Listening-Session: Toxik schnappt sich einen ganz besonderen Gast für Dr. Dres "Compton"

1. Intro

Die Euphorie erreicht ihren Höhepunkt, es geht los. Die ersten 1:15 Minuten werden dazu genutzt, dem Hörer einen Eindruck von Compton zu verschaffen, der Ghetto-Vorstadt mit einer der höchsten Kriminalitätsraten in Amerika. Der Beat stammt natürlich von Dr. Dre und Focus. Während Pillath schon am Start ist, muss Toxik noch mit Apple kämpfen: 

Pillath: Kein Rap! Nur Gerede. Dann komm jetzt aber auch!

Toxik: Ich muss noch eben mein iTunes updaten und ein Apple Music-Probeabo abschließen. Beats by Dre-Kopfhörer schon aus dem Schrank geholt. Konsumopfer-Fan-Boy-Status: 80% and growing.

Eine kurze Umfrage zum Schluss

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Kommentare

Das soll ernsthaft eine rezension sein?
Danke für nichts hiphopde

whackes album. offensichtlich nur als promo release für den film, mit dem dann richtig geld verdient wird. schön den detox hype ausgenutzt und uns einfach n pseduo album hingerotzt dass schlechter klingt als jedes MIxtape. peinlich.

was ich schade finde ist, dass es zu den rassistischen tweets die manu gepostet hat keine reaktion/keinen kommentar gibt. das sage ich nicht nur aus dem grund, dass hier ziemlich oft rapupdate-mässige 'fler kommentiert X' tweet-reviews gefahren werden. grund ist, dass es inakzeptabel ist wie wenig aufmerksamkeit diesen nicht sensationsfähigen geschichten zukommt. das schlimme hieran ist das euer schweigen akzeptanz zeigt. tox hatte einen guten kommentar zu fler's kalkuliert-rechtem brief geschrieben, u manu's illustration ist die gelegenheit hier folge zu leisten. (ausserdem zeigt es wie flers idiotische 'ich beleidige, ist doch total witzig' attitüde in tweets vieler kids wiederzufinden ist).auch ganz interessant: nachdem fler in seinem brief 'ausländer' als komplette rüpel dargestellt hat, scheint es hiphop.de u konsorten recht wenig zu stören, dass er jetzt auf alles-kommentierenden-asi-der-nation macht. so wenig, dass niemand von euch journalisten auch nur erwähnen müsste.

Nach Jahren des Wartens auf "Detox" und gelegentlichen Anfütterungen wie "I need a doctor" empfinde ich diese Compilation als leichte Enttäuschung. Es ist definitiv kein Album, das in 10-20 Jahren noch gepumpt wird. Eher ein Versuch, neue Künstler ins Rampenlicht zu pushen. Erinnert mich an seinen Aftermath-Sampler von 1996. Wenn er den Hals nicht schon randvoll hätte, könnte der Verdacht aufkommen, dass Dre Geld braucht.
Ich will damit nicht sagen, dass dieses Compilation schlecht ist, aber in meinen Ohren klingt es eher wie ein Kendrick-Album.
Ich mag mit meinen 39 Lenzen altmodisch und von der Vergangenheit zu verwöhnt sein, aber ein würdiger G-Funk-Abschied wäre dann doch eher das "Grand Finale" gewesen... final scheint einzig Dres Stimme zu sein, die Dank Autotune dann doch den Weg in den iTunes-Store fand! ;)

Rihanna hat Dancehall zurück gebracht #realtalk

Habe ehrlich gesagt mehr erwartet...also meine Erwartungen hats bei weitem nicht erfüllt
Viel zu viele Features,wer Mich aber total geflasht hat ist dieser Anderson Paak
Alle anderen eher weniger
Also alles in allem bin ich enttäuscht,keine bombigen Banger bis auf Issue ich hoffe von daher das der Film mich mehr vom Hocker reissen wird!!!

Gott ist das peinlich.
Hiphop.de sollte einfach bei Deutschrap bleiben.

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Rap als 9-to-5-Job: Akon über Eminems Studioroutine

Rap als 9-to-5-Job: Akon über Eminems Studioroutine

Von Michael Rubach am 18.07.2021 - 16:41

Eminem ist offenkundig ein Fan klarer Abläufe: Wie es bei der Arbeit mit Slim Shady so zugeht, plauderte Akon (jetzt auf Apple Music streamen) einst in einem Interview aus. Seine Einblicke in zurückliegende Studiosessions mit Em erfreuen sich aktuell auf TikTok wieder größter Beliebtheit. Der Clip mit den Innenansichten aus dem Arbeitsalltag des Rap Gods ist bereits fast zwei Jahre alt.

Akon lässt die Sessions mit Eminem Revue passieren

In einem Gespräch mit Hot 97 erinnert sich Akon 2019 an die Aufnahmen für die Eminem-Kollabo "Smack That" (2006). Den US-Rapper habe er dabei als Künstler wahrgenommen, der das Rapbusiness wie einen gewöhnlichen Job angeht. Der Studiotag beginnt demnach um 9 Uhr und endet um 17 Uhr – keine Ausnahmen:

"An jedem Morgen entert er um 9 Uhr das Studio, macht um 13 Uhr eine Mittagspause und geht um 17 Uhr wieder nach Hause. Es ist wie ein Zeitplan für ihn. Und das hatte ich von ihm nicht erwartet. Am ersten Tag bin ich um 18 Uhr im Studio angekommen und dachte, dass wir eine späte Session einlegen werden. Also stand ich im Studio und sie sagten mir: 'Em ist bereits abgehauen!' Er sagte mir dann auch: 'Ich bin weg!' Ich erwiderte: 'Ich bin gerade erst im Studio. Kommst du zurück?' Und Eminem antwortete: 'Yeah, komme morgen früh um 9 Uhr wieder.'"

("He comes in at 9 Am every day to the studio, takes his lunch break at 1, and is out of there by 5 PM. It's like a schedule. I didn't expect that from him. The first day I come, I come around 6. Like we going to do an evening session. I get to the studio, they said: 'Em just left!' He said: 'I'm out of here!' I said 'I just got to the studio, you coming back here?' He said, 'yeah, I'll be back there at 9 AM.'")

Akon habe solche Ansagen zunächst für einen Joke gehalten. Am nächsten Morgen pünktlich um 9 Uhr, konnte er sich angeblich eines Besseren belehren lassen. Nachdem beide Künstler Beats ausgecheckt hatten, war dann offenbar 13 Uhr Lunch Time für Eminem. Akon zufolge sei Eminem eine Stunde später wieder im Studio aufgeschlagen. Chorus und Beat seien inzwischen ready gewesen. Eminem habe daraufhin die Arbeit an seinem Verse begonnen. Vor der Fertigstellung soll sich Eminem jedoch schon wieder ausgeklinkt haben – es war schließlich 17 Uhr. Akons Ungläubigkeit über diese Herangehensweise habe Eminem entgegnet:

"Ich mag es hier und es ist für mich wie ein echter Job. Ich mache es nicht mehr so wie damals. Ich will nicht, dass es mich zu sehr stresst, ich bleibe nicht länger als ich muss. Ich habe jetzt eine Familie und eine Tochter. Ich will ihnen Zeit schenken."

("I treat it like a real job. I don't make it no more than what it's supposed to be. I don't let it stress me out, stay longer than I have to. I got a family, I got a daughter. I want to make time.")

Diese Begründung habe in Akon einen Denkprozess angestoßen. Mehrere Studiotage, ohne seine Familie zu sehen oder sich zu melden, seien bei ihm eigentlich nichts Ungewöhnliches gewesen. Eminems Weg habe Akon eine neue Perspektive eröffnet. Hier kannst du den Clip anschauen:


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