FICK DEIN RAP #24 KASO - Para (prod. Darko Beats) #FDR

Langsam aber sicher ebben die Nachbeben der von Fler losgetretenen Realness-Debatte ab und das Leben in Rap-Deutschland geht wieder seinen gewohnten Gang. Dennoch lassen sich immer wieder Künstler dazu hinreißen, sich zu diesem Sachverhalt zu äußern. Eine neue Facette fügt dieser Diskussion heute Kaso, seines Zeichens Teilnehmer des von der Streetwear-Marke Dangerous DNGRS veranstalteten F*ck dein Rap-Contest, hinzu. So wirft dieser im Rahmen seines Contest-Interviews einem nicht näher benannten Rapper vor, dass dieser sich in Interviews mit hamburger Journalisten zum Thema Realness äußere, in der Vergangenheit aber Schutzgeld gezahlt und sich hinter der Polizei versteckt hätte. 

Seiner Meinung nach sei zudem Trap "das Neue" und somit die Zukunft. Kasos musikalischer Beitrag zum FdR-Contest ist dann auch ein Trap-Brecher, der diesen Namen auch verdient. In jedem Fall ist Kaso, der sowohl musikalisch als auch mit polarisierenden Aussagen punkten kann, eine echte Bereicherung für das Teilnehmerfeld des F*ck dein Rap-Contests und man darf gespannt sein, was wir von diesem Jungen noch zu hören bekommen.

Weitere Infos zu Kaso gibt es wie gehabt auf dessen FDR-Teilnehmerseite. Wem das noch nicht genügt, dem sei folgendes Interview ans Herz gelegt, welches zudem Kasos Aussagen zu den Themen "Realness" und "Trap" enthält.


14.07.2016 - 14:14

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Kommentare

Wer rapt aus der Trap? Hört sich vielleicht an wie Trap, aber ist kein Trap.

Oldschool gibts seit 91 nicht mehr. Immer geil wenn so planlase Trottel einen erzählen.

Genau genommen gibt es die Old School seit 1986 nicht mehr. Mit Run DMC's Raising Hell wurde endgültig eine neue Ära eingeleitet.

immer mekern aber selber nix auf dem kasten ihr opfer, geh mal pfandflaschen sammeln du harz4 kiffer..!!

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Von Graffiti zu "CCN": Fler rekonstruiert seine Hiphop-Geschichte

Von Graffiti zu "CCN": Fler rekonstruiert seine Hiphop-Geschichte

Von Michael Rubach am 27.03.2021 - 14:51

Fler taucht tief in seine persönliche "History of Berlin" ein: Flizzy lässt auf dem gleichnamigen YouTube-Kanal nämlich seinen eigenen Hiphop-Werdegang Revue passieren. Die ersten Berührungspunkte mit der Kultur, die Leidenschaft für Graffiti Writing und nicht zuletzt das Deutschrap-historisch wichtige Aufeinandertreffen mit Bushido – bis einschließlich 2003 beleuchtet der Maskulin CEO seine Hiphop-Sozialisation in der Hauptstadt.

Fler: "Da hast du zum ersten Mal gemerkt, es gibt eine Deutschrapszene"

In Süd-Berlin kam Fler schon in jungen Jahren mit Hiphop in Kontakt. Die stationierten Soldaten der Alliierten Streitkräfte verbreiteten den amerikanischen Spirit. Die erste Rap-CD kommt dabei vom Nachbarn: "Da Mystery of Chessboxin'" vom Wu-Tang Clan. Fler beschreibt, wie er in der Kultur Halt findet, sich beweisen will und nach Anerkennung sucht. Er habe "radikal" seine Kunst ausleben wollen. In der Schule sei es damals vor allem um Graffiti gegangen.

"Auf dem Schulhof gab's kein Thema, was so wichtig war wie Graffiti. Es war Wahnsinn, wie die Jungs alle auf diesem Film waren: 'Okay, Graffiti ist der Shit und wir müssen hier Qualität abliefern, wirklich auf 'nem hohen Niveau.' Da hat man schon gemerkt, es waren junge Kids, die Hardcore-Leute aus der Szene als Vorbilder hatten. In diesem Alter ging es wirklich darum, dass man mittlerweile genau seine Vorbilder in der Hiphop-Szene hatte. Jeder wusste: Wenn du dich morgen dazu bekennst, dass du Writer wirst, dann ist es mehr als nur: 'Ich mal jetzt 'n bisschen'. Dann war klar: Du bist Teil einer Szene, die nicht sehr einfach ist."

Immer wieder betont Fler das Berlin-typische Konkurrenzdenken. Es sei stets darum gegangen, sich zu behaupten und sich seinen Respekt zu verdienen. All das sei eine "harte Schule" für ihn gewesen. Das Kennenlernen mit Bushido während der Malerausbildung brachte Fler schließlich nach und nach auf die musikalische Schiene. Die Connection mündete bekannterweise in der Entstehung des stilprägenden Kollaboalbums "Carlo Cokxxx N*tten" (2002).

Die Begegnung mit anderen Teilen der Deutschrapszene auf dem Splash! Festival schildert Fler rückblickend hingegen als regelrechten Kulturschock. Vorher habe er Rap vor allem aus einer Berliner Perspektive wahrgenommen.

"Da hast du zum ersten Mal gemerkt, es gibt eine Deutschrapszene. Wir sind da mit paar Kumpels übers Feld gelaufen, haben das "Carlo Cokxxx N*tten"-Tape aus so Pappkartons für 10 DM verkauft und haben dann zum ersten Mal diese Käuferschaft von Deutschrap gesehen und es war für mich - bei aller Liebe - nichts, womit ich mich identifizieren konnte. Irgendwelche Dorf-Kiddies, die sagen 'Samy Deluxe ist der bessere Freestyler', war für uns mit dieser Berliner Mentalität nicht vereinbar."

Diese beschriebene Einstellung spiegelte sich wohl auch bei einem kleinen Konflikt mit Melbeatz wider. Mit der Queen of Beats, die damals bei Optik Records unter Vertrag stand, sei es auf dem Splash! beinahe zu einer Schlägerei gekommen. Ein auf den Boden geworfener Flyer sei der Auslöser gewesen. Heute kann Fler darüber vor allem schmunzeln: "Mel ist die Beste, ich liebe die."

Die Episode "History of Berlin" hört an dem Punkt auf, an dem Fler selbst einen Plattenvertrag bei Aggro Berlin bekommt. Ein zweiter Teil von Flers Berlin-Geschichte soll am kommenden Ostermontag erscheinen.

Eine Legende aus der Hauptstadt, für die Fler Hochachtung empfindet, war Maxim. Hier kannst du die Zeitreise mit dem bereits verstorbenen Hiphop-Pionier anschauen.

"Hiphop-Messias" Maxim führt durch zwei Jahrzehnte Berliner Geschichte


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