PA Sports ist heiß – wann battlen endlich zwei der Großen in Deutschland?!

Die etablierten Rapper streiten auf Twitter, Instagram und Facebook. Parallel dazu ist die Battle-Szene bei Don't Let The Label Label You und Rap Am Mittwoch auch dank des Internets so aktiv und qualitativ hochwertig wie nie zuvor. Irgendwie existiert sie trotzdem wie eine Parallelwelt innerhalb des deutschen Rap-Kosmos. PA Sports sendet (erneut) Signale, das ändern zu wollen.

Er hat Bock auf Battle. Mit Crowd, von Angesicht zu Angesicht, mit dem Mic in der Hand und Schweiß auf der Stirn. Real Rap. Zitat aus seinem gestern veröffentlichten Bang den Trend-Video:

"Ihr könnt ein paar Tausend hol'n, ich kann ein paar Tausend hol'n / aber wer von diesen P*ssys wär' bereit, vor einer Crowd zu flow'n? / ich zerreiße ausnahmslos jeden dieser fake MCs"

Während ein Gegner schwer zu finden sein wird, verhält es sich bei einer passenden Arena anders. Rap Am Mittwoch würde das Match mit Kusshand nehmen und einen passenden Rahmen bieten. Die Battle-Liga reagierte heute via Twitter auf PA Sports' hungrige Ansage:

Rap Am Mittwoch on Twitter

Wir würden uns freuen @PASports45 mal in der BMCL begrüßen zu dürfen. Beste Grüße #RapoderStirb

Wo sind die Gegnaz?!

Potenzielle Gegner gibt es genug. Es wird im deutschen Rap immer wieder fleißig herausgefordert – meistens kommt es aber so rüber, als wollte der selbstbewusste MC mit Battle-Erfahrung einfach die Muskeln spielen lassen. Oder: Der weniger prominente Rapper sieht die Chance auf eine große Plattform – bei RAM und DLTLLY gibt es zig Rapper, die es mit den Großen aufnehmen könnten und würden. In beiden Szenarien ist ein tatsächliches Duell aufgrund einer zu hohen Fallhöhe auf der einen und zu wenig Erfahrung/Skills/Selbstvertrauen auf der anderen Seite unwahrscheinlich.

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Der Gegner müsste schon in einer ähnlichen Liga spielen + die Eier haben, zu performen. Beide Punkte werden mehr oder weniger von Kay One, Laas Unltd. und Fard erfüllt. Fard hat bereits Kay herausgefordert, Kay wollte gegen Fler antreten und Laas sucht schon ewig das Duell mit Kollegah. Alle sind gestandene MCs und der Szene ein Begriff. Aber würden sie auch battlen, wenn sie nicht siegessicher wären?

Gregpipe, ein Veteran der Battle-Szene, hat sie direkt alle herausgefordert. Er selbst hat schon oft unter Beweis gestellt, dass er auch gegen Rapper antritt, die reputationstechnisch vielleicht noch nicht ganz auf seinem Level sind. Der Mann lebt den Scheiß. Das macht die Matches reizvoller. Ein bisschen mehr Gregpipe würde den großen Namen vielleicht ganz guttun.

Worum geht's?

Es stellt sich auch die Frage, ob eine richtige Abneigung zwischen den Kontrahenten nötig ist. Für ein sportliches Battle – quasi um die MC-Ehre – ist das nicht der Fall. Laas hat sich auf diesem Gebiet mit der lyrischen Enthauptung Drob Dynamics einen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert. Aber sonst lässt sich niemand locken.

PA klingt fast so, als würde er richtigen Beef im Battle regeln wollen. Er sagt quasi: Wer mir querkommt, muss auch die Eier haben, das zu regeln. Das erklärte er auch in einem Interview mit Rooz:

PA Sports will eine kleine Revolution für deutschen Rapper-Beef

✔ ABONNIEREN: http://bit.ly/AboBOHH ✚ KOMPLETTE #WASLOS MIT ROOZ: hiphop.de/node/298069 Beef unter deutschen Rappern? - PA Sports hat die Schnauze voll. Der Essener macht einen Vorschlag, wie Streitigkeiten ab sofort geklärt werden sollten und dürfte damit bei Fans auf große Zustimmung stoßen: einfach battlen! PA SPORTS - "ZURÜCK ZUM GLÜCK" - 03.06.2016: ► Lmt.

An irgendeiner Komponente ist es noch immer gescheitert. Und genau so wird es sich bei allen Battles verhalten, zu denen irgendwer irgendjemanden auffordert. Wahrscheinlich wird sich daher auch kein Gegner für PA finden, der auch aus PAs Perspektive klargeht. An der Frage, für wen es beim Duell um was geht, wird es immer scheitern.

Wenn ich die Frage aus der Headline selbst beantworten soll, lautet die Antwort: wahrscheinlich nie und hoffentlich bald. Aber ey, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

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Kommentare

Auf shindy bist doch so ein Grasser Rapper

Die erste Minute ist Fremdscham pur "Wallah Bruder dies das". Das "erwachsene Menschen" ernsthaft so reden...

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Von Angst geprägt: Laas resümiert EGJ-Zeit

Von Angst geprägt: Laas resümiert EGJ-Zeit

Von Till Hesterbrink am 19.10.2021 - 12:41

In einer äußerst ausführlichen Instagram-Story fasst Laas seine Zeit bei EGJ zusammen. Eine Zeit, die laut eigener Aussagen vor allem von Angst geprägt gewesen sei. Die Angst, das neue Camp zu enttäuschen. Auch an seine beiden ehemaligen Beef-Kontrahenten Kollegah und Farid Bang richtet er Grüße aus.

Laas bei EGJ: "Thema Angst"

Bewegt durch Ali Bumayes Aussagen im neusten TV Straßensound-Interview über die EGJ-Zeit fühlt sich auch Laas bewegt ein paar Worte zu seinem Signing bei dem Berliner Label loszuwerden. So habe sein Umfeld ihm geraten, sich nach den schlechten Verkaufszahlen seines Albums "Daemon" wieder einen "normalen Job" zu suchen. Zu diesem Zeitpunkt habe Laas (jetzt auf Apple Music streamen) bei Freunden auf dem Sofa geschlafen und wäre broke gewesen.

Dann habe er von Freunden aus der Szene die Anfrage bekommen, ob er nicht am Ali Bumaye-Album mitarbeiten wolle. Daraufhin sei er schnell ein fester Teil des Labels geworden und Arafat habe ihn gefragt, ob er nicht bei EGJ unterschreiben wolle. Er habe sich in der Hiphop-Welt nie willkommen geheißen gefühlt, aber dort wurde er ohne Vorurteile so aufgenommen, wie er war. Zum ersten Mal habe er sich dazugehörig gefühlt.

"Nun war ich nach 15 Jahren Struggle endlich mal irgnedwo angekommen, wo es plötzlich wieder Sinn machte, an meine Musik zu glauben."

Zwar habe er dadurch seine Geldprobleme hinter sich lassen könne, allerdings hätten sich neue, zuvor nicht erahnbare Probleme aufgetan. Besonders mit Selbstzweifeln habe er zu Kämpfen gehabt. Zum ersten Mal hätten seine Moves auch direkte Auswirkungen auf das hinter ihm stehende Team gehabt. Und dieses habe er nicht direkt wieder verlieren wollen. Diese Angst, keine Fehler machen zu wollen, habe ihn "versteinert".

Bushido startet Beef mit Koolegah & Farid Bang wegen Laas

Als Farid ihn dann auf einem Song disste, habe Arafat bei diesem angerufen und das Ganze aus der Welt geschafft. Allerdings habe Bushido dann mit seiner Aussage im Promovideo zu Black Friday, dass Laas jetzt bei ihm seie und ihn niemand mehr dissen könne, ein größeres Thema daraus gemacht. Ähnliches hatte auch Ali im Interview erklärt, dass dieser eine Satz für den Beef mit Kollegah und Farid gesorgt habe.

Laas habe sich erst über die Rückendeckung gefreut, verstehe heute aber, dass es vor allem auch um eine Machtdemonstration ging. Aus der Angst, sein Camp zu enttäuschen, habe Laas auch wieder angefangen, gegen Kollegah zu feuern. Aus heutiger Sicht sei er allerdings sehr unzufrieden mit diesen Lines.

"Ich stand genau in der Mitte zwischen zwei Parteien, deren Egos sehr wahrscheinlich die Größten dieser Szene sind. Farid und Kollegah sind, wenn es um dieses Thema Beef geht, die absoluten Endgegner, Bushido und Arafat zum damaligen Zeitpunkt genauso."

Am Ende des Tages habe er nur versucht, so unbeschadet wie möglich aus dieser Situation wieder herauszukommen.

Doch habe ihn das ganze auch gelehrt, dass Angst ihm eigentlich nichts anhaben kann. Er sei schon am Boden gewesen und habe jedes "worst case Szenario" miterlebt und sei trotzdem mit erhobenem Haupte rausgekommen. Zum Schluss bedankt er sich sowohl bei Kollegah und Farid Bang als auch bei Bushdio und Arafat für diese Zeit, die in stärker gemacht habe. Ali Bumaye antwortete Laas nach seinem Statement, dass er "nur Liebe" für ihn habe.

Aber auch aktuell gibt es immer wieder Dinge, mit denen Laas zu kämpfen hat:

Nach Shirin David-Album: Laas wollte seine Karriere beenden

Nach der gemeinsamen Fertigstellung des zweiten Albums von Shirin David, meldet sich Laas in seiner Instagram-Story zu Wort und zeigt sich enorm selbstkritisch: Bis heute sei er auf nichts, was er erreicht habe, stolz. Nach der Zusammenarbeit mit Shirin David an den Texten von "B*tches brauchen Rap" sei er zum wiederholten Mal kurz davor gewesen, seine Karriere zu beenden.


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