RAP & ISLAMismus #3 Sahira - Die muslimische Rapperin

HyperboleTV hat sich einem viel diskutierten Thema angenommen: Rap & Islamismus. In einer fünfteiligen Reportage, die zur Zeit täglich erscheint, nimmt sich Vanessa Schneider des Ganzen an und holt verschiedene Meinungen und Ansichten ein, indem sie sich mit Experten, Rapfans und Rappern trifft.

In der heute veröffentlichten Folge trifft sich die Moderatorin mit der Rapperin Sahira. Sie hat sich 2009 nach ihrem zweiten Album von der Musik abgewendet, um sich ihrem Glauben zu widmen. Im Interview erklärt sie, viele Konvertiten würden, gelenkt von ihrer neu aufgeflammten Leidenschaft für den Islam, übertreiben. So sei auch sie "zu weit gegangen", indem sie zu schnell CDs entsorgt und die Musik abgelehnt habe.

Über Deso Dogg, mit dem Sahira früher befreundet war und sogar gemeinsame Songs hat, sagt sie, er mache gerade das "schlimmste überhaupt". Sie hoffe, dass er irgendwann zu sich komme.

In den ersten beiden Folgen der Reportage sprach Vanessa Schneider mit dem splash! Mag-Chefredakteur Marc Leopolseder und SadiQ. Das Video in dem SadiQ ein recht ausführliches Interview gibt, wurde mittlerweile allerdings gelöscht. Hier findest du den gestrigen Bericht dazu.

25.03.2015 - 11:51

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Prozess gegen Deso Doggs Witwe gestartet

Prozess gegen Deso Doggs Witwe gestartet

Von Michael Rubach am 04.05.2020 - 16:02

Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg ist heute ein Prozess gegen die Witwe von Denis Cuspert alias Deso Dogg angelaufen. Unter dem Namen Abu Talha al-Almani trat der frühere Berliner Rapper immer wieder in Propaganda-Videos als Kämpfer für den Islamischen Staat in Erscheinung. Seiner Ehefrau wird nun unter anderem die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen.

Deso Doggs Witwe bestreitet IS-Mitgliedschaft

Die 35-jährige Angeklagte soll 2015 ihrem damaligen Mann nach Syrien gefolgt sein. Ihre drei kleinen Kinder habe sie ebenfalls in das umkämpfte Land gebracht. Vor Ort habe sie sich dann der Terrororganisation Islamischer Staat angeschlossen. Ihre Kinder seien nach IS-Ideologie erzogen worden. Nach dem Tod ihres ersten Ehemannes habe sie dort schließlich Denis Cuspert geheiratet, der Medienberichten zufolge 2018 bei einem Luftangriff ums Leben gekommen ist.

Der Aufenthalt in Syrien habe laut Anklage die "körperliche und psychische Entwicklung" der Kinder gefährdet. Auch wird der Beschuldigten zur Last gelegt, eine Kalaschnikow besessen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sieht hier eine "Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht" sowie einen "Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz."

Ferner prüft das Gericht, ob die Angeklagte versucht hat, per E-Mail weitere Frauen für den IS anzuwerben. Damit nicht genug: Die beschuldigte Deutsch-Tunesierin soll eine 13-jährige Jesidin zeitweise als Sklavin in ihrem Haushalt gehalten haben. Der Anwalt der Angeklagten bestreitet dieses Verbrechen. Er betont, dass das betreffende Mädchen "ein Gast wieder jeder andere" gewesen sei. So berichtet es der NDR.

Der Anwalt lässt darüber hinaus verlauten, dass sich seine Mandantin lediglich um die Kinder gekümmert habe und dies die Pflicht einer Mutter sei. Dadurch werde sie nicht automatisch zu einer Terroristin.

Im September 2019 wurde die Frau verhaftet. Vorher lebte sie laut NDR drei Jahre "unauffällig" in einem Hamburger Stadtteil. 2016 hatte sie Syrien wieder den Rücken gekehrt.


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