Mit seinem Debütalbum 17 landete XXXTentacion umgehend auf Platz 2 der US-Charts. Nicht verwunderlich, immerhin wurde er mit seinem Track Look at Me! scheinbar über Nacht berühmt.

Erst nach Release seiner LP folgt die Visualisierung zum Megahit in einem Splitvideo, bei dem auch der Clip zu Riot präsentiert wird – und der hat es in sich.

Während im ersten Teil des Videos noch eine spaßige Stimmung herrscht und XXX seinen Lehrer überwältigt, wird es nur wenige Sekunden später schlagartig ernst. Wir sehen den jungen Rapper erhangen an einem Baum und Track Nummer Zwei, Riot, beginnt. Daraufhin werden wir in höchster Geschwindigkeit noch einmal mit den tragischen Bildern von Emmett Till, Philando Castile, Rodney King und Charlottesville konfrontiert. Danach sehen wir XXXTentacion dabei zu, wie er vor den Augen eines afroamerikanischen Jungen ein weißes Kind tötet.

Keine leichte Kost, doch nach den erschreckenden Aufnahmen folgt ein weiterer Part des Videos, in dem XXXTentacion über das Thema Rassismus spricht. Hier heißt es, dass Mord immer Mord bleibe. Unabhängig davon, ob das Opfer schwarz oder weiß sei.

Um diese Message zu vermitteln, wählte er wohl in seinem selbst konzipierten Visual mehr als kontroverse Mittel.

Seit letzter Woche fällt es jedoch aufgrund der schweren Anschuldigungen in einem Pitchfork-Artikel schwer, XXX' Kunst unvoreingenommen zu rezipieren. Harter Tobak:

XXXTentacion's Reported Victim Details Grim Pattern of Ab*se in Testimony

On August 25, Florida rapper XXXTentacion released his debut album, , which entered at No. 2 on the Billboard 200 chart. The music arrived amid online debate over the criminal case ...

13.09.2017 - 11:40

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George Floyds Familie verklagt die Polizei

George Floyds Familie verklagt die Polizei

Von Michael Rubach am 16.07.2020 - 16:25

Eine weitere Etappe im Kampf für Gerechtigkeit für George Floyd: Die Familie des durch Polizeigewalt aus dem Leben gerissenen Afroamerikaners klagt zivilrechtlich gegen die vier beteiligten Polizisten und die Stadt Minneapolis. George Floyds Angehörige fordern eine finanzielle Entschädigung.

Die Familie von George Floyd reicht Klage ein

Die Einreichung der Klage wegen widerrechtlicher Tötung erfolgte laut CNN am gestrigen Mittwoch. Der Anwalt der Familie von George Floyd stellte sich vor einem Bundesgericht in Minneapolis den wartenden Pressevertretern. Bei allem Schmerz, den der Tod von George Floyd mit sich gebracht hat, erkennt er darin einen "Wendepunkt für die Polizeiarbeit in Amerika". Als Sinnbild für die weit verbreitete Polizeibrutalität in den Staaten zieht er die weiterhin verheerende Corona-Pandemie heran und drückte es wie folgt aus:

"Während ganz Amerika mit der öffentlichen Gesundheitskrise der Coronavirus-Epidemie zu kämpfen hat, muss sich das Schwarze Amerika mit einer weiteren Pandemie der Polizeibrutalität auseinandersetzen."

George Floyd wurde nur 46 Jahre alt. Auch nach mehrmaligem Hinweis darauf, dass er nicht atmen könne ("I can't breathe"), ließ ein Polizist nicht von ihm ab. Stattdessen presste er dem am Boden liegenden Mann fast neun Minuten sein Knie in den Nacken. Die Kollegen des Beamten schauten einfach zu. Dem Haupttäter drohen bis zu 40 Jahre Gefängnis.

An den Tod von George Floyd knüpften weltweit Anti-Rassismus-Proteste einer nie dagewesenen Dimension an. Auch die US-Rap-Szene war auf den Straßen ihrer Heimatstädte zu finden, um mit der Black Lives Matter-Bewegung gegen Rassismus und Polizeigewalt zu demonstrieren.

Zur Höhe der geforderten Schadensersatzsumme macht der Anwalt der Hinterbliebenen von George Floyd keine Angaben. Eine grobe Vorstellung könnte ein Urteil aus dem Jahr 2019 liefern. Ebenfalls in Minneapolis wurde den Hinterbliebenen einer getöteten Yoga-Lehrerin 20 Millionen Dollar zugesprochen. Ein Polizist hatte die unbewaffnete Frau erschossen.


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