T.I. scheint nicht durchweg zufrieden zu sein mit der Geschichtsstunde von Q-Tip für Iggy Azalea. Auf Twitter gabs er jetzt einige Statements zu der Thematik ab.

Es hätte schon weitaus schlechtere weiße Rapper gegeben, welche die schwarze Kultur manipuliert und zu persönlichen Zwecken genutzt hätten. So sei eine defensive "Alle Weißen wollen unsere Kultur klauen"-Mentalität entstanden. T.I. denkt talentierte Rapper wie Iggy oder Eminem tragen viel mehr zur Entwicklung der Hiphop-Kultur bei, als sie zu klauen und ihr zu schaden. Sollte man ihnen das Rappen verbieten, so wäre man nur ein Haufen von Heuchlern - und das wäre ganz und gar nicht im Sinne von Hiphop. 

Klingt soweit gut nachvollziehbar. Allerdings nicht für Azealia Banks, die sich auf Twitter weniger konstruktiv mit T.I.s Stellungnahme auseinandersetzt. Sie würde jetzt verstehen, wie konditioniert und indoktriniert T.I. sei und daher jetzt aufhören ihn damit aufzuziehen. Er hätte ja gar keine Ahnung. 

Hier die Tweet-Chronik zum Nachlesen:

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Kommentare

Soso, im Jahre 2014 wird also allen Ernstes darüber diskutiert welche Hautfarbe jemanden zum Mitmachen in der Hiphopkultur authorisiert. Mir wird schlecht.
Aber meiner Meinung sind das nun die Auswüchse der, in Solziologenkreisen erfundenen, "Definitionsmacht". Diese besagt, das zu bestimmten Themen nur die diskrimienierte Gruppe etwas sagen darf. Die privilegierte bzw mächtige Gruppe hat dementsprechend nichts zu melden. Und die mächtige Gruppe kann man ja immer so schön verallgemeinern (und somit ausschließen - siehe Diskussion um Iggy Azalea) ala "Alle weißen sind gegenüber den Schwarzen privilegiert", oder "Jeder Mann ist gegenüber der Frau privilegiert"...
Ob nun jemand wie Eminem, welcher durchaus in problematischen Verhältnissen aufwachsen musste, privilegiert ist, will ich nicht beantworten. Kann ich auch nicht laut Definitionsmacht, da ich weiß und männlich bin ergo bei diesen Thema die Schnauze zu halten habe.

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Die Hiphop-Szene betrauert den Tod von MF DOOM

Die Hiphop-Szene betrauert den Tod von MF DOOM

Von Alina Amin am 02.01.2021 - 16:00

MF DOOM galt als Pionier des Untergrunds. Als Antiheld des Raps schrieb er komplizierte Reime und orchestrierte eine mysteriöse Persönlichkeit, die die immer größer werdende Hiphop-Industrie aus der Seitenlinie aus betrachtete. Nun wurde bekannt, dass der Künstler, der den bürgerlichen Namen Daniel Dumile trug, am 31. Oktober 2020 von uns ging.

Mit gerade mal 49 Jahren verstarb der Rapper, Avantgardist und die Legende MF DOOM. Was bleibt, ist die Mystik um den Rapper hinter der Maske und das Werk, was er für seine Generation und die Generationen nach ihm schuf. 

Die US-Hiphop-Szene reagiert auf den Tod von MF DOOM

Daniel Dumiles Karriere begann mit den verschiedensten Künstlernamen und Gesichtsbedeckungen bis er zu MF DOOM wurde. Als selbstbezeichneter "Supervillain" (Superschurke) erwuchs er zum Antagonisten des typischen Gangsterrappers. So rappt er auf "Figaro", aus Madvillainy, seinem Kollaboalbum mit Madlib:

"The best MC with no chain ya ever heard"

('Der beste MC mit keiner Kette, den du jemals gehört hast')

Spricht man vom Lieblingsrapper seiner Lieblingsrapper, steht MF DOOM ganz oben in der Liste. Nachdem seine Frau Jasmine das Ableben des Rappers auf Instagram publik machte, äußerten sich zahlreiche US-Rapper aus dem Untergrund und Mainstream zu einem der größten Künstler unserer Zeit.

('RIP an einen weiteren Giganten, der Lieblings MC deiner Lieblings MCs.. MF DOOM! Zerreißende Nachrichten...')

('Gute Reise, Schurke')

('Lang lebe MF DOOM')


('Ruhe in Frieden, an einen wahren Pionier. Ich hasse es, das zu hören. RIP MF DOOM. Ich bin verletzt.')


OG Keemo & Funkvater Frank über MF DOOM

Auch in der deutschen Szene hat MF DOOM als einer der Hiphop-Väter große Spuren hinterlassen. 2018 sprachen OG Keemo und Funkvater Frank mit uns unter anderem darüber, wie sie sich von MF DOOM haben inspirieren lassen. Trotz unterschiedlicher Geschmäcker konnten sich die beiden immer auf eine Kombi einigen: Madvillain, das Rapper-Produzenten-Duo aus MF DOOM und Madlib, das für den Hiphop-Meilenstein "Madvillainy" verantwortlich war.

Auf Instagram erklärte Funkvater Frank, dass er Hiphop ohne MF DOOM sowie dessen Umfeld nie so geliebt und gelebt hätte.

Rest in peace, MF DOOM.


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