Welche Rapstars & Brands das P-Emoji pushen

 

Was haben Kim Kardashian, Ufo361, OG Keemo gemeinsam? Sie benutzten plötzlich das bislang weitestgehend ignorierte P-Emoji auf ihren Social-Media-Plattformen. Nein, damit zeigen sie nicht an, dass sie zu einer geheimen Loge gehören. Sie sind einfach nur bei einem Movement dabei, das US-Rapper Gunna losgetreten hat.

Gunna erklärt "pushin P" an Beispielen

Ganz von vorn: Gunna hat in der Promophase für sein neues Album "DS4EVER" irgendwann angefangen, permanent auf das P-Emoji zu setzen. Dazu befindet sich mit "pushin P" ein passender Track auf dem Album, das kürzlich auf Platz #1 der Billboard Charts gelandet ist. Was mit "pushin P" gemeint ist, zeigte Gunna schon vor dem Release an einer Reihe von Beispielen. Es geht weit über die Gleichsetzung mit einem "Player" hinaus: Das eigene Leben riskieren, um die Familie zu ernähren? "P"! Loyalität? "P"! Sich ohne Ahnung in einen Beef einmischen? "Not P"!

Grob lässt sich sagen: Tut man für sich oder für seine Umwelt positive Dinge, ist das "P". Legt man ein Verhalten an den Tag, das einen faden Beigeschmack mit sich bringt, ist das "not P".

"pushin P": Drake, Future, Ufo361 sind voll dabei

Es nicht allzu verwunderlich, dass das Umfeld von Gunna auf den "P"-Zug aufgesprungen ist. Lil Baby, Young Thug, Future und viele mehr, die es mit Young Stoner Life Records halten, nutzen das Emoji. Das wurde besonders offensichtlich, als Young Thug und Gunna neulich die Reise in einem Privatjet verweigert wurde. Thugger unterstellte dem Piloten daraufhin rassistische Motive und erklärte, dass er dessen Verhalten "not P" finde. Future bewertete den Move des Piloten auf Twitter, der offenbar auf den Namen Alex hört, ebenfalls als überhaupt nicht "P". Schließlich noch Drake: Er bot via Instagram an, mit seinem Privatjet auszuhelfen – natürlich samt Verwendung des P-Emojis.

Als OG Keemo den Chart-Erfolg seines neuen Albums "Mann beisst Hund" in der Insta-Story feiert, verpasst er dem Post ein zusätzliches "P". Ufo361 verbindet einen Hinweis auf seinen Parisaufenthalt mit dem Emoji-Trend. Und auch Kim Kardashian vermittelt ihren mehr als 280 Millionen Instagram-Followern, dass sie die Beach-Party nur mit P-Emoji angeht.

Neben einer unübersichtlichen Anzahl bekannter Persönlichkeiten schließen sich auch Unternehmen dem Movement an. Die Pancakes bei der amerikanischen Restaurantkette IHOP sind offenbar total "P". Auch die Deo-Marke AXE pusht ordentlich in den Instagram-Kommentaren von Gunnas Label. Außerdem ist beispielsweise Tidal an Bord.

Es werden wohl nicht die letzten Aktivitäten dieser Art bleiben, die mit "P" zusammenfallen. Die Single zum Social-Media-Phänomen stieg gerade erst auf Platz #7 der US-Charts ein.

Rapper üben Kritik an Gunnas "P"

Das "P" ist zum globalen Trend angewachsen. Nun schalten sich einige US-Rapper ein und behaupten, den wahren Ursprung zu kennen. So erzählt Sauce Walka in einem Interview mit IndustreetsTV, dass der Slang aus dem Süden der USA komme. Er macht zudem schon Anfang Januar deutlich, dass hier "wieder Drip gestohlen" geworden sei. Menschen in Memphis oder Houston würden das "P" völlig anders verkörpern. Das Ganze gleiche einer Aura. "P ist größer als einfach nur ein Pimp zu sein." Darüber hinaus führt Sauce Walka aus:

"Der Lebensstil und das Ambiente und die Kultur und dieser Zusammenhalt hinter Pimpin‘ und dem Buchstaben P bilden eine ganz andere Atmosphäre."

Ein anderer Künstler und dessen Crew sollen das "P" zudem viel früher ins Rap-Game gebracht haben. Bei dem betreffenden Rapper aus St. Louis sei die Sache schon seit 2018 im Umlauf. Es wird nach Credits und Respekt verlangt. Solche Stimmen dürfte Gunna weniger "P" finden.

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