"thank u, next": Wie Ariana Grande Mac Miller gedenkt

Vom Sommer 2016 bis Mai 2018 waren Mac Miller und Superstar Ariana Grande ein Paar. Mac Millers Drogentod im September letzten Jahres hat die Sängerin genauso erschüttert, wie den Rest der Rapwelt. Eine Verarbeitung der gemeinsamen Zeit ist auf Ariana Grandes aktuellem Album "thank u, next" zu hören.

"Imagine"-Verse 1: Asiatisches Essen & Träume

Bereits der Einsteig in "thank u, next" lässt die Zeit mit Mac Miller in mehreren Lines aufleben. Auf "Imagine" bezieht sich Ariana Grande auf die kulinarische Vergangenheit mit Mac Miller. Dieser hat das Wort "Imagine" auch als Tattoo auf dem Arm getragen. Sie singt:

"Staying up all night, order me pad thai / Then we gon' sleep 'til noon"

Damit spielt auf Mac Millers Track "Cinderella" und das dort formulierte Kochangebot von Mac an. Sobald seine Freundin Hunger verspüre, bereite er etwas Chinesisches nach der "Stir Fry"-Methode zu. Mac rappt auf dem Track:

"And when you hungry, I can chef you up a stir fry / Get you some dessert wine, elevate yah third eye"

Das von Ariana Grande besungene "Pad Thai" umfasst frittierte Nudeln und somit etwas, das ihr ebenfalls Mac Miller serviert hätte. Auch Arianas Ansage nach dem Essen bis mittags zu schlafen, steht mit Mac Miller in Verbindung. Auf "Cinderalla" rappt Mac:

"You in my dreams, that’s why I sleep all the time"

Genau diese Zeile twitterte Ariana Grande noch vor dem Release ihres Albums.

Ariana Grande on Twitter

u in my dreams that's why i sleep all the time

Ihre Vorliebe für Frittiertes aus dem Wok und Schlafen ist daher wohl eher nicht zufällig auf dem ersten Track des Albums gelandet. Entgegen vieler Annahmen war Mac Millers Platte über das Verliebtsein "The Divine Feminine" nicht als Gesamtwerk Ariana Grade gewidmet. Die Sängerin selbst erklärte auf Twitter, dass nur "Cinderella" direkt mit ihr zu tun habe.

Ariana Grande on Twitter

@FlintElijah

"Imagine"-Verse 2: Der erste Kuss mit Mac Miller

Ein Videoshoot für den Song "The Way" hat im Jahr 2013 erste Dating-Gerüchte geschürt. Auslöser war ein Kuss, der für viele Fans mehr war als eine gewöhnliche Szene in einem Musikvideo. Ariana Grande könnte sich genau auf diesen Kuss beziehen, wenn sie sagt:

"Knew you were perfect after the first kiss / Took a deep breath like, 'Ooh' / Feels like forever, baby, I never thought that it would be you"

Ariana Grande - The Way ft. Mac Miller

New single "Problem" available now on iTunes: http://smarturl.it/ArianaMyEvrythnDlxiT?IQid=vevo.cta.the.way Ariana Grande "The Way" Ft. Mac Miller: iTunes: http://smarturl.it/ArianaGrandeTheWayiT Amazon: http://smarturl.it/ArianaGrandeTheWayAZ Music video by Ariana Grande performing The Way. ©: Republic Records, a division of UMG Recordings, Inc. Best of Ariana Grande: https://goo.gl/XmsuFK Subscribe here: https://goo.gl/Fubqyy

Auch die Aussage, dass sie sich nie hätte vorstellen können, mit einer bestimmten Person zusammenzukommen, lässt sich mit Mac Miller verknüpfen. Der MC aus Pittsburgh rappt auf "Cinderella":

"You used to tell me all the time I ain’t your type / Now you always wanna spend the night"

Mac Miller greift an dieser Stelle ebenfalls auf, dass er von seiner Angebeteten zunächst nicht als der passende Typ angesehen worden sei.

"Thank U, Next": Mac Miller als Engel

In dem Song "Thank U, Next" geht Ariana Grande unter anderem auf ihre gescheiterten Beziehungen ein. Neben der aufgelösten Verlobung mit Pete Davidson ist dort auch Mac ein Thema. Sie formuliert den Wunsch, sich für die gemeinsame Zeit bedanken zu können. Mac, der mit bürgerlichen Namen Malcolm James McCormick hieß, bezeichnet sie dabei als Engel:

"Wish I could say, "Thank you" to Malcolm / 'Cause he was an angel"

Dieses Kompliment richtete Mac Miller zu Lebzeiten auch an Ariana Grande. In einem Interview sagte er 2013, dass die Sängerin die großartigste Person und wie ein Engel sei.

Mac Miller Talks Ariana Grande: "She's Like An Angel, She's Very Nice"

Visit our fansite: http://ariana-grande.com/ Follow us on Twitter: http://twitter.com/TeamArianaNews/ ------------- Mac Miller talks about Ariana Grande in an exclusive interview for Cambio! One of summer's biggest hits is definitely Ariana Grande's "The Way" ft. Mac Miller!

"Fake Smile": Abrechnung mit der Öffentlichkeit

Ariana Grande ist ein globaler Superstar. Die Frau hat fast 146 Millionen (!) Follower auf Instagram. Alle ihre öffentlichen Schritte werden stets von unzähligen Augen begleitet. Insofern lassen sich die folgenden Lines auch als generelles Statement lesen.

"I read the things they write about me / Hear what they're sayin’ on the TV, it's crazy / It's gettin' hard for them to shock me / But every now and then, it’s shocking, don't blame me / I know it's the life that I chose / But baby, I'm grateful, I want you to know / I'm happy for the love and all of the above / If I'm being honest, I done been through way too much"

Mit dem Wissen um die Anfeindungen in den sozialen Netzwerken nach Mac Millers Tod gewinnen sie noch eine zusätzliche Bedeutung. Fans und Trolle haben Ariana Grande direkt für das Ableben von Mac Miller verantwortlich gemacht. Der absurde Vorwurf: Das Ende der gemeinsamen Beziehung hätte ihn in den Drogentod getrieben.

Wegen Mac Miller: Ariana Grande & die Wut über die Grammys

Wie sehr sich Ariana Grande mit Mac Miller verbunden fühlt, verdeutlicht auch ihr Twitter-Rant anlässlich der diesjährigen Grammy-Verleihung. Macs Album "Swimming" war dort für das beste Rapalbum nominiert. Der Preis ging jedoch an Cardi B. In einer Serie von (schnell wieder gelöschten Tweets) machte Ariana Grande klar, dass sie von dieser Entscheidung rein gar nichts hält.

Für die Eltern von Mac, die extra angereist waren, tat es ihr leid. Außerdem macht sie darauf aufmerksam, dass Mac zwei Monate im Studio geschlafen habe, um "Swimming" fertigzustellen.

Dass Mac Miller nicht irgendein Boyfriend war, zeigt zudem ein Video, das Ariana Grande eine Woche nach dem Tod von Mac auf Instagram teilte. Ihr Album "thank u, next" ist auch ein Versuch, mit dem Verlust eines geliebten Menschen umgehen zu lernen.

i adored you from the day i met you when i was nineteen and i always will. i can't believe you aren't here anymore. i really can't wrap my head around it. we talked about this. so many times. i'm so mad, i'm so sad i don't know what to do. you were my dearest friend. for so long. above anything else. i'm so sorry i couldn't fix or take your pain away. i really wanted to. the kindest, sweetest soul with demons he never deserved. i hope you're okay now. rest.

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Posthume Alben: Der schmale Grat zwischen letzter Ehre und Geldmacherei

Posthume Alben: Der schmale Grat zwischen letzter Ehre und Geldmacherei

Von Leon Schäfers am 23.07.2021 - 17:01

Am vergangenen Wochenende haben gleich zwei neue posthume Releases das Licht der Welt erblickt. Auf der einen Seite wurde mit "Faith" das zweite posthume Album von Drill-Rapper Pop Smoke veröffentlicht. Am Tag darauf erschien "Archiv", das erste Projekt des deutschen Hiphop-Duos SAM nach dem Tod von Samson Wieland, der der Rapper des Duos war. Die bis dato unveröffentlichte Musik des jeweils verstorbenen Künstlers wurde bei den beiden Alben jedoch grundverschieden behandelt und aufgearbeitet. Das lässt eine in der Musikwelt – in den vergangenen Jahren vor allem im Hiphop – anhaltende Debatte über das moralische Grunddilemma posthumer Musik wieder aufflammen: Wie sollte man mit unreleaster, oftmals auch unfertiger Musik verstorbener Artists umgehen? Und wo verläuft die schmale Grenze zwischen ehrenvoller Würdigung und dreistem Cash Grab?

"Archiv" von SAM: Das Musterbeispiel eines posthumen Releases

Das Duo SAM setzte sich aus den beiden Brüdern Samson und Chelo Wieland zusammen. Am 9. November 2018 ist Samson Wieland jedoch überraschend im jungen Alter von 28 Jahren verstorben. Im letzten Jahr wäre er 30 Jahre alt geworden. Pünktlich zu seinem Geburtstag am 17. Juli wurde damals ein Remix des Tracks "Da wo du herkommst" mit Künstlerinnen und Künstlern aus seinem engeren Kreis veröffentlicht.

Auch in diesem Jahr hat Chelo seinem verstorbenen Bruder zum Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk gemacht: "Archiv", ein posthumes Album mit bis dato unveröffentlichter Musik der beiden.

Chelo, der in dem Duo für die Beats und die Produktion zuständig war, kündigte das Projekt relativ kurzfristig via Instagram an. Dort widmete er Samson ein paar Zeilen und schrieb auch etwas über den Entstehungsprozess des Albums:

"Ich habe deine alten Kopfhörer aufgesetzt und dann ging über mir die Sonne auf. Leider kannst du nicht mehr miterleben, wie dieses Album veröffentlicht wird. Wir haben alles roh und unverstellt gelassen: Den Sound, deine Aufnahmen, damit die HörerInnen nochmal nachempfinden können, wie es für mich war, mit dir arbeiten zu dürfen, dein Feuer, deinen Spaß mitzuerleben. Danke für alles."

Chelo war vor Kurzem außerdem zum Interview mit Aria bei HYPED Radio zu Gast, wo er einen noch tieferen Einblick in die Arbeiten an dem Projekt gegeben hat. Bei einem Blick auf die Tracklist fällt schnell auf, dass viele Songs noch mitsamt ihrer Versionsnummer releast wurden. Das deutet an, dass die Tracks zwar noch nicht in ihrer finalen Fassung waren, deswegen aber auch noch genauso klingen, wie die beiden es sich damals zusammen ausgemalt hatten. Lediglich Mix und Master wurden im Nachhinein von Chelo erledigt.

Damit zeigt "Archiv", wie posthume Alben in ihrer ehrwürdigsten Form möglich sind: Angefertigt mit dem Wissen, dass der verstorbene Künstler es genauso gewollt hätte. Zwischen Samsons Tod und Albumrelease liegen nun mehr als zweieinhalb Jahre; eine vorschnelle Veröffentlichung im Sinne des Kommerzes kann hier niemandem vorgeworfen werden. Hinter dem Projekt stecken eine Menge Gedanken und Emotionen. Das Album erhält entsprechend viel Liebe – nicht nur von Fans, auch von nahestehenden Leuten aus der Szene.


Foto:

Screenshot - Instagram (https://www.instagram.com/samswelt/)

Neues Pop Smoke-Album sorgt für gemischte Gefühle

Im direkten Vergleich dazu fällt das Feedback zu "Faith" von Pop Smoke eher negativer aus. Der Nachfolger von "Shoot for the Stars, Aim for the Moon", das im letzten Sommer releast wurde und einen riesigen kommerziellen Erfolg erzielte, ist am vergangenen Freitag erschienen. In dieser Woche wurde sogar die Deluxe-Version mit vier weiteren Tracks nachgeliefert. Das komplette Album ist nun also insgesamt 24 Songs stark.

Ende Juni wurde der Ankündigungstrailer zum neuen Pop Smoke-Album ins Internet gestellt. Steven Victor und Rico Beats, die für das Management von Pop Smoke zuständig waren (und sind), bestätigten in dem Zeitraum ebenfalls die aufkommenden Gerüchte um das neue Projekt und produzierten unter Fans einen gewissen Hype. Schaut man sich auf Twitter um, macht es aber den Anschein, als würde das Album dem Hype nicht gerecht werden.

50 Cent, der als Co-Executive Producer maßgeblich am Erfolg des ersten posthumen Albums beteiligt war, hatte vor Albumrelease bereits angekündigt, nicht an "Faith" mitzuarbeiten. Wieder mal zeigt der Blick auf die Tracklist, warum er sich gegen die Arbeit an dem zweiten posthumen Album entschieden haben könnte. 

Wie Fans schon kritisierten, ist die Featureliste sehr lang ausgefallen. Das war bei "Shoot for the Stars, Aim for the Moon" zwar auch der Fall, jedoch wirkten die Songs dort weitaus fertiger und ausgefeilter. Auf dem neuen Album beinhaltet jeder Track maximal eine Hook und einen Verse von Pop Smoke, in den meisten Fällen wird die restliche Laufzeit des Tracks mit anderen Artists aufgefüllt, nicht wie beim Vorgänger erweitert. Die Featureliste liest sich dadurch zwar ziemlich stark, hinterlässt aber trotzdem einen faden Beigeschmack. Denn selbst wenn das Album mit besten Intentionen produziert worden ist – es ist fraglich, ob Pop Smoke dieses Feature-Fest so gedroppt und für gut befunden hätte. Und genau ab dem Zeitpunkt, wo man dies nicht hundertprozentig beantworten kann, sollten die Verantwortlichen und Nahestehenden darüber nachdenken, ob die Musik unter diesen Umständen überhaupt veröffentlicht werden sollte.

Viele Fans beziehen sich nun außerdem auf ein älteres Interview von Pop Smoke, in dem er begründet, warum er auf seinen Projekten nicht viele Featuregäste haben wollen würde. Ein Projekt wie "Faith" würde damit im Kontrast zu seinen Werten als Musiker stehen. Der Ausschnitt ist hier etwa ab 9:20 zu sehen:

Das erste posthume Album von Pop Smoke, an dem auch 50 Cent mitwirkte, wurde von Fans noch deutlich besser aufgenommen.

Unterschiedliche Herangehensweisen für posthume Rap-Alben

Der Vorwurf der "Resteverwertung" gegenüber dem Team von Pop Smoke ist leider kein Einzelfall im Hiphop. Gerade in den letzten Jahren sind viele Rapper in oftmals sehr jungem Alter von uns gegangen. Lil Peep, XXXTentacion, Mac Miller, Juice WRLD, Nipsey Hussle, DMX – die Liste hört hier bedauerlicherweise nicht auf. Die Frage nach der Legacy des Künstlers müssen sich die Hinterbliebenen aber in jedem Fall stellen. Oftmals werden die Herangehensweisen jedoch kritisch beäugt.

In der teils hörbaren Unfertigkeit der Tracks erinnert das neue Pop Smoke-Album an die beiden posthumen Alben von XXXTentacion: "Skins", das noch in seinem Todesjahr 2018 erschienen ist und "Bad Vibes Forever", das 2019 als sein letztes Album erschienen ist. Zu letzterem wird in den sozialen Medien gerade auch der Vergleich mit "Faith" gezogen.

Generell verlief das Wahren der Legacy des umstrittenen Künstlers ziemlich problematisch: Neben den eher skizzenartigen posthumen Releases wurde beispielsweise das Auto, in dem er erschossen wurde, in einem Museum ausgestellt. Eine ziemlich makabere Aktion. Des weiteren steht Cleopatra Bernard, die Mutter von X, in starker Kritik. Nicht nur verhielt sie sich fragwürdig, als sie auf dem Instagram-Account ihres toten Sohnes live ging, um einen neuen Song zu promoten – sie musste auch gegen ihre eigene Familie vor Gericht gehen, da ihr vorgeworfen wurde, das Erbe ihres Sohnes unrechtmäßig zu verteilen.

Die reine Quantität von Releases kann ebenso den Anschein erwecken, Geldmacherei auf Kosten eines verstorbenen Künstlers zu betreiben. Ein prominentes Beispiel hierfür ist Westcoast-Legende 2Pac, von dem es mittlerweile weitaus mehr Output gibt, der nach seinem Tod herausgekommen ist.

Wenn sich aber ein posthumes Release als Positivbeispiel herauskristallisiert hat, dann ist das wohl "Circles" von Mac Miller. Das Album diente als Komplementärwerk zu "Swimming", das im August 2018 und damit noch kurz vor Mac Millers Tod erschienen ist. An beiden Alben hatte der Rapper zu seinen Lebzeiten zusammen mit Producer Jon Brion gearbeitet. Leider konnte er nur den Release des ersten Albums mitbekommen. In einem Interview mit Vulture erzählt Jon Brion unter anderem davon, wie ihn die Familie von Mac Miller bat, die übrigen Songs durchzuhören und "Circles" fertigzustellen.

"Ganz ehrlich, während ich daran gearbeitet habe, habe ich sie [die Familie] genauso stark im Hinterkopf behalten wie Mac. Ich habe auf das Studio gewartet, in dem ich arbeiten wollte, um alle extra Songs durchzuhören und alle Dateien zu bekommen. Das dauerte ein paar Monate. [...] Ich habe schrecklich langsam gearbeitet. Es klingt vielleicht komisch, aber die einzelnen Arbeiten an jedem Song dauerten länger als sonst, da ich versucht habe, einen Weg zu finden, so wenig wie möglich an den Songs verändern zu müssen."

("It's quite honestly them as much as Mac that I kept in my mind while I was working. I waited for the studio I wanted to work in to become available to listen through the extra songs and to get all their files. That took a few months. [...] I worked painfully slowly. It may sound odd that this took longer on some individual jobs for each song than it normally would, because I was trying to figure out the way to change it as little as possible.")

Ähnlich wie bei "Archiv" von SAM wurde hier also die oberste Priorität darauf gelegt, dass das Album so klingt, wie es sich der Künstler vorgestellt hätte. Die Familie von Mac Miller geht ohnehin sehr behutsam mit dem Vermächtnis ihres verstorbenen Sohnes um: So haben sie sich zuletzt gegen eine Biographie über ihren Sohn ausgesprochen und den Titel eines Films mit Machine Gun Kelly kritisiert, der nach dem Mac Miller-Song "Good News" benannt werden sollte.

Posthume Alben: Ein Fazit

Ja, es klingt absurd: Viele Musikerinnen und Musiker, nicht nur im Hiphop, erlangen ihren großen Hype erst nach ihrem Tod. Doch auch wenn so vielleicht ein paar Parts, Verses und Melodien nie die Welt erblickt hätten: Wenn die Situation es erfordert, bedeutet weniger manchmal eben mehr. Nicht unbedingt mehr Geld, dafür aber mehr Respekt und Würde. Posthume Releases mussten in der Vergangenheit, müssen in der Gegenwart und auch in der Zukunft immer eine gute Balance zwischen Fanservice und Ehre finden. Dass diese Gratwanderung auch gut und würdevoll geschehen kann, zeigen nun etwa die hier positiv erwähnten Releases von Mac Miller und SAM.

Je nach Situation sollte man den Hinterbliebenen manche Fehltritte dennoch nicht zu stark verübeln. Sie haben nicht nur mit Trauer zu kämpfen, es lastet auch eine Menge Druck auf ihnen. Während sich die Öffentlichkeit fragt, wie die unveröffentlichte Musik verwertet wird, gibt es für die Familien auch in Bezug auf das Erbe rechtlich eine ganze Menge zu klären. Wie dies in einzelnen Familien geschieht, hatten wir bereits in einem früheren Artikel thematisiert:

Wie das Erbe von Mac Miller, Michael Jackson, Nipsey Hussle & mehr geregelt wird

Mac Miller hat zu Lebzeiten offenbar ziemlich exakt darüber nachgedacht, was nach seinem Tod geschieht. Das ging aus einem Artikel von TMZ hervor. Der im September 2018 verstorbene Rapper ließ Vermögenswerte von insgesamt 11 Millionen Dollar an seine Freunden sowie seine Familie verteilen. So soll ein Homie fast alle elektronischen Geräte aus Mac Millers Besitz geerbt haben.


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