Lara ist zurück, hübscher denn je. Das bezieht sich nicht nur auf den Charakter selbst, sondern auch auf die Grafik drumherum. Was hier an Darstellung und Atmosphäre gezaubert wurde, lässt jedes Fanherz höher schlagen. Doch nicht nur Fans der vollbusigen Brünetten sollten einen Blick auf den neusten Ableger werfen.
Expeditionen in Tomb Raider verlaufen nie so, wie sie eigentlich sollen. Wir befinden uns mit unserer Crew auf einem Schiff, welches sich spontan entscheidet, dem Meeresgrund näherkommen zu wollen. Wir versuchen also, das sinkende Schiff zu verlassen. Doch zu spät, wir werden von unseren Mitreisenden getrennt. Gestrandet auf einer Insel sehen wir ein Feuer und bekannte Gesichter am Horizont. Doch dann werden wir niedergeschlagen, schwarzes Bild.
Nachdem wir uns durch die sehr gut gemachte Einführung gespielt haben, lernen wir die neuen Features in Tomb Raider . Da es grad dank Far Cry 3 , Assassins Creed 3 und Crysis 3 in Mode ist, wird auch Lara mit einem Bogen ausgestattet. Mit diesem lassen sich unter anderem Rehe jagen, auf einer "einsamen" Insel muss man schließlich irgendwie Nahrung zu sich nehmen. Desweiteren befinden sich überall Truhen, in denen sich Teile zum Ausbau der Waffen befindet. Die Axtkonstruktion, um schwere Kisten zu öffnen, lässt sich so ausbauen, um Felswände hochklettern zu können.
Natürlich ist der Bogen nicht nur dazu da, um Tiere zu ärgern, sondern auch um Gegner leise und gezielt um die Ecke zu bringen. Sollten wir doch mal entdeckt werden, steht uns selbstverständlich auch ein großes Waffenarsenal zur Verfügung. Die Kämpfe laufen dabei sehr gut ab, ein Deckungssystem rundet das Paket ab. 
Neben den Kämpfen stehen die Kletterpassagen wieder im Vordergrund. Lara schwingt sich dabei elegant von Abgrund zu Abgrund. Ab und an muss ein gezielter Tastendruck getätigt werden, damit sie nicht abstürzt. Insgesamt laufen diese Klettereinheiten sehr flüssig und die Protagonistin springt meist dahin, wo der Spieler es will. Kameraprobleme aus den Vorgängern gehören damit nun der Vergangenheit an.

Fazit:

Wer die alten Tomb Raider - Teile gespielt hat, sollte sein Bild von Lara vergessen. Die gewissenlose Lara ist Geschichte, ihre Entscheidungen im neuesten Teil knabbern merklich an ihr. Noch nie sah Lara so verzweifelt aus; manche Situationen gehen nicht nur ihr, sondern auch dem Spieler an die Nieren. Solche Ereignisse machen sie um einiges menschlicher. Sie kommt nicht mehr nur als Killer rüber, sondern als verletzbare Frau. Tomb Raider bekommt eine klare Empfehlung von uns, das Gameplay, die Geschichte und Lara (übrigens gesprochen von Nora Tschirner ), überzeugen auf ganzer Linie. Wer sich noch nicht sicher ist, kann sich unten die ersten 15 Minuten des neusten Teils anschauen.

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