Kollegahs neuer Fler-Diss: Reaktionen und Meinungen zu "Fanpost 2"

Kollegah disst Fler erneut. Fanpost 2 ist da – inzwischen schon seit zwei Tagen. Zeit, zu rekapitulieren.

Detaillierte Statistiken zu Views und Bewertungen auf YouTube fehlen, da das offizielle Video dort immer noch offline ist. Ein grobes Gefühl dafür, wie Kollegahs neuer Disstrack in der Szene ankommt, hat inzwischen wohl jeder entwickelt.

Man lehnt sich nicht weit aus dem Fenster, wenn man sagt, dass die Reaktionen gemischt sind. Manche feiern das Ding ziemlich ab, andere sind enttäuscht. So richtig weitergebracht hat uns auch diese Umfrage nicht:

Voting-Ergebnis: So bewertet die Community Kollegahs "Fanpost 2"

Wir wollten wissen, wie gut euch Kollegahs Fler-Diss Fanpost 2 gefällt.Das Ergebnis ist einigermaßen ausgeglichen mit einer leicht positiven Tendenz für das Alpha Music-Oberhaupt ausgefallen.Als Durchschnittsnote ist bei unserer Umfrage 3,38 herausgekommen, also ungefähr eine 3-.

Eindeutiger sind da schon die Meinungen einiger Rap-Kollegen. Lassen wir doch zuerst jemanden zu Wort kommen, der selbst schon von Kolle gedisst wurde:

Flers ehemaliger Aggro-Partner Sido ist auch nicht unbedingt begeistert:

Die Redaktion von Noisey, in der Regel nicht Flizzys engste Verbündete, ist kurz nach der Veröffentlichung des Disstracks auf Kommentarsuche gegangen und dabei nicht gerade auf Euphoriestürme gestoßen:

Kollegahs Disstrack gegen Fler ist leider eine Enttäuschung | NOISEY

von Noisey Staff Da ist er endlich, der zweite Kollegah-Disstrack gegen Fler: „Fanpost 2". 18 Minuten arbeitet sich der selbsternannte King of Deutschrap an dem Kollegen aus Berlin ab. Martialische Szenen, ein überzeugendes Fler-Double und viel aufgestaute Wut-leider wurde das Video kurz nach Veröffentlichung gleich wieder von Fler (Maskulin) gesperrt.

Das ehemalige Ersguterjunge-Mitglied D-Bo (inzwischen Verantwortlicher bei Wolfpack Entertainment) verfolgt einen eher diplomatischen Ansatz:

Kollegahs Homie Farid Bang unterstreicht bei Facebook auf die Frage eines Fans nach seiner Meinung dessen Technik ("technisch gesehen der beste Rapper Deutschland"). Ebenfalls von Facebook stammt Azads kurze Stellungnahme:

Langweilig - check

Eingeschlafen - check

Sogar Mainstream-Medien wie der Focus oder der Fernsehsender Pro7 berichteten:

Stars - Rapper-Beef: So reagiert Fler auf den neuen Disstrack von Kollegah

Der Beef zwischen Kollegah und Fler geht in die nächste Runde. Grund dafür ist der neuste Disstrack von Rapper Kollegah. Wie Fler darauf reagiert, erfahrt ihr im Video.

„Fanpost 2": Fler reagiert auf Disstrack von Kollegah

Es ist einer der langlebigsten Streits in der deutschen Rap-Szene. Nun hat Kollegah (32, „King") zu einem - seiner Meinung nach - finalen Schlag gegen Fler ausgeholt. Am Freitagabend veröffentlichte er den Disstrack „Fanpost 2" auf Youtube. Darin vernichtet er in über 18 Minuten seinen Rap-Kontrahenten Fler (34, „Level") sowohl verbal als auch visuell.

Flers Reaktion kennen wir ja schon seit Freitag:

Nach der Veröffentlichung von "Fanpost 2": Fler wendet sich an Kollegah

Fler hat nicht lange auf seine Reaktion zu Fanpost 2 warten lassen. Nach der Sperrung des Clips wendet der Berliner sich auf Twitter an seinen Gegner Kollegah, lobt dessen Video und fordert, dass die Stellen zensiert werden, in denen es um seine Frau und seine Mutter geht.

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Kommentare

der track war leider wirklich extrem schlecht...

War aber immerhin ein bisschen besser als der 1 Fanpost Song.

Langweilig. Beide sollten gesteinigt werden, meine Meinung.

Kollegah ist selbst schuld :D
Nachdem er Sachen wie "Armageddon" als Freetrack rausgehauen hat.
Nach der Lyriclounge, den letzten beiden Alben und dem ganzen gelaber, lag die Messlatte einfach sagenhaft hoch was die Erwartungen in einen zweiten Disstrack in Richtung Fler angeht.
Man (dazu zähle ich mich auch) hat einen Track erwartet in dem keine Line verschwendet wird. In dem Altes unterhaltsam verpackt und auch bislang unerzähltes eingebaut wird.

Was es am Ende des Tages gab war leider ein bisschen ernüchternd.
Sehr viel, definitiv zu viel, Redundanz (Die Sprayerstory hätte gereicht, aber es wird so oft Gemüse erwähnt das Kollegah sich selbst zum Marktschreier macht) und viele Zeilen die sich nicht reimen(halb so wild, wenn sie das nicht sollen) und Zeilen die sich ***** reimen (Bitter bei dem Level auf dem er sonst agiert).

Das eigentlich interessante und das worauf alle gewartet haben, kam am Ende und im Vergleich dann auch einfach viel zu kurz.
Das Eingehen auf die Wahnwitzigen Interviewaussgen von Fler. Vom Modezar, bis zur 30k EUR Uhr, über Realness, Ghostwriting usw usf..... DA wäre so viel Angriffsfläche gewesen auf Dinge einzugehen die Fler nicht leugnen kann, weil jeder die ******* Interviews kennt.

So hat man jetzt einen Song mit viel Gemüse und das interessanteste ist ob die Story mit den Sprayern Tatsache ist oder ob er sich das aus´m Ärmel geschüttelt hat.
Daher eher schwach, aber wie gesagt ist er selbst daran schuld, da er die Erwartungen einfach sau hoch gesteckt hat.

woow, kollegah bitte benutz mal deine echte stimme ohne zu versuchen tief zu sprechen, dazu hatte grad keiner bock auf sein disstrack gegen fler, also falsches timing noch dazu, die wahrheit ist das kollegah ausgelutscht ist, er kann nicht mehr so unterm radar geschichten erfinden um darüber zu texte zu haben, an kc sein disstrack kommt er nicht mal annähernd, farid und kc sind halt straße!

Grottenschlechter Diss, Fler rappte als Kollegah noch zur Grundschule ging. Der soll nicht so ne Welle schieben.

Was das für 1 life?

Deine Meinung dazu?

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Von Angst geprägt: Laas resümiert EGJ-Zeit

Von Angst geprägt: Laas resümiert EGJ-Zeit

Von Till Hesterbrink am 19.10.2021 - 12:41

In einer äußerst ausführlichen Instagram-Story fasst Laas seine Zeit bei EGJ zusammen. Eine Zeit, die laut eigener Aussagen vor allem von Angst geprägt gewesen sei. Die Angst, das neue Camp zu enttäuschen. Auch an seine beiden ehemaligen Beef-Kontrahenten Kollegah und Farid Bang richtet er Grüße aus.

Laas bei EGJ: "Thema Angst"

Bewegt durch Ali Bumayes Aussagen im neusten TV Straßensound-Interview über die EGJ-Zeit fühlt sich auch Laas bewegt ein paar Worte zu seinem Signing bei dem Berliner Label loszuwerden. So habe sein Umfeld ihm geraten, sich nach den schlechten Verkaufszahlen seines Albums "Daemon" wieder einen "normalen Job" zu suchen. Zu diesem Zeitpunkt habe Laas (jetzt auf Apple Music streamen) bei Freunden auf dem Sofa geschlafen und wäre broke gewesen.

Dann habe er von Freunden aus der Szene die Anfrage bekommen, ob er nicht am Ali Bumaye-Album mitarbeiten wolle. Daraufhin sei er schnell ein fester Teil des Labels geworden und Arafat habe ihn gefragt, ob er nicht bei EGJ unterschreiben wolle. Er habe sich in der Hiphop-Welt nie willkommen geheißen gefühlt, aber dort wurde er ohne Vorurteile so aufgenommen, wie er war. Zum ersten Mal habe er sich dazugehörig gefühlt.

"Nun war ich nach 15 Jahren Struggle endlich mal irgnedwo angekommen, wo es plötzlich wieder Sinn machte, an meine Musik zu glauben."

Zwar habe er dadurch seine Geldprobleme hinter sich lassen könne, allerdings hätten sich neue, zuvor nicht erahnbare Probleme aufgetan. Besonders mit Selbstzweifeln habe er zu Kämpfen gehabt. Zum ersten Mal hätten seine Moves auch direkte Auswirkungen auf das hinter ihm stehende Team gehabt. Und dieses habe er nicht direkt wieder verlieren wollen. Diese Angst, keine Fehler machen zu wollen, habe ihn "versteinert".

Bushido startet Beef mit Koolegah & Farid Bang wegen Laas

Als Farid ihn dann auf einem Song disste, habe Arafat bei diesem angerufen und das Ganze aus der Welt geschafft. Allerdings habe Bushido dann mit seiner Aussage im Promovideo zu Black Friday, dass Laas jetzt bei ihm seie und ihn niemand mehr dissen könne, ein größeres Thema daraus gemacht. Ähnliches hatte auch Ali im Interview erklärt, dass dieser eine Satz für den Beef mit Kollegah und Farid gesorgt habe.

Laas habe sich erst über die Rückendeckung gefreut, verstehe heute aber, dass es vor allem auch um eine Machtdemonstration ging. Aus der Angst, sein Camp zu enttäuschen, habe Laas auch wieder angefangen, gegen Kollegah zu feuern. Aus heutiger Sicht sei er allerdings sehr unzufrieden mit diesen Lines.

"Ich stand genau in der Mitte zwischen zwei Parteien, deren Egos sehr wahrscheinlich die Größten dieser Szene sind. Farid und Kollegah sind, wenn es um dieses Thema Beef geht, die absoluten Endgegner, Bushido und Arafat zum damaligen Zeitpunkt genauso."

Am Ende des Tages habe er nur versucht, so unbeschadet wie möglich aus dieser Situation wieder herauszukommen.

Doch habe ihn das ganze auch gelehrt, dass Angst ihm eigentlich nichts anhaben kann. Er sei schon am Boden gewesen und habe jedes "worst case Szenario" miterlebt und sei trotzdem mit erhobenem Haupte rausgekommen. Zum Schluss bedankt er sich sowohl bei Kollegah und Farid Bang als auch bei Bushdio und Arafat für diese Zeit, die in stärker gemacht habe. Ali Bumaye antwortete Laas nach seinem Statement, dass er "nur Liebe" für ihn habe.

Aber auch aktuell gibt es immer wieder Dinge, mit denen Laas zu kämpfen hat:

Nach Shirin David-Album: Laas wollte seine Karriere beenden

Nach der gemeinsamen Fertigstellung des zweiten Albums von Shirin David, meldet sich Laas in seiner Instagram-Story zu Wort und zeigt sich enorm selbstkritisch: Bis heute sei er auf nichts, was er erreicht habe, stolz. Nach der Zusammenarbeit mit Shirin David an den Texten von "B*tches brauchen Rap" sei er zum wiederholten Mal kurz davor gewesen, seine Karriere zu beenden.


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