3 Dinge, die der Super Bowl gezeigt hat

Der Super Bowl ist jedes Jahr eines der größten Spektakel überhaupt. So schauten gestern mehrere hundert Millionen Menschen zu, wie die Kansas City Chiefs den Titel nach Hause holten. In der Halbzeit des pompösen Finals der Football-Saison werden naturgemäß sämtliche Showregister gezogen. Auch dieses Jahr standen mit Jennifer Lopez und Shakira zwei Schwergewichte der Musikbranche für eine Konzerteinlage bereit. Neben dem spektakulären Auftritt und dem Sieg der Chiefs sorgte ein Video von Beyoncé und Jay-Z für Wirbel.

Rap-Legenden feiern den Triumph der Kansas City Chiefs

Zum ersten Mal seit 1969 konnten die Kansas City Chiefs den begehrten Titel erringen. Der historische Sieg animierte Tech N9ne dazu das "Red Kingdom" auszurufen.

Tech N9ne on Twitter

RedKingdom #ChiefsKingdom GO!

LL Cool J richtete spezielle Grüße an den Wide Receiver Micole Hardman.

LLCOOLJ. on Twitter

Congratulations to the lil bro @MecoleHardman4 and the @Chiefs on your Super Bowl win!! that's how you @ROCKTHEBELLS !!! #SuperBowl #SuperBowl2020 https://t.co/IrpWpJTwm2

Ice-T brachte seinen tiefen Respekt zum Ausdruck.

ICE T on Twitter

I'll keep it 100... I'm glad lil homie got that win tonight! RESPECT

Shakira & J. Lo mit J Balvin & Bad Bunny: Latin Music übernimmt

Lateinamerikanische Musik ist nicht erst seit Kurzem auf dem Vormarsch. Mit J. Balvin und Bad Bunny holte sich das weibliche Duo mit noch zwei absolute Megastars der Reggaeton-Szene auf die Bühne. Allein der Song "I like It" mit Cardi B kann fast eine Milliarde Streams bei Spotify verzeichnen.

Dennoch standen die Damen im Vordergrund. Jennifer Lopez performte unter anderem Hits wie "Ain’t It Funny", "Get Right" and "Waiting for Tonight". "Jenny From The Block" durfte ebenso nicht fehlen. J. Lo nutzte das Spotlight auch, um einen deutlichen Kommentar zur amerikanischen Einwanderungspolitik abzulassen. Während ihre Tochter Bruce Spingsteens "Born In The USA" sang, enthüllte die Sängerin die Flagge von Puerto Rico. Ja Rule gefiel das:

Puerto Rico y Colombia muy en alto hoy. Muchas gracias a mi coco Emme, @Shakira, @jbalvin y @badbunnypr. #LatinoGang #GirlPower #LetsGetLoud #BornInTheUSA #ProudAmerican #ProudLatina #ProudWoman #SBLIV #SuperBowlLIV #PepsiHalftime @lacarba / Getty Images / Wireimage

4.2m Likes, 34.6k Comments - Jennifer Lopez (@jlo) on Instagram: "Puerto Rico y Colombia muy en alto hoy. Muchas gracias a mi coco Emme, @Shakira, @jbalvin y..."

Ja Rule on Twitter

My sis @JLo KILLING HALFTIME!!! Dope...

Eröffnet wurde das Ganze jedoch von Shakira. Nach ein paar Minuten hieß es dann auch schon "Whenever, Wherever". Das ganze Spektakel samt Feuerwerk, Kinderchor und ausschweifenden Tanzeinlagen kannst du hier sehen:

Jay-Z & Beyoncé protestieren

Update: Jay-Z hat sich bei einer Veranstaltung der Columbia University zu seinem vermeintlichen Protest geäußert, wie unter anderem "Billboard berichtet". Demnach sei sein Verhalten bei der Nationalhymne kein politisches Statement gewesen. Er habe nicht vorsätzlich gehandelt.

Jemand, der den Spot bei der Halbzeit-Show vor einigen Jahren abgelehnt hat, ist Jay-Z. Er wurde dabei wohl direkt gefragt, ob er zusätzlich zu seiner Person noch Kanye West und Rihanna für die Darbietung des Tracks "Run This Town" aufbieten könne – den Vorschlag hat Jay nicht gefühlt. In einem Interview mit der New York Times erklärte er, dass sein Engagement nicht von anderen Artists abhängig gemacht werden sollte. Er lehnte daraufhin ab. Woran sich der Rapper im Jahr 2020 nicht beteiligte, war das gängige Prozedere bei der US-Nationalhymne. Er, Beyoncé und Tochter Blue Ivy erhoben sich nicht, wie ein kursierendes Video offenbart.

conservative_certainty on Twitter

Beyonce and Jay-Z watching Demi Lovato perform the National Anthem #SuperBowlLIV https://t.co/JYrwwZFH1X

Die Aktion ist wohl keineswegs als Respektlosigkeit gegenüber der Sängerin Demi Lovato zu sehen, welche die US-Nationalhymne sang. Stattdessen scheint sich Familie Carter mit Colin Kaepernick zu solidarisieren. Der ehemalige Quarterback der San Francisco 49ers weigerte sich, 2016 zur Hymne aufzustehen. Dafür kniete er, um auf Rassismus und Polizeigewalt aufmerksam zu machen. Seit diesen Protestaktionen ist er für keinen Club mehr aufgelaufen. Obwohl Jay-Z die Halbzeitshow mitproduzierte, unterstützte er mit seinem Verhalten wohl den verstoßenen NFL-Profi.

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Nas fühlt sich "geehrt", Beef mit Jay-Z gehabt zu haben
Nas

Nas fühlt sich "geehrt", Beef mit Jay-Z gehabt zu haben

Von Till Hesterbrink am 20.01.2021 - 12:49

Nas war zu Gast in Rick Rubins "Broken Record"-Podcast um ein knapp 45 Minuten langes Gespräch mit dem legendären Produzenten und Def Jam-Mitgründer zu führen. Währenddessen kamen die beiden auch auf den Beef zwischen Nas und Jay-Z zu sprechen. Nas erklärte, dass er sich mittlerweile geehrt fühle, ein Teil dieses historischen Hiphop-Momentes gewesen zu sein.

Nas vs. Jay-Z: "Ich fühle mich geehrt"

Rückblickend sei der Beef mit Jay-Z etwas, auf das Nas mit stolz schaue. Die beiden Kontrahenten hätten sich in der reinsten Form des Hiphop gegenübergestanden und gemessen – als MCs. Für Nas sei das etwas gewesen, was er bei Großen vor ihm bereits gesehen hätte und er fühle sich geehrt, dass dies Teil seines Lebens und seiner Karriere gewesen sei.

"Die Kunst der MCs wurde dort zur Schau gestellt, [...] Ich fühle mich also geehrt, dass dieser Teil meines Lebens passiert ist, denn so haben es bereits die Großen vor mir geregelt."

("The art of MCing was right there on full display, [...] So I was honored to have that part of my life happen because that's how I saw some of the greats do it coming up. I saw some of the greats do it.")

Rick Rubin: "Der Beef hat euch beide auf ein neues Level gebracht"

Wie Rick Rubin daraufhin feststellt, war der Beef außerdem am Ende des Tages für beide von Vorteil. Sowohl Jay-Z als auch Nas hätten geglänzt und konnten zeigen, was sie als Rapper drauf haben. Nas bestätigt dies und erklärt, dass er mittlerweile ebenso denkt.

"Es geht um die Kunst des MCing und wenn du versuchst, das Beste zu erschaffen und dabei mit einem anderen MC aneinandergerätst, dann geht ihr halt in den Krieg. Darum ging es in dieser Kunstform von Anfang an."

("It's about the art of MCing and when you're trying to make the best stuff you can make and you bump heads with another MC, and then you guys have a war or whatever. That's what this art form was since the beginning")

Das sei auch der Grund, warum Nas Hiphop so liebe und warum er glaube, dass Hiphop für immer hier sein wird.

"Aber das ist es, was mir an Hiphop im Vergleich zu anderen Genres gefällt. Im Hiphop geht man in die Offensive, also so richtig. Nicht, dass bei Rockern nichts los ist oder bei Reggae-Künstlern oder Schnulzensänger. Aber Hiphop wird immer da sein, einfach weil es so kompetitiv ist."

("But that's what I like about Hiphop compared to other genres is that, they go at it in Hiphop, like really at it. Not to say that other rockers didn't go at it, other reggae artists didn't go at it, other crooner didn't go at it, but Hiphop will always be around because of how competitive it is.")

Das ganze Gespräch könnt ihr euch hier anschauen:


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