In einem ausführlichen Brief hat Sentino via Facebook auf die Aussagen von Bushido in einem Interview mit AllGood reagiert.

Bushido bestreitet im besagten Interview, dass Sentino, ehemals Sentence, den Labelnamen Ersguterjunge erfunden habe, was dieser jedoch bis heute behaupte. Auch der Vorwurf, Sentino sei sein Ghoswriter gewesen, entspreche nicht der Wahrheit. Er habe ihn lediglich beeinflusst: "Man wird immer beeinflusst, aber die Sachen sind alle von mir."

Sentino sei immer mehr Wahnsinn als Genie gewesen. Er habe amerikanische Dinge sehr gut verinnerlichen und im Deutschen umsetzen können: "Und Sentino hat einfach komplette Verses von Lloyd Banks übersetzt." Wie genau sie sich kennengelernt haben, wisse Bushido nicht mehr, Sentino habe "jeder" gekannt: "Und er hat vermutlich ganz schnell den Braten gerochen und sich direkt an mich rangehängt."

Auch die letzten Worte Richtung Sentino fallen nicht allzu nett aus. Wenn Sentino ein ganzes Album von ihm geschrieben hätte, könne er das ruhig sagen, er habe ihn seit Jahren nicht gesehen: "Und wenn Sentence etwas nicht sagt, dann… der ist wirklich das größte Klatschmaul der ganzen Nation."

Sentino reagierte heute auf Facebook und kann die Aussagen von Bushido offenbar nicht nachvollziehen. Er habe sich nie schlecht über Bushido geäußert, die beiden seien Freunde gewesen und hätten Tag und Nacht zusammen gechillt: "Ich habe nie Profit aus irgendwas geschlagen was mit Dir zu tun hatte. Du kamst zu mir. Nicht ich zu Dir."

Zwar habe er nie ein Album für Bushido geschrieben, jedoch habe er sich Ersguterjunge ausgedacht. Zudem behauptet Sentino, Eko Fresh habe damals für Bushido Texte geschrieben.

Sentino appelliert an Bushido, dass er nicht über ihn reden und "mit Kacke" auf seinen Namen schmeißen solle. Schließlich habe Bushido ihn mit Universal-Chef Neffi 2005 signen wollen. Inzwischen habe man sich acht Jahre nicht gesehen und Bushido wisse nicht, was mit Sentino in dieser Zeit passiert sei.

Auch zu den Ami-Hiphop-Aussagen äußert Sentino sich: "Ich war ein guter Junge der gut rappen konnte. Ich musste nie Lloyd Banks Strophen biten oder sonstwas. Dass Du jetzt so im Vorbeigehen mal eben meine ganze Vergangenheit abwertest und mich wie ein Stueck Scheisse darstellst, beweist was fuer ein empathieloser Psycho Du bist."

Nachdem Sentino betont, dass er auf "die Euros" und "falsche Freunde" scheiße, schließt er mit netten Worten ab: "Ich hoffe alle Alben die Ihr macht gehen Gold und Eure Kinder werden starke und intelligente Menschen."

Hier noch mal der Link zu Bushidos AllGood-Interview, etwa ab der Mitte wird das Thema behandelt, sowie Sentinos Facebook-Brief:

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Kommentare

Mischt mich nicht in Eure HipHopklatschpresse mit rein. <----- den wichtigsten Satz habt ihr nicht zitiert und vor allem nicht beachtet. 

Steht doch... drittletzter Absatz ;)

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Samra mit Statement zu Missbrauchsvorwürfen

Samra mit Statement zu Missbrauchsvorwürfen

Von HHRedaktion am 19.06.2021 - 14:00

Triggerwarnung: Der folgende Artikel beschäftigt sich mit sexualisierten Gewalthandlungen und deren Folgen für Betroffene. Dies kann belastend sein und retraumatisierend wirken.

UPDATE vom 19. Juni:

Zum Kontext: In den letzten Tagen hat eine Frau namens Nika Vorwürfe sexueller Gewalt gegen Samra erhoben. Die Anschuldigungen lösten zahlreiche Berichte von sexuellem Fehlverhalten anderer Rapper aus. Samra, der sich gestern Abend erstmals in einem Post zu den Vorwürfen äußerte, hat sich nach seinem ersten Statement noch mal umfassend in seiner Instagram Story zu Wort gemeldet.

Er bestreitet dort zunächst die Vorwürfe und sagt, dass er ein "gleichgültiger" Typ sei mit einer "arroganten" Art und Weise. Er denkt, dass sich Nika gekränkt gefühlt haben könnte, weil er ihr gegenüber kalt auftrat. Sie könne seine "Karriere nicht zerstören". Außerdem seien ihm Universal und die Presse egal. Das Label hatte zuvor angekündigt, die Zusammenarbeit mit Samra vorerst eingestellt zu haben.

Im weiteren Verlauf sagt Samra, seine Psyche sei "gef*ckt" aufgrund der Missbrauchsvorwürfe. Er behauptet, Nika baue sich über ihn Reichweite und Ruhm auf, die Anschuldigungen seien gelogen. Er behauptet, dass sie aus diversen Gründen dringend Hilfe brauche und man ihr den "besten Anwalt" suchen solle, damit die "Sache schnell geklärt" sei. Außerdem betont er, wie schlecht er sich fühle, dass man ihn als Vergewaltiger bezeichne. Er sagt, er sei gegen jede Art von Missbrauch.

Abschließend ist noch eine Story-Slide mit Text zu sehen, in welchem er sagt, dass es sich aktuell um die emotional schwerste Zeit in seinem Leben handele. Denn "niemand sollte sich für eine Lüge rechtfertigen müssen, die er nicht begangen hat". Außerdem wirft er Nika vor, "ein so sensibles Thema für Likes und Klicks auszunutzen", was "ein Schlag ins Gesicht für alle tatsächlich betroffenen Opfer" sei.

Originalmeldung vom 18. Juni:

Samra hat sich erstmals zu den Vorwürfen geäußert, die seit einigen Tagen im Raum stehen. Eine Frau namens Nika hatte ihm Anfang der Woche sexualisierte Gewalt vorgeworfen und ihre Erlebnisse auf Instagram geteilt. Im Anschluss hatten sich weitere Frauen zu Wort gemeldet und Samra sowie anderen Rappern verschiedene Arten von sexuellem Fehlverhalten vorgeworfen.

Auf seinem Insta-Profil hat Samra nun einen Post veröffentlicht, in welchem er Stellung zu den Vorwürfen bezieht. Er erklärt, dass er niemanden vergewaltigt habe. Weiter erläutert er, dass er rechtliche Schritte gegen Nika einleiten werde.

Samra mit erstem Statement zu Vorwürfen von sexualisierter Gewalt

Samra schreibt, ihm sei bewusst, dass sein Statement die Vorwürfe "nicht aus der Welt schaffen" werde und ihm "einige" keinen Glauben schenken würden. Er wolle die Sache "von der Staatsanwaltschaft klären lassen", da die Frau selbst nicht zur Polizei gehen wolle. Dadurch sehe er sich gezwungen, rechtliche Schritte einzuleiten.

Er ginge bewusst diesen Weg, weil er den "Vorwürfen nicht nur widerspreche", sondern auch eine "unabhängige Aufklärung durch die Staatsanwaltschaft und Polizei herbeiführen möchte".  

Am Ende seines Statements bittet er seine Fans, diejenige, die ihn beschuldigt, nicht mehr "als Prostituierte und Ähnliches zu beleidigen oder gar zu bedrohen". Er bittet außerdem um Verständnis dafür, dass er sich vorerst nicht weiter zu dem Thema äußern will.

Nika erklärt, ihrerseits zur Polizei gehen zu wollen

Einige Stunden vor Samras Statement hatte Nika bereits erklärt, Anzeige erstatten zu wollen. Ursprünglich hatte sie diesen Weg ausgeschlossen, weil ihr das Vertrauen in den Justizapparat fehlte und sie sich den für Opfer immer schwierigen Prozess ersparen wollte.

Frauen, die Missbrauch erlebt haben oder noch erleben, finden auf hilfetelefon.de verschiedene Beratungs- und Hilfsangebote. Außerdem gibt es entsprechende Notfallnummern, bei denen Betroffene und Angehörige sich melden können.

Bundesweites Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 0800/0116 016

Hilfe- und Beratungsstelle der Antidiskriminierungsstelle des Bundes: 030/18 555 1865

Hilfetelefon sexueller Missbrauch: 0800-22 55 530


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