Nach Jamules Entschuldigung: Reaktionen von PA Sports, Eunique, KitschKrieg & mehr

Jamule fiel in den letzten Tagen vor allem durch ein Video auf, in welchem er ein Konzert als langweilig bezeichnete, mit der Begründung, dass die Besucher "alle Schwarz" seien. Nachdem Manuellsen das Video in seiner Insta-Story teilte, gab Jamule ein Statement ab, um sich zu entschuldigen. Dieses wurde jedoch nicht von allen positiv aufgenommen.

PA Sports, Sugar MMFK, Eunique & mehr reagieren

Viele warteten auf ein Statement von Jamules Labelboss PA Sports. Dieser äußerte sich in seiner Insta-Story zu dem Vorfall und stellte klar, dass er keinen Grund sehe, sich vom "Unterwegs"-Künstler zu distanzieren oder die Zusammenarbeit zu beenden. Jamule habe seit jeher ein eigenes Management und repräsentiere das Label Life is Pain in der Öffentlichkeit kaum. Die Zusammenarbeit beschränke sich lediglich auf einen Plattenvertrag und dieser werde auch nicht aufgelöst. Des Weiteren möchte sich PA von jeglicher Form des Rassismus distanzieren und entschuldigt sich im Namen seines Labels bei allen People of Colour.

"Ob wir uns von Jamule distanzieren? Das ist bei unserem Verhältnis überhaupt nicht nötig. Jamule hat einen Plattenvertrag bei LIP, sodass wir seine Musik auswerten und alles vorfinanzieren. Alles weitere läuft seit dem ersten Tag über ein externes Management, [...] Jamule selbst committed sich in der Öffentlichkeit nicht viel mit LIP, deshalb gibts erstmal keinen Grund uns von ihm persönlich zu distanzieren."

Weiterhin habe PA Jamule zur Rede gestellt und konnte kein rassistisches Gedankengut bei ihm entdecken. Seine Aufgabe als Record-Label sei damit abgeschlossen. Im Text distanziert sich das LIP-Oberhaupt auch von den geleakten Screenshots, in denen ein angeblich von Jamule geführter Fake-Account das N-Wort benutzt. Scheinbar geht PA Sports zumindest davon aus, dass die Screenshots echt sind.

Die Hamburgerin Eunique zeigt sich in ihrer Instagram-Story ebenfalls enttäuscht, sowohl musikalisch als auch persönlich. Jamule hatte angedeutet, dass seine Aussagen aus dem Kontext gerissen worden seien. Das ist Eunique offenkundig egal, wie sie in ihrer Story deutlich macht. Ähnlich wie bereits Nura erklärt die "4 Blocks"-Darstellerin, dass es an dieser Aussage nichts falsch zu verstehen gebe, egal in welchem Kontext.

"Ich bin menschlich und auch musikalisch übertrieben enttäuscht von diesem Künstler. [...] Mit so einer Aussage ist es egal, ob es aus dem Kontext gerissen ist oder nicht, ich will nicht wissen, was du vorher oder nachher gemacht hast, um auf so eine Aussage zu kommen. Weil die Aussage einfach ganz klar ist. Und die Aussage ist ganz klar eklig und sch*iße."

Außerdem berichtet Eunique, dass auch sie bei dem Burna Boy-Konzert gewesen sei, auf welchem dieses Video angeblich entstanden sein soll.

Das Berliner Kollektiv KitschKrieg, mit dem Jamule erst kürzlich die Hit-Single "Unterwegs" veröffentlichte, postete ebenfalls ein Statement auf Instagram. Darin sagen sie, sie seien nicht in der Position, Jamule Absolution erteilen zu können. Der Schritt, sich öffentlich zu entschuldigen, sei aber definitiv der richtige. Außerdem gehen sie auf die Kritik ein, dass sie Künstlern wie Bonez oder Vybz Kartel keine Plattform geben sollten. Dies wäre in ihren Augen jedoch unfair und würde auch nicht ihren musikalischen Background abbilden.



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Ein von @ kitschkrieg geteilter Beitrag am

Der Rapper 3Plusss äußerte sich auf Twitter zum KitschKrieg-Statement und machte deutlich, dass er nicht viel davon hält.

Bantu Nation-Member Sugar MMFK forderte auf Instagram nicht nur ein Statement in Textform. Jamule solle sein Gesicht zeigen und sich richtig entschuldigen. Außerdem fordert er seine Follower auf, nicht wegzuschauen, wenn sich jemand rassistisch äußert oder versucht, Leute zu diskriminieren.

"Wir sind keine Zuschauer, wir sind keine Auswechselspieler. Wir sind mittendrin statt nur dabei. Und das sollte die ganze Rapwelt verstehen, respektieren und anerkennen. Und nicht nur in der Rapwelt, auch in der Gesellschaft sollte man verstehen, dass wir Mitspieler sind. Wir sind Mitspieler, wir sind sogar Spielmacher."

Jamules – nun wohl ehemaliger – Freund reezy meldete sich ebenfalls via Insta-Story zu Wort. Auch er macht keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. Für ihn sei es besonders schmerzhaft, da die beiden eigentlich schon länger befreundet seien und er Jamule seit dessen Karrierebeginn immer unterstützt habe. Die Aussagen von Jamule verstehe er aber als Angriff auf alle Schwarzen, also auch auf seine Mutter. Da höre für reezy der Spaß endgültig auf und davon gäbe es auch kein Zurück.

Jamule äußert sich ein weiteres Mal auf Instagram

In seiner Insta-Story zeigt sich Jamule nun zum ersten Mal und richtet eine kurze Bitte an alle, die aktuell auf ihn schauen. Er sei bei der ganzen Sache im Unrecht und nicht die ihm nahestehenden Künstler. Die enttäuschten Fans sollen davon absehen, andere zu beleidigen oder unter Druck zu setzen.

Nachdem unter seinem Statement-Post nur Personen kommentieren konnten, denen Jamule folgt, deaktivierte er die Kommentare nun ganz. Auch dieser Move kommt bei vielen so an, als würde er sich einer Diskussion entziehen wollen.

Neben dem rassistischen Clip kursieren noch weitere Gerüchte, Screenshots und Bildschirmaufnahmen, die zusätzlich ein schlechtes Licht auf Jamules Einstellung der Schwarzen Community gegenüber werfen. Die Faktenlage um Jamules vermeintlichen Zweit-Account "Nutte40" ist jedoch ebenso ungeklärt wie die belastende Behauptung, Schwarze Models wären bei Videodrehs unerwünscht gewesen.

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Drake vs. Kanye West: André 3000 gibt Statement nach Leak ab

Drake vs. Kanye West: André 3000 gibt Statement nach Leak ab

Von Michael Rubach am 05.09.2021 - 14:31

Mit "Life Of The Party" hat Drake kürzlich einen bis dato unveröffentlichten Track von Kanye West geleakt. Darauf vertreten: André 3000. Die Outkast-Legende sah sich nun dazu veranlasst, ein Statement zu seiner Rolle in dem anhaltenden Beef der beiden Superstars abzugeben.

André 3000 will nichts von Kanyes Drake-Diss gewusst haben

Der fast sieben Minuten lange Track "Life Of The Party" wird nach einem kurzen Intro von André 3000 eröffnet. Dieser rappt über seine eigene verstorbene Mutter. Auch wendet er sich immer wieder Kanyes Mom Donda zu, die titelgebend für das aktuelle Release von Ye ist. Wer diesen raren Verse von André 3000 auf der letztendlich releasten Version von "Donda" sucht, wird allerdings nicht fündig.

Laut André 3000 passte seine Strophe nicht zur künstlerischen Ausrichtung von "Donda". Demnach schrieb er seinen Feature-Part, bevor er darauf hingewiesen wurde, dass Kanye sein Album "clean" haben möchte. Wo genau der Text von André 3000 mit den Grundsätzen von Kanye West (jetzt auf Apple Music streamen) kollidiert, lässt sich nur mutmaßen.

Im zweiten Abschnitt seines Statements geht André 3000 auf die angespannte Situation zwischen Kanye und Drake ein. So habe er seinen Beitrag zu "Life Of The Party" ohne das Wissen um einen daran anschließenden Diss-Part geschrieben. Kanye setzt sich in seinem Verse vor allem mit Drake auseinander. Den Leak und die äußeren Umstände findet André 3000 "bedauerlich". Er liebe beide Künstler und wäre auch gern Teil von Drakes neuem Album "Certified Lover Boy" gewesen. Nun hoffe er auf eine Zusammenarbeit mit Kendrick Lamar für dessen kommendes Album. Außerdem verteilt er noch namentlich Props an Lil Baby, Tyler, The Creator und Jay-Z.

Hier kannst du das komplette Statement lesen, das unter anderem Complex vorliegt:

"Vor einigen Wochen hat Kanye anfragt, ob ich Teil des 'Donda'-Albums sein will. Ich war von der Idee inspiriert, seiner Mutter eine musikalische Hommage zu machen. Es schien mir angemessen, das 'Donda'-Konzept zu unterstützen, indem ich auf meine eigene Mutter Bezug genommen habe, welche 2013 verstorben ist. Wir beide teilen diesen Verlust. Ich dachte, es wäre eine schöne Entscheidung ein cleanes Album zu machen, aber unglücklicherweise wusste ich von diesem Plan nichts, bevor ich meinen Verse schrieb und aufnahm. Es war mir klar, dass eine bearbeitete cleane Version von meinem Verse nicht funktionieren würde, ohne dass das die Roh-Version auch verfügbar wäre. Also musste ich leider von der Albumveröffentlichung weggelassen werden.

Der Track, den ich erhalten habe und zu dem ich geschrieben habe, kam ohne Diss-Verse und wir haben gehofft, ein fokussierteres Angebot für das 'Donda'-Album zu machen, aber ich denke, Dinge passieren so, wie sie sollen. Es ist bedauerlich, dass der Song auf diese Weise veröffentlicht wurde und zwei Artists, die ich liebe, sich streiten. Ich wollte auch auf 'Certified Lover Boy' sein. Ich möchte einfach mit Menschen arbeiten, die mich inspirieren. Hoffentlich kann ich mit Kendrick an seinem Album arbeiten. Ich würde gerne mit Lil Baby, Tyler und Jay-Z arbeiten. Ich respektiere sie alle."

("A few weeks ago Kanye reached out about me being a part of the 'Donda' album. I was inspired by his idea to make a musical tribute to his mom. It felt appropriate to me to support the 'Donda' concept by referencing my own mother, who passed away in 2013. We both share that loss. I thought it was a beautiful choice to make a clean album but, unfortunately, I didn’t know that was the plan before I wrote and recorded my verse. It was clear to me that an edited ‘clean’  format of the verse would not work without having the raw, original also available. So, sadly, I had to be omitted from the original album release.

The track I received and wrote to didn’t have the diss verse on it and we were hoping to make a more focused offering for the Donda album but I guess things happen like they are supposed to. It’s unfortunate that it was released in this way and two artists that I love are going back and forth. I wanted to be on Certified Lover Boy too. I just want to work with people that inspire me. Hopefully I can work with Kendrick on his album. I’d love to work with Lil’ Baby, Tyler and Jay-Z. I respect them all.")

Kanye West und Drake haben jüngst ihre Alben "Donda" und "Certified Lover Boy" veröffentlicht. Im Vorfeld kochte der Beef zwischen den beiden Pop-Ikonen erneut hoch. Ausgangspunkt war dabei wohl ein Feature von Drake auf dem Trippie Redd-Song "Betrayal".

Wie unterschiedlich Kanyes "Donda" bei uns in der Redaktion aufgenommen wurde, kannst anhand dieser beiden Reviews auschecken:

Review: Kanye Wests "Donda" ist ein absolut stabiles Album

Review: Kanye Wests "Donda" ist nicht so gut wie alle sagen


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