Deutschrap im Mainstream: Alle Nummer-1-Singles der Szene im Überblick

Monatelange Promophasen, Deluxe-Boxen-Game on fleek, 2015 gab es stolze 18 Nummer-1-Alben. Für die Pole Position in den Albumcharts haben die Rapper im deutschsprachigen Raum eine funktionierende Formel gefunden. Dank Streaming und der abgelegten Scheu vor Melodien, Autotune und tanzbaren Rhythmen finden wir inzwischen auch immer häufiger Namen aus der Szene in den Single-Charts wieder – Nummer-1-Erfolge bleiben aber die große Ausnahme.

Kay One hat es mit seinem neuen Song Senorita tatsächlich geschafft – er und sein Hook-Feature Pietro Lombardi haben Axwell und Ingrosso knapp von der Spitze verdrängt. Es ist erst das elfte Mal, dass dieses Kunststück einem Rapper oder einer Rap-Formation gelingt.

Es ist verdammt schwer, hier eine deutliche Grenze zwischen Genres zu ziehen. Wir sagen einfach: Wenn im Song gerappt wird – ob mit oder ohne Swag und Skills – ist es Rap. Falls jemand Hamma von Culcha Candela vermissen sollte: Ist kein Rap. Zumindest bei Deutschraps erster Nummer 1 muss man nicht wirklich diskutieren:

Die Fantastischen Vier - Sie ist weg (1995)

Die Fantastischen Vier hatten schon vor ihrem Nummer-1-Erfolg gezeigt, welches Potenzial harmloser Rap über Männlein und Weiblein für den Mainstream haben. Die da!?! strotze 1992 vor guter Laune, erzählte eine Geschichte mit einer Pointe und war leicht verdaulich. Am Ende ging es bis auf Platz 2.

Drei Jahre später war die Grundstimmung weniger fröhlich. Es ging nicht mehr um eine flüchtige Bekanntschaft, sondern um die Bewältigung der Trennung der stilsicheren Michi Beck.

Danach übernahmen erstmal Mädels die Sache mit der Pole Position ...

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Billboard & Twitter launchen neuartige Charts

Billboard & Twitter launchen neuartige Charts

Von Michael Rubach am 06.05.2021 - 15:03

Die altehrwürdigen Billboard Charts rücken erstmals davon ab, sich bei den Erhebungen am Musikkonsum der Leute zu orientieren. Bei den neuen Charts mit dem Namen Billboard Hot Trending sollen Songs nach einem anderen Prinzip gerankt werden. Die Tracks, über welche die Menschen auf Social Media sprechen, sind dort ausschlaggebend. Um hier überhaupt belastbare Daten zu erhalten, hält sich Billboard an Twitter.

Billboard & Twitter kündigen neue Charts an

Der Twittergrind hat nun also direkten Einfluss auf eine eigene Chart-Kategorie. Billboard will diese neuartige Trend-Liste täglich aktualisieren. Abgekoppelt von der Performance eines Tracks auf den gängigen Streaming-Portalen, Radio-Airplay oder physischen Abverkäufen können ein Jubiläum, ein angekündigter Festival-Auftritt oder andere Ereignisse einen Song zum Gespräch der Stunde machen. Auf Billboard heißt es dazu:

"Die Charts sind auch insofern einzigartig, als dass sie verfolgen, über was Leute sprechen – und nicht unbedingt, was sie hören."

Eine Vertreterin von Twitter erklärte, dass Musik generell das Topthema auf Twitter sei. Die neuen Charts gingen auf die Gespräche auf der Plattform zurück. Außerdem schaffe man so eine weitere "coole Möglichkeit", um Daten zu erheben, die sich von allen Charts da draußen unterscheiden würden.

Apple Music betrat kürzlich einen ähnlichen Weg und führte die City Charts ein. Auch hier stehen nicht ausschließlich Abrufzahlen im Fokus. Es fließen zudem noch "zusätzliche Anzeichen lokaler Popularität" ein.

Apple Music führt City Charts für über 100 Städte ein


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