Dann war es endlich soweit: Die Kannibalen in Zivil gaben sich die Ehre. Zuvor hatten schon tausende Menschen während des Auftritts von M.I.A. die Jungs mit Sprechchören gefordert und sich schon mal "warm gepogt".  Dass dieser splash!-Auftritt für die Klosterschüler im Zöllibat alles andere als ein weiterer Gig war, zeigten sie direkt in der Ouvertüre des selbigen. So inszenierten sie sich auf turmhohen Podesten neben, beziehungsweise vor der Bühne, als gottgleiche Geschöpfe, die von den untenstehenden Menschen angewidert zu sein schienen. Den passenden Track hatten sie scheinbar extra für diesen Moment unter Verschluss gehalten. Gewohnt kompromisslos wurde hier der dritte Weltkrieg gefordert, Maxim zum weißen Jesus erklärt und die in Schubladen denkenden Journalisten durch den Kakao gezogen. Anschließend erschien DJ Craft auf der Bühne, der sich ein riesiges leuchtendes Auge an den Kopf geschnallt hatte, während die Leinwand im Hintergrund eine Pyramide zeigt. So inszenierte sich der DJ als Symbol der Illuminaten. Was für ein bombastischer Auftakt.

Was nach diesem folgte, war Abriss vom Allerfeinsten. Im Publikum brachen währenddessen kriegsähnliche Zustände aus, da hier von der ersten bis zur letzten Minute exzessiv gepogt wurde. Immer wieder schwappten tausende Menschen wie Wellen ineinander während K.I.Z. sämtliche Klassiker ihrer umfangreichen Diskographie zum Besten gaben und sich auch einen kleinen Seitenhieb in Richtung ihres Entdeckers Marcus Staiger nicht verkneifen konnten. Auch Rauchbomben und bengalische Fackeln trugen zu einer einzigartigen Atmosphäre bei. Dass sowohl Pogen als auch das Abrennen von Feuerwerkskörpern eigentlich per AGB des Veranstalters untersagt waren, juckte eigentlich niemanden so richtig.

Das Highlight der Show, hatten sich die Jungs für den Schluss aufgespart. So nutzen sie den splash!-Auftritt um gemeinsam mit ihren Fans das zehnjährige Jubiläum des Songs Hurensohn zu feiern. Extra dafür holte sich die Band einen Gospelchor auf die Bühne, welcher im Stile eines Lobgesanges die zum Tode führende Penetration der Mutter des fiktiven Gegenübers besang. Auch Tarek zeigt hier nochmal, dass er nicht nur ein großartiger Rapper sondern auch ein begnadeter Sänger ist.

Dieser splash!-Moment bezeichnete das Ende des zweiten Tages und wir sind gespannt, welche Überraschungen uns der morgige Tag bereit hält.

 

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Movin x SSIO - Shishabar Hit (Franky Dee & Majid)

Movin x SSIO - Shishabar Hit (Franky Dee & Majid)

Von HHRedaktion am 10.12.2019 - 18:27

Folge 1 unseres neuen Formats "Movin", in dem talentierte Tänzer zu den aktuellen Hits der Deutschrap-Szene freestylen, ist jetzt online! Auf SSIOs "Shishbar Hit" geben sich Franky Dee und Majid die Ehre – beide sind prominente Vertreter der deutschen Dance-Welt und zeigen im Clip, dass sie das nicht ohne Grund sind.

Tänzer

Producer

Videograph


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