Lugatti & 9ine verschieben Konzert für Demonstrationen gegen Rassismus

Die Proteste gegen rassistische Polizeigewalt sind mittlerweile auch in Deutschland angekommen. In den letzten Tagen gab es erste Demos in Berlin und München. Am 6. Juni sollen in allen deutschen Großstädten Demonstrationen stattfinden, um ein generelles Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

#BlackLivesMatter: Jace, Lugatti & 9ine sagen Konzert ab

Eine dieser Demos findet in Hamburg statt. Am selben Tag wollten Lugatti & 9ine zusammen mit ihrem Homie Jace von der Flavour Gang eigentlich ein Autokinokonzert im Lichtspielgarten in Stade spielen. Diesen Gig haben die Kinder der Küste jetzt aber vorläufig abgesagt, um der Demonstration keine Teilnehmer abzunehmen und selbst mitmachen zu können. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest, soll aber in Zukunft folgen.

„Wir haben am 06.06. in jeder großen Stadt eine sehr wichtige Demo und jeder sollte da hinkommen und sich daran beteiligen“

Landesweite Demonstrationen in allen Großstädten

Demonstrationen finden an diesem Tag in ganz Deutschland statt. Die Teilnehmer müssen sich dabei an die geltenden Corona-Vorschriften halten: Das heißt, ein Mund- und Nasenschutz ist überall Pflicht. Außerdem gibt es für die meisten Demos einen Dresscode, man sollte sich vorher also für die eigene Stadt informieren.

Wer sich an den Protesten beteiligen will, findet auf dem Twitter-Account der „Seebrücke“ eine Liste mit allen angekündigten Demos, die in den Antworten stetig aktualisiert wird.

Die Demonstrationen sind eine Reaktion auf den Mord an George Floyd durch einen Polizisten in den USA. Aktuell finden weltweit Proteste statt, unter anderem auch in Frankreich. Dort gab es 2016 einen ähnlichen Fall, als Adama Traoré bei einer Polizeikontrolle starb.

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Mord an George Floyd: US-Szene reagiert auf Schuldspruch gegen Ex-Polizist

Mord an George Floyd: US-Szene reagiert auf Schuldspruch gegen Ex-Polizist

Von Michael Rubach am 21.04.2021 - 14:22

Eine Jury hat einstimmig entschieden: Der Ex-Polizist Derek Chauvin muss für die Tötung von George Floyd ins Gefängnis. Er wurde am Dienstag in allen Anklagepunkten für schuldig gesprochen. Er war wegen Mordes zweiten sowie dritten Grades und Totschlags zweiten Grades angeklagt. Das exakte Strafmaß wird wohl in acht Wochen festgelegt. Laut Spiegel droht ihm eine "lange Haftstrafe". Prominente Vertreter*innen aus Sport, Politik und Musik atmen kollektiv auf.

George Floyd: Die Reaktionen auf den Schuldspruch

Mit einem Knie im Nacken geht George Floyds Leben im Mai 2020 zu Ende. Es ist dabei ein weißer Polizist, der einem Schwarzen Mann die Luft zum Atmen nimmt. Eine Szene, die auf Kamera festgehalten wurde und wohl für immer in Erinnerung bleiben wird. George Floyds Worte "I Can't Breathe" entwickelten sich bei den nachfolgenden weltweiten Protesten zum Schlachtruf gegen strukturellen Rassismus und Polizeigewalt. Der Bruder von George Floyd sagte dem RND zufolge nach der Verkündung des Schuldspruchs: "Heute können wir wieder atmen." Der Anwalt der Familie von George Floyd schreibt auf Twitter von einem "Wendepunkt in der Geschichte".

Auch aus den Reihen der US-Stars heraus gab es reichlich Reaktionen auf die Nachrichten aus dem Gerichtssaal. Basketball-Superstar LeBron James schrieb einfach nur in Großbuchstaben "Accountability" – ein Begriff, der in der Übersetzung irgendwo zwischen Verantwortung und Rechenschaft angesiedelt ist.

Dass Derek Chauvin nun für einen Mord zur Rechenschaft gezogen wird, löst vielerorts eine Welle der Erleichterung aus. Ex-Präsident Barack Obama lässt verlauten, dass das Gericht "das Richtige" getan habe. Er veröffentlichte zusammen mit seiner Frau Michelle ein längeres Statement. Cardi B postet auf Twitter einfach nur kommentierend das Wort "History". Oprah Winfrey beschreibt ihren emotionalen Zustand nach der Bekanntgabe. Für Justin Timberlake ist mit dem Schuldspruch ein "erster Schritt in einer langen Reihe von Ungerechtigkeiten gegen die Schwarze Gemeinschaft" erfolgt. Er fordert zudem eine Polizeireform. Hollywood-Star Jamie Foxx charakterisiert das Ganze als "bittersüßen Moment". Lizzo zeigt sich in einem Video auf Instagram mit Tränen in den Augen.

Weitere Reaktionen von Ice-T, Megan Thee Stallion, Meek Mill & vielen mehr

Viele Artists der US-Rapszene nutzen den Zeitpunkt, um noch einmal dem Verstorbenen George Floyd zu gedenken. Einige Künstler*innen erzählen zudem, wie sie im Angesicht der Meldung mit ihren Emotionen zu kämpfen haben. Auch ist vermehrt zu lesen, dass dieser Schuldspruch nur der Anfang sein könne – ein Etappensieg auf dem Weg zur Gerechtigkeit.


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