Massiv hat soeben via Facebook ein ausführliches Statement verfasst, in dem er sich zu seiner aktuellen Situation und künftigen Veränderungen äußert. Zudem gibt er neue Infos zu seinem im September angekündigten Album Ein Mann ein Wort 2 bekannt.

In letzter Zeit habe er sich viele Gedanken gemacht, ob seine Musik mit seiner aktuellen Lebenssituation vereinbar sei, so Massiv. Da dies nicht der Fall sei, habe er sich für einen "krassen Schnitt durch mein Leben" entschieden, um mit sich "im Reinen" zu sein. Es ungemein wichtig, "den Kids" keine falschen Ansichten mit auf den Weg zu geben, weshalb er nun Musik machen werde, "die die Menschen verbindet motiviert und berührt".

Massiv wolle nichts mehr mit "all dem Gelaber zutun haben, wer ist härter, wer ist krasser, wer ist breiter bla bla bla" zu tun haben. Auch er habe das in der Vergangenheit getan und es gehöre zu seinem Werdegang, jedoch habe er auch damals schon seine motivierende, emotionale Seite in seinen Songs gezeigt. Er habe nie das das Wichtigste, die Musik, vergessen. Genau das sei bei vielen Rappern im "Statement-und-Ansage-Video-Jahr" 2014 der Fall gewesen. Er wolle sich deshalb von "diesem ganzen Verein" distanzieren.

Momentan sei er unter anderem dabei, seinen Youtube-Kanal zu "filtern". Es sei allerdings nicht möglich, alle entsprechenden Videos zu löschen.

Außerdem könne man auf seinem kommenden Album Ein Mann ein Wort 2 "100% Emotion[en]" und "die Wahrheit" erwarten. Seit vier Monaten arbeite er bereits mit Abaz an der Platte. Dieser werde das Album komplett produzieren.

Weitere Infos zu all den Veränderungen würden demnächst folgen.

Massiv schließt ab mit den Worten: "Er [Abaz, Anm. d. R.] wird es zu 100% produzieren, ich werde es zu 100% schreiben und es wird zu 100% ein würdiger Nachfolger des ersten Teils. Ein Mann Ein Wort 2 kommt !!!"

Was sagst du zu Massivs Entschluss? Schreib's in die Kommentare!

Bereits in den letzten Wochen hatte Massiv sich unter anderem zu ISIS-Vorwürfen gegen ihn geäußert, zudem lasse er sich momentan seine Tattos entfernen.

Mehr zu Massiv gibt's auf unserer Artist Page.

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Kommentare

haha das kann ja nur schlecht werden? Wer will denn bitte emotionale Bretter hören? haha :D

Hm ja dann... 

So ähnlich fing es bei Deso auch an. Am besten ist, ihr fangt sofort an, dem Vogel jegliche Plattform zu entziehen.

Oje, was soll man zu jemandem wie dir noch sagen..

Das wäre wohl etwas übertrieben. Momentan gibt es keinen Grund, ihm die Plattform zu entziehen.
Grundsätzlich hast du aber recht. Man muss das im Auge behalten und ihn bei tatsächlichen Anzeichen einer Radikalisierung sofort vollständig boykotieren.

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Prozess gegen Deso Doggs Witwe gestartet

Prozess gegen Deso Doggs Witwe gestartet

Von Michael Rubach am 04.05.2020 - 16:02

Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg ist heute ein Prozess gegen die Witwe von Denis Cuspert alias Deso Dogg angelaufen. Unter dem Namen Abu Talha al-Almani trat der frühere Berliner Rapper immer wieder in Propaganda-Videos als Kämpfer für den Islamischen Staat in Erscheinung. Seiner Ehefrau wird nun unter anderem die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen.

Deso Doggs Witwe bestreitet IS-Mitgliedschaft

Die 35-jährige Angeklagte soll 2015 ihrem damaligen Mann nach Syrien gefolgt sein. Ihre drei kleinen Kinder habe sie ebenfalls in das umkämpfte Land gebracht. Vor Ort habe sie sich dann der Terrororganisation Islamischer Staat angeschlossen. Ihre Kinder seien nach IS-Ideologie erzogen worden. Nach dem Tod ihres ersten Ehemannes habe sie dort schließlich Denis Cuspert geheiratet, der Medienberichten zufolge 2018 bei einem Luftangriff ums Leben gekommen ist.

Der Aufenthalt in Syrien habe laut Anklage die "körperliche und psychische Entwicklung" der Kinder gefährdet. Auch wird der Beschuldigten zur Last gelegt, eine Kalaschnikow besessen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sieht hier eine "Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht" sowie einen "Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz."

Ferner prüft das Gericht, ob die Angeklagte versucht hat, per E-Mail weitere Frauen für den IS anzuwerben. Damit nicht genug: Die beschuldigte Deutsch-Tunesierin soll eine 13-jährige Jesidin zeitweise als Sklavin in ihrem Haushalt gehalten haben. Der Anwalt der Angeklagten bestreitet dieses Verbrechen. Er betont, dass das betreffende Mädchen "ein Gast wieder jeder andere" gewesen sei. So berichtet es der NDR.

Der Anwalt lässt darüber hinaus verlauten, dass sich seine Mandantin lediglich um die Kinder gekümmert habe und dies die Pflicht einer Mutter sei. Dadurch werde sie nicht automatisch zu einer Terroristin.

Im September 2019 wurde die Frau verhaftet. Vorher lebte sie laut NDR drei Jahre "unauffällig" in einem Hamburger Stadtteil. 2016 hatte sie Syrien wieder den Rücken gekehrt.


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