Sido, bist du ohne Führerschein gefahren? Kinder fragen Rapper | Late Night Berlin | ProSieben

Erneut schlägt die TV-Show "Late Night Berlin" mit ihrem Format "Kinder fragen Rapper" zu und beschert uns, irgendwo zwischen Beefs und Releases, mal wieder ein Schmunzeln. Nachdem bereits Rapper wie Dardan, Bozza, Capital Bra, Veysel und zuletzt Celo & Abdi bei den Nachwuchs-Journalisten Romeo und Pauline zu Gast waren, ist diesmal Sido an der Reihe, den beiden Frage und Antwort zu stehen. Und da Rap fast nie ganz jugendfrei ist, entstehen auch diesmal wieder komische Situationen.

In einer kurzen Vorstellung ihres Gastes merkt Pauline an, dass Sido früher "zu Kinderfasching immer eine Maske anhatte" und "manchmal ausgeschimpft wird, weil er immer so viel raucht" – was genau er da raucht, wird erst einmal weggelassen. Dann geht es bei der Frage "Wie macht man ein Raplied" ziemlich schnell ans Eingemachte. Sido antwortet erstmal, ganz der Ex-Erzieher: "Am allerwichtigsten ist es, keinen Unsinn zu erzählen auf dem Lied." Nach einer kurzen Kunstpause jedoch fügt er hinzu: "Oder richtig, richtig großen Unsinn." 

Sido singt "Ars***icksong"-Hook

Nach einem Beispiel für richtig großen Unsinn gefragt, zögert der Berliner nicht lange und stimmt dann die Hook von seinem "Ars***icksong" an.

"Da geht's im Grunde um nix. Aber auf dem Lied rede ich ganz schön großen Unsinn."

Was genau mit dem ersten Rapper, der dachte, er sei besser als jeder von der Sekte, passiert ist, wird natürlich nicht weiter ausgeführt. Das gilt auch für Kathrin und die professionelle Therapie, die Sido im dritten Part seines Klassiker anbietet.

Teil des Formats ist es auch, dass die Kids sich gemeinsam mit den jeweiligen Rapper*innen ein Musikvideo anschauen. Bei Sidos Video zu "4 Uhr nachts" bemerken die beiden, dass er Auto fährt, obwohl dieser gar keinen Führerschein hat, und wollen das Ganze direkt der Polizei melden. Leider kennen die Jungjournalisten aber nur seinen Künstlernamen. Und smart wie Sido ist, nennt er den beiden auf Nachfrage aber nur seinen zweiten Vornamen – Hartmut – und ist aus dem Schneider. Nochmal Glück gehabt. 

Zu der Frage, was Sido eigentlich raucht, kommen Romeo und Pauline gar nicht mehr – dieses Thema wurde vor ein paar Wochen bei Celo & Abdi wahrscheinlich schon ausführlich genug besprochen.

"Wie kann ich mich wehren?": Celo & Abdi beantworten Kinderfragen

Dieses Mal sind mit Celo & Abdi zwei Bornheimer Originale im Kinderzimmer zu Besuch. Die beiden angehenden Journalist*innen halten direkt zu Beginn erstmal fest, dass das Duo Numero Uno in so manchem Video "Kuchen mit ganz wenig Mehl" backt.

 

 

10.03.2021 - 12:16

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Samy schildert den Goldraub mit Xatar in allen Details

Samy schildert den Goldraub mit Xatar in allen Details

Von Renée Diehl am 04.05.2021 - 15:54

Um den Goldraub von Xatar und Samy ranken sich seit Jahren die Legenden. Bekannt sind ein grober Ablauf der Tat und der darauffolgenden Flucht. Außerdem, dass beide am Ende für einige Jahre im Gefängnis landeten. So detailreich und persönlich wie Samy im Interview mit "Leeroy will's wissen" wurde bisher allerdings kaum darüber gesprochen – vielleicht noch in Xatars Biografie. Im Gespräch mit Moderator Leeroy erklärt Samy ihm die Story aus seiner Sicht – und "wie es ist, Räuber zu sein".

Goldraub: Fake-Polizisten treffen auf echte Streife

Eine grobe Vorgeschichte zum Goldraub ist schnell erzählt. Laut Samy hatte Xatar Schulden von einer Viertelmillion und wurde deshalb unter Druck gesetzt. Durch einen Tipp von Bekannten bekamen die beiden sowie ihre zwei Mittäter von dem Goldtransport Wind. Sie verkleideten sich daraufhin als Polizisten und fakten mittels Sirene und weiterer Requisiten eine allgemeine Polizeikontrolle, in der sie den Goldtransporter anhielten und das Gold beschlagnahmten. Samy berichtet:

"Wir haben uns das ganze Equipment besorgt: Uniform, Polizeisirene, alles was man bei einer Allgemeinen Polizeikontrolle so dabei hat. Dann haben wir gesagt, das Geld ist beschlagnahmt – ohne Waffen. Für mich persönlich war das deshalb auch kein Raub, das war ein Trickdiebstahl. Wir haben keine Waffen benutzt, gar nix. Der Ort, wo bei einer Uniform die Pistole hinkommen sollte, war leer."

Beinahe unglaublich: Der Beifahrer des Goldtransporters entpuppte sich laut Samy schnell als echter Polizist, bemerkte allerdings nichts. Und auch die Beamten eines später an den Geschehnissen vorbeifahrenden Polizeitransporters, die fragten, ob bei ihren "Kollegen" alles in Ordnung sei, konnten Xatar und Samy nicht als Fake-Polizisten entlarven. 

Samy: "Danach bin ich erstmal nach Hause gefahren und hab Filme geschaut"

Zwar waren nach dem Raub schnell Helikopter unterwegs auf der Fahnung nach dem Gold und den Tätern, allerdings fühlte sich Samy erst einmal safe genug, um nach Hause zu fahren. Er erzählt:

"Dann bin ich erstmal nach Hause gegangen. Bin sogar vorher noch in die Videothek gegangen und hab, um runterzukommen, erstmal ein paar Filme geguckt." 

Der Rest der Flucht beginnend in London, über Moskau bis in den Irak, ist ebenfalls aus Xatars Biografie "Alles oder nix" bekannt. Angesprochen darauf, ob Samy das erbeutete Gold aus heutiger Sicht zurückgeben würde, wenn er die Möglichkeit hätte, antwortet er:

"Nein, warum? Ich habe dafür schon gebüßt und abgesessen. Ich würde lieber generell die Tat nicht gemacht haben. Ich habe sechs Jahre meines Lebens im Knast verbracht und das ist Zeit, die ich nicht zurückbekomme. Meine Mutter hat sehr gelitten, meine Brüder haben sehr gelitten […] und das bricht mir das Herz. Daher bereue ich die Tat sehr." 

Auch wenn er wohl für alle Beteiligten bisweilen durchaus schmerzhaft war: Einen interessanten Werdegang haben sowohl Alles oder Nix Labelchef Xatar, als auch Sänger Samy allemal hingelegt. Gerade wird das Leben von Xatar als Biopic verfilmt. Mehr dazu lesen könnt ihr hier:

Hauptdarsteller für Xatar-Biopic "Rheingold" steht fest

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass Star-Regisseur Fatih Akin das Leben von Xatar verfilmen wird. Nun ist klar, dass Schauspieler Emilio Sakraya die Hauptrolle in "Rheingold" übernimmt. Auch ein erstes Bild des 24-Jährigen als Xatar gibt es bereits. Mit der Darstellung von Rappern hat Emilio Sakrayar schon seine Erfahrungen gesammelt.


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