake – 0 To 100/The Catch Up

2. Wiz Khalifa – We Dem Boyz

3. YG ft. Jeezy & Rich Homie Quan – My Nigga


Bestes Video National

1. Haftbefehl - Ihr H*rensöhne/Saudi Arabi Money Rich

2. Marteria - Welt der Wunder

3. Kollegah - Alpha

Bestes Video International

1. Nicki Minaj – Anaconda

2. Action Bronson – Easy Rider

3. Kendrick Lamar – I


Beste Gruppe National

1. Trailerpark

2. Celo & Abdi

3. 257ers

Beste Gruppe International

1. G-Unit

2. Run The Jewels

3. Slaughterhouse


Bester Live-Act National

1. Marteria

2. K.I.Z.

3. Kool Savas

Bester Live-Act International

1. OutKast

2. Kanye West

3. Macklemore & Ryan Lewis


Bester Produzent National

1. Bazzazian (ehem. Benny Blanco)

2. Abaz

3. Joshimixu

Bester Produzent International

1. DJ Mustard

2. DJ Premier

3. Kanye West


Lebenswerk National

1. OZ (Graffiti Artist)

2. Moses Pelham

3. Azad

Lebenswerk International

1. Dr. Dre

2. Afrika Bambaataa

3. DJ Kool Herc


Beste Punchline

1. Kool Savas: "Ich bin nicht nur der King dieser Mucke – ich bin diese Mucke!"

2. SSIO: "Ich brauch' Para, damit F*ckf*tzen blasen, ich muss Fixkosten tragen, die kann Rick Ross nicht zahlen."

3. Ali As: "Hater schauen und bauen sich einen Fake-Account, doch wissen, dass mein Album hitlastig ist/Hitlers Dick isst wie Eva Braun."

Wort des Jahres

1. Läuft

2. Hayvan

3. #VollSüßAber


Bester Rap-Solo-Act National

1. Haftbefehl

2. Kool Savas

3. Kollegah

Bester Rap-Solo-Act International

1. ScHoolboy Q

2. Drake

3. Eminem


Das Fazit

Absoluter Gewinner der Hiphop.de Awards 2014: Haftbefehl. Der Offenbacher räumt in gleich drei Kategorien ab, belegt zusätzlich Platz 2 mit Marteria in der Kategorie Bester Song. Mit Bestes Release National und Bester Rap-Solo-Act National holt sich Haftbefehl in zwei besonders wichtigen Kategorien die Goldmedaille und scheint mit Russisch Roulette alles richtig gemacht zu haben - moderner Straßenrap Marke Azzlack. Als Bonbon gibt es die Auszeichnung als Bester Produzent National für Bazzazian, ehemals Benny Blanco, der einen Großteil von Russisch Roulette produziert hat.

Auch Marteria räumt ordentlich ab, taucht mehrfach in den Top 3 auf und belegt zweimal den ersten Platz: Bester Song National (Kids) und Bestes Video National (Welt der Wunder). Auch Kool Savas kann mit vier Top 3-Platzierungen durchaus zufrieden sein, oben drauf gibt es einen Sieg, den so wohl die Wenigsten erwartet hätten: Für seine simple, jedoch äußerst einprägsame Aussage "Ich bin nicht nur der King dieser Mucke - ich bin diese Mucke!" gibt es den Hiphop.de Award für die Beste Punchline 2014.

Überraschend schwach schnitt derweil Kollegah ab. Mit King brach er alle Verkaufsrekorde, bei den diesjährigen Hiphop.de Awards reicht es jedoch zu keiner Erstplatzierung. In seiner Königsdisziplin Beste Punchline verpasst Kolle sogar die Top 3. 2013 belegte er noch Rang 1 und 3. Auch die überaus erfolgreichen Jungs von Banger Musik konnten individuell keine starken Platzierungen einheimsen, der erste Platz für Bestes Label National geht trozdem an das Team von Farid Bang und Co.

Die internationale Variante stand wieder voll im Zeichen des US-Raps. Hier sticht ScHoolboy Q mit den Siegen in Bestes Release International für Oxymoron sowie Bester Rap-Solo-Act International in den wohl zwei bedeutensten Kategorien hervor. Damit wurden diese beiden Kategorien sowohl national als auch international jeweils von ein und demselben Künstler bestimmt.

Ein weiterer Gewinner ist Drake, der nicht nur den Hiphop.de Award 2014 für Bester Song International bekommt, sondern auch den zweiten Platz in der Kategorie Bester Rap-Solo-Act International belegt. Mit DJ Mustard als Bester Produzent International wird auch in unseren Awards deutlich, wer den Sound beattechnisch mindestens im vergangenen Jahr geprägt hat.

Nun steht uns ein neues Jahr voller Releases, Festivals, Touren, Kollabos und Überraschungen bevor. Man darf gespannt sein, wer sich in den Hiphop.de Awards 2015 wiederfindet!

Ach ja: Die Preise von Pusher Apparel, Coloud und Zec+, die wir unter allen, die abgestimmt haben, verlost haben, sind unterwegs. Herzlichen Glückwunsch auch an euch!

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"Scheißegal": AK AusserKontrolle sagt im Bushido-Prozess aus

"Scheißegal": AK AusserKontrolle sagt im Bushido-Prozess aus

Von Paul Kruppa am 26.10.2021 - 11:50

Nach einer etwas längeren Pause geht der Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder, in dem Bushido als Nebenkläger auftritt, nun weiter. Dabei wurde AK AusserKontrolle in den Zeugenstand geladen, der für knapp anderthalb Jahre bei EGJ unter Vertrag stand. Vor Gericht zeigt er sich enttäuscht von Bushido, der während der gemeinsamen Zeit oft egoistisch gehandelt habe. Ihn und Arafat habe er allerdings als Freunde wahrgenommen.

AK AusserKontrolle mit Aussage vor Gericht

Watson, die den gesamten Prozess vor Ort begleiten, berichten, dass sich Richter Mrosk erst einmal überrascht zeigte, dass AK in den Zeugenstand tritt. Immerhin waren zuvor Zeugen häufig unentschuldigt ferngeblieben.

AK AusserKontrolle (jetzt auf Apple Music streamen) erzählt im Zeugenstand von seinem Werdegang bei dem Berliner Label. Seinen Vertrag habe er demnach nur mit Arafat ausgehandelt, an den er über seinen Bruder herangetreten war. Bushido sei lediglich zur Unterzeichnung dazugestoßen. Der Vertrag, den er als fair bezeichnet, habe ihm 30 Prozent der Einnahmen zugesichert, während sich Arafat und Bushido die restlichen 70 Prozent gleichermaßen aufgeteilt hätten. Dies wäre ein deutlich besserer Deal gewesen als sein vorheriger bei Universal Music.

Die Freude hätte allerdings nicht lange angehalten. Obwohl er konsequent gearbeitet habe und viele Songs aufnahm, sei nie etwas davon veröffentlicht worden. Das Ausbleiben von Musik-Releases und damit auch finanziellen Einnahmen sei irgendwann so schlimm geworden, dass sich bei ihm Steuerschulden in Höhe von 10.000 € angesammelt hätten. Bushido habe ihn nur hingehalten, als er ihn um Unterstützung bat. Arafat soll ihm das Geld dann vorgestreckt haben. Generell sei Bushido oft egoistisch gewesen und habe nur an seine eigene Karriere gedacht.

"Dieser Typ hat nur an sich gedacht. Ihm war das scheißegal. Deswegen ist er mir auch scheißegal."

Bushido: Angst vor Kollegah & Farid Bang?

Der Grund, warum keine Songs veröffentlicht wurden und auch der geplante Label-Sampler nie erschien, sei Bushidos Angst vor Kollegah und Farid Bang gewesen, vermutet AK. Zu dieser Zeit war der Streit zwischen EGJ und der JBG-Crew an seinem Höhepunkt angelangt. Kollegah und Farid sollen allerdings im Besitz eines Videos von Bushidos Ehefrau Anna-Maria sein, dessen Veröffentlichung Bushido verhindern wollte.

Nach "JBG 3", auf dem ordentlich gegen das Berliner Label ausgeteilt wurde, hätten alle antworten wollen, bis auf Bushido. Bei der kurzdarauffolgenden Trennung zwischen Bushido und Arafat habe er sich auf die Seite von Arafat gestellt, doch auch diese Zusammenarbeit habe keine Früchte getragen. Es habe allerdings keinen Streit gegeben, Arafat sei lediglich des Musikgeschäftes überdrüssig geworden.

"Alle wollten, dass geantwortet wird, aber Bushido wollte nicht."

Arafat, der von Bushido unter anderem wegen räuberischer Erpressung und schwerer Körperverletzung angeklagt wird, habe mit ebendiesem eigentlich ein freundschaftliches Verhältnis gepflegt. Zu der vermeintlichen Tat, dem Flaschenwurf auf Bushido, könne AK AusserKontrolle nichts sagen.

"Hat mir wehgetan": Ali Bumaye über Bruch mit Shindy

Von Till Hesterbrink am 19.10.2021 - 12:41 In einer äußerst ausführlichen Instagram-Story fasst Laas seine Zeit bei EGJ zusammen. Eine Zeit, die laut eigener Aussagen vor allem von Angst geprägt gewesen sei. Die Angst, das neue Camp zu enttäuschen. Auch an seine beiden ehemaligen Beef-Kontrahenten Kollegah und Farid Bang richtet er Grüße aus.


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