Samy Deluxe - "I can’t breathe"

Samy Deluxe droppt mit "I can't breathe" einen Track, der mit emotionaler Wucht das aktuelle Zeitgeschehen und damit den globalen Kampf gegen Rassismus und soziale Ungleichheit kommentiert. Der Titel geht dabei auf die inzwischen weltberühmten Worte von George Floyd zurück. Der Afroamerikaner wurde bekanntlich vor den Augen der Welt durch einen offenkundig rassistischen Polizisten ermordet. Im Song thematisiert Samy nun das allgegenwärtige Rassismusproblem unserer Gesellschaft ein und solidarisiert sich auch auf musikalischer Ebene mit den Protesten und der Black Lives Matter-Bewegung.

Das Video für "I can't breathe" ist mit Szenen der Demonstrationen und Kundgebungen gespickt, die seit der Tötung von George Floyd weltweit stattfinden. Wer nicht noch einmal mit ansehen kann (oder will), wie der 46-Jährige von einem Polizisten vor laufender Kamera regelrecht hingerichtet wird, sollte auf die finalen Augenblicke des Videos verzichten.

Kürzlich hatte Samy Deluxe schon einmal mit einem Statement aufhorchen lassen. In einer Ansage erklärte er, warum es schlichtweg falsch und ignorant ist, auf #BlackLivesMatter mit einem #AllLivesMatter zu reagieren.

Bewegendes Statement: Samy Deluxe erklärt, warum #AllLivesMatter fatal ist

Samy Deluxe hat in knapp zehn Minuten auf den Punkt gebracht, warum der in diesen Tagen kursierende Hashtag #AllLivesMatter eine problematische Angelegenheit ist. Die Hamburger Rap-Legende meldet sich via IGTV aus einem vernebelten Zimmer, um Klartext zu sprechen. Allen, die seinen Gedanken nicht folgen können oder wollen, empfiehlt er, die Social-Media-Verbindung zu ihm aufzulösen.

08.06.2020 - 15:09

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George Floyds Familie verklagt die Polizei

George Floyds Familie verklagt die Polizei

Von Michael Rubach am 16.07.2020 - 16:25

Eine weitere Etappe im Kampf für Gerechtigkeit für George Floyd: Die Familie des durch Polizeigewalt aus dem Leben gerissenen Afroamerikaners klagt zivilrechtlich gegen die vier beteiligten Polizisten und die Stadt Minneapolis. George Floyds Angehörige fordern eine finanzielle Entschädigung.

Die Familie von George Floyd reicht Klage ein

Die Einreichung der Klage wegen widerrechtlicher Tötung erfolgte laut CNN am gestrigen Mittwoch. Der Anwalt der Familie von George Floyd stellte sich vor einem Bundesgericht in Minneapolis den wartenden Pressevertretern. Bei allem Schmerz, den der Tod von George Floyd mit sich gebracht hat, erkennt er darin einen "Wendepunkt für die Polizeiarbeit in Amerika". Als Sinnbild für die weit verbreitete Polizeibrutalität in den Staaten zieht er die weiterhin verheerende Corona-Pandemie heran und drückte es wie folgt aus:

"Während ganz Amerika mit der öffentlichen Gesundheitskrise der Coronavirus-Epidemie zu kämpfen hat, muss sich das Schwarze Amerika mit einer weiteren Pandemie der Polizeibrutalität auseinandersetzen."

George Floyd wurde nur 46 Jahre alt. Auch nach mehrmaligem Hinweis darauf, dass er nicht atmen könne ("I can't breathe"), ließ ein Polizist nicht von ihm ab. Stattdessen presste er dem am Boden liegenden Mann fast neun Minuten sein Knie in den Nacken. Die Kollegen des Beamten schauten einfach zu. Dem Haupttäter drohen bis zu 40 Jahre Gefängnis.

An den Tod von George Floyd knüpften weltweit Anti-Rassismus-Proteste einer nie dagewesenen Dimension an. Auch die US-Rap-Szene war auf den Straßen ihrer Heimatstädte zu finden, um mit der Black Lives Matter-Bewegung gegen Rassismus und Polizeigewalt zu demonstrieren.

Zur Höhe der geforderten Schadensersatzsumme macht der Anwalt der Hinterbliebenen von George Floyd keine Angaben. Eine grobe Vorstellung könnte ein Urteil aus dem Jahr 2019 liefern. Ebenfalls in Minneapolis wurde den Hinterbliebenen einer getöteten Yoga-Lehrerin 20 Millionen Dollar zugesprochen. Ein Polizist hatte die unbewaffnete Frau erschossen.


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