2Pac-Fans machen Lil Xan das Leben schwer

Lil Xan hat da ein kleines Problem: Aufgebrachte 2Pac-Fans. Nachdem der 21-Jährige vor einiger Zeit verlauten ließ, 2Pacs Musik sei langweilig, wurde der Rapper in seiner Heimatstadt Redlands in Kalifornien nun Opfer eine Attacke von Fans der verstorbenen Hiphop-Legende. 

Offenbar wurde Lil Xan auf der Straße von einer Gruppe Jugendlicher verbal angegriffen und floh daraufhin in eine naheliegende YMCA-Unterkunft (Young Men's Christian Association), wo er auf die Polizei wartete, die ihn schließlich sicher zu seinem Auto eskortierte. 

In einem Instagram Live Video äußerte sich Lil Xan kurz darauf zum Geschehen, erklärte unter anderem, "20 Personen" hätten ihn verfolgt. Auch auf den Spott und die Vorwürfe, als Rapper dürfe er nicht auf die Hilfe der Polizei vertrauen, reagierte Lil Xan:

"Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich gegen 20 Leute alleine ankommen kann, ohne Security. Ihr könnt sagen, dass ich eine P*ssy und nicht hart genug bin, aber ich bin kein Gang-Rapper, ich rappe nicht über Gang-Shit."

Lil Xan Escorted by Police Insta LIVE

Lil Xans opinion on being escorted from angry tupac fans live on instagram

Nach seinen kontroversen Aussagen über 2Pac und dessen Musik bei Revolt TV folgte zunächst der Aufschrei in der virtuellen Welt. Wacka Flocka Flame "verbannte" Lil Xan kurzerhand aus der Hiphop-Szene (hier nachlesen), der wiederum reagierte darauf mit beißendem Sarkasmus. Jetzt ist die Auseinandersetzung zwischen Old School und New School offenbar in der Realität und auf der Straße angekommen.

Auch in der aktuellen Everyday Struggle-Folge ist das Thema präsent. Dabei fällt vor allem auf, dass DJ Akademiks, Star und Wayno ein Problem sehen:

"Lil Xans Fans sind keine Fans. Sie sind Trolle. [...] Du brauchst einige OGs um dich herum. [Lil] Yachty hat genau das Gleiche durchgemacht. [...] Der Unterschied ist, dass Yachtys Leute gesagt haben: 'Ihr werdet euch nicht über ihn lustig machen.'"

Einigen darüber, ob sich Lil Xan bei 2Pacs Fans entschuldigen sollte, können sich die drei allerdings nicht. Zum Glück darf ja jeder, auch Lil Xan, seine Meinung haben. Sollte seine Devise allerdings "Aufmerksamkeit um jeden Preis" lauten, darf er sich über Gegenwind wohl nicht wundern.

Lil Xan Mobbed by 20 Tupac Fans In California | Everyday Struggle

On today's #EverydayStruggle, DJ Akademiks, Wayno, and Star reacted to the news of Lil Xan getting mobbed by a group of Tupac fans and debated about whether or not he's handling the situation the right way.

Kritiker wollen Lil Xan aus dem Hiphop verbannen und er macht sich nur darüber lustig

Lil Xan, der mit bürgerlichem Namen Diego heißt, verteilt am laufenden Band Mittelfinger an die Rapszene. Gestern (14. März) postete er auf Instagram ein Foto, das ihn bei seinem "neuen Job" zeigt. Den habe er sich zwangsläufig suchen müssen, weil er von Kritikern aus der Hiphop-Szene verbannt wurde.

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Eminem, 2Pac, 50 Cent: Hat ein Brand Musikgeschichte vernichtet?

Eminem, 2Pac, 50 Cent: Hat ein Brand Musikgeschichte vernichtet?

Von Michael Rubach am 12.06.2019 - 15:50

Vor über 10 Jahren wütete ein Brand in den Universal-Studios in Hollywood. Die umfangreiche Story "The Day the Music burned" im The New York Times Magazine legt nun nahe, dass dabei ein erheblicher Schaden entstanden ist, der bisher weitestgehend vor der Öffentlichkeit geheim gehalten wurde.

Eminem, 2Pac, 50 Cent & mehr: Hat das Feuer Musikgeschichte ausgelöscht?

Der Artikel der New York Times nennt das Feuer das "größte Disaster in der Geschichte der Musikindustrie". Warum die Journalisten Jody Rosen zu dieser Einschätzung gelangt, wird deutlich, wenn man auf die im Text aufgerufenen Zahlen schaut. Die Rede ist dort von 500.000 zerstörten Songaufnahmen.

Dabei handelt es sich um Recordings aus allen möglichen Genres und von dutzenden legendären Künstlern, deren Werk für immer aus der Musikhistorie ausradiert sein soll. Darunter fallen auch Master-Aufnahmen von 2Pac, Eminem, Snoop Dogg, 50 Cent, Nirvana und vielen weiteren Artists dieser Größenordnung.

Weiterhin führt der Artikel aus, dass es wahrscheinlich sei, dass viele Musiker gar nichts von diesen Ausmaßen wissen würden. Gegenüber Billboard gab Universal nach dem Brand zunächst an, dass "keine Verluste" dieser Art zu verzeichnen gewesen seien. Es hieß, dass ausschließlich Kulissen und Besucherattraktionen der Universal-Studios im Feuer Schaden genommen haben.

Vertrauliche Berichte von Universal, auf die sich Jody Rosen beruft, kommen offenbar zu einem anderen Ergebnis. Falls die Recherche der Journalisten so zutreffend sein sollte, sind ganze Diskografien von Künstlern von dem Großbrand betroffen gewesen. Es gäbe dann schlichtweg kein gemastertes Material mehr von 2Pac, auf das jemand heutzutage zurückgreifen könnte. Diese Musik wäre verloren.

Ein ehemaliger Mitarbeiter von Universal tritt in dem Artikel als eine Art Kronzeuge auf. Er erzählt, dass Universal bewusst über die Ausmaße des Feuers hinweggetäuscht habe:

"Das Unternehmen [Universal] wusste, dass es schockierte Reaktionen und Empörung hervorrufen würde, wenn die Leute die wahre Geschichte kennen [...] Es ist ein Geheimnis, bei dem ich mich schäme, ein Teil davon gewesen zu sein."

"Irreführend": Universal wehrt sich gegen die Berichterstattung

In einem Statement gegenüber der Branchenseite Variety kritisiert Universal den Artikel des New York Times Magazine. Konkret wirft man der Journalisten vor, nicht sauber genug recherchiert und eine fehlerhafte Story abgeliefert zu haben.

"Die Story enthält zahlreiche Ungenauigkeiten, irreführende Aussagen, Widersprüche und grundsätzliche Missverständnisse über den Umfang des Vorfalls und die betroffenen Vermögenswerte."

Weiter wirft Universal Jody Rosen eine selektive Berichterstattung vor. Sie sei auf Maßnahmen, die Universal zur Sicherung von Musik eingeleitet habe, schlichtweg nicht eingegangen.

"Tatsächlich werden zehntausende von Backing-Katalogen, die wir in den letzten Jahren bereits veröffentlicht haben, praktisch ignoriert – einschließlich [...] Master-Aufnahmen, von denen der Artikel behauptet, dass sie 'zerstört' wurden."

Inwiefern das Feuer tatsächlich einen gravierenden Einschnitt in die Musikgeschichte bedeutet, lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Verschiedene Künstler sind schon auf den Artikel aufmerksam geworden und sorgen sich nun um ihr Songmaterial. Questlove von The Roots sieht in dem Brand bereits den Grund, warum er bisher nicht weiter an einem Projekt arbeiten konnte:

Questlove De La Rose on Twitter

For everyone asking why Do You Want More & Illdelph Halflife wont get reissue treatment https://t.co/Vs0ykRcyAK


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)

Register Now!