Mit seinem Debütalbum 17 landete XXXTentacion umgehend auf Platz 2 der US-Charts. Nicht verwunderlich, immerhin wurde er mit seinem Track Look at Me! scheinbar über Nacht berühmt.

Erst nach Release seiner LP folgt die Visualisierung zum Megahit in einem Splitvideo, bei dem auch der Clip zu Riot präsentiert wird – und der hat es in sich.

Während im ersten Teil des Videos noch eine spaßige Stimmung herrscht und XXX seinen Lehrer überwältigt, wird es nur wenige Sekunden später schlagartig ernst. Wir sehen den jungen Rapper erhangen an einem Baum und Track Nummer Zwei, Riot, beginnt. Daraufhin werden wir in höchster Geschwindigkeit noch einmal mit den tragischen Bildern von Emmett Till, Philando Castile, Rodney King und Charlottesville konfrontiert. Danach sehen wir XXXTentacion dabei zu, wie er vor den Augen eines afroamerikanischen Jungen ein weißes Kind tötet.

Keine leichte Kost, doch nach den erschreckenden Aufnahmen folgt ein weiterer Part des Videos, in dem XXXTentacion über das Thema Rassismus spricht. Hier heißt es, dass Mord immer Mord bleibe. Unabhängig davon, ob das Opfer schwarz oder weiß sei.

Um diese Message zu vermitteln, wählte er wohl in seinem selbst konzipierten Visual mehr als kontroverse Mittel.

Seit letzter Woche fällt es jedoch aufgrund der schweren Anschuldigungen in einem Pitchfork-Artikel schwer, XXX' Kunst unvoreingenommen zu rezipieren. Harter Tobak:

XXXTentacion's Reported Victim Details Grim Pattern of Ab*se in Testimony

On August 25, Florida rapper XXXTentacion released his debut album, , which entered at No. 2 on the Billboard 200 chart. The music arrived amid online debate over the criminal case ...

13.09.2017 - 11:40

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"Ich habe keine Zeit dafür": Zuna bezieht Stellung zu Loredana & der KMN-Gang

"Ich habe keine Zeit dafür": Zuna bezieht Stellung zu Loredana & der KMN-Gang

Von Alina Amin am 20.12.2020 - 18:00

Zuna hat nach längerer Stille ein ausführliches Interview gegeben und sich zu aktuellen Themen positioniert. Er sprach mit Watson über seine Beziehung zu Loredana, der KMN-Gang und Nash. Anlässlich des Releases seiner Biografie "Richtung Paradies" berichtete er außerdem ausführlich über seine Erfahrung als Migrant in Deutschland. 

Zuna spricht über Loredana & Nash

Zuna spricht erstmals über die angebliche Trennung der KMN-Gang. Er stellt klar, dass er und die Jungs weiterhin eine Gang seien. Sie verbinde neben des gemeinsamen Geschäfts eine langjährige Freundschaft. Dass er und einige Mitglieder keinen Kontakt hätten, bedeute nicht automatisch, dass es Streit gebe.

Nash erklärt, warum er die KMN-Platte verbrannt hat

Nash hat im Video zu " Volles Magazin 2" eine Goldene Platte der KMN Gang abgefackelt. Da auf der Platte ausschließlich ein Bild von Zuna zu sehen war, dachten viele Beobachter*innen, dass Nash eine Auszeichnung seines Crew-Kollegen einäscherte. Die Trennungsgerüchte lodern ohnehin seit geraumer Zeit und erhielten bereits mit dem Trailer zu "Volles Magazin 2" reichlich Futter.

Vielmehr sei er einfach mit sich selbst, seiner Karriere und seiner Familie beschäftigt. Er habe schließlich nicht mit der Musik begonnen, um sich "dann vollzudröhnen und Groupies hinterherzujagen", sondern damit es seiner Familie besser ginge. Das hätte für ihn oberste Priorität.

"Wir sind alle erwachsene Männer und keine kleinen Kinder mehr, die jetzt jeden Tag miteinander chillen müssen, um die Freundschaft zu beweisen."

Er hat sich auch zu Loredana geäußert. Zunächst erzählt er, noch nie eine richtige Freundin gehabt zu haben. Die Gerüchte um eine romantische Beziehung zwischen ihm und Lori seien falsch. Seiner Aussage nach handele es sich hierbei um eine rein geschäftliche sowie freundschaftliche Basis. Er konzentriere sich auf seinen Job und ginge seinen Weg. Ausschließen tut er eine zukünftige Romanze jedoch nicht explizit.

"Sag niemals nie. Ich kann nicht sagen, es wird niemals passieren, ich kann aber auch nicht sagen, es wird jemals passieren."

Wenn sich doch etwas zwischen den beiden entwickeln sollte, würde die Öffentlichkeit früher oder später davon erfahren. 

Darüber hinaus berichtet er von negativen Erfahrungen mit anderen Rappern, die er während der Anfänge von KMN machen musste. Über die Identität dieser Künstler wolle er nicht reden, um keine "alten Türen einzutreten". Sie seien aber unhöflich und respektlos zu ihm und seinen Kollegen gewesen, als sie als Vorgruppe auftraten. Diese Dinge könne er nicht vergessen.

Zuna im Interview mit "Watson" über Rassismus, Polizeigewalt und Nash

Der Rapper spricht des Weiteren ausführlich über Rassismus und Polizeigewalt. Er berichtet von seiner Fluchterfahrung und der Abschiebung, die er als 10-Jähriger erleben musste. Er erläutert, dass er sich bewusst in der Öffentlichkeit weitestgehend aus dem Thema Rassismus raushalte, weil er es schade fände, dass diese Themen nur dann an Relevanz gewinnen würden, wenn ein Hype entstehe.  

"Die Leute beschäftigen sich dann damit, wenn es zu einem sogenannten Hype kommt und jeder möchte dann quasi ein Teil davon sein und sich dazu äußern. Ich finde sowas falsch. Wenn man sich mit solchen Themen auseinandersetzen will und was dagegen machen möchte, dann sollte man auch außerhalb von solchen Schlagzeilen dagegen kämpfen."


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