Panorama

Bei weitem nicht alle Randalierer waren Autonome. Auch mit dabei: Jugendliche aus Hamburger Innen- und Vorstadtvierteln. Einer, der ihren Hass auf die Polizei teilt, ist der Rapper "Reeperbahn Kareem".

Nach der teils gewaltsamen Eskalation der Demonstrationen in Hamburg im Rahmen des G20-Gipfels hat Panorama sich mit Reeperbahn Kareem getroffen. Der Rapper, der seine Heimatstadt schon im Künstlernamen trägt, hat sich oft in Songs und Interviews negativ über die Polizei geäußert und ist daher ein interessanter Gesprächspartner für dieses Thema.

Im knapp zweiminütigen Clip erklärt Kareem aus seiner Perspektive, woher der Hass auf die Polizei kommt, der zur heiklen Lage bei G20 beigetragen haben dürfte:

"Der Hass auf die Polizei kommt nicht von irgendwo. [...] Ich selber bin Opfer polizeilicher Gewalt. Ich wurde schon mehrfach von Bullen zusammengeschlagen. Und ich habe Freunde, die haben keinen deutschen Ausweis so wie ich, die können sich dagegen nicht mal richtig wehren."

Das seien keine ausgedachten Stories, sondern Fakten. Die großen Demonstrationen bei einem politischen Gipfeltreffen dieser Ausmaße seien auch eine Folge der fehlenden Repräsentation der Straße in der Politik, so Kareem. Er selbst habe nicht an den Protesten teilgenommen und würde auch nicht zu Gewalt oder einem Kampf mit der Polizei aufrufen. Dass aus Hilflosigkeit extreme und nicht immer nachvollziehbare Situationen entstehen, kann er aber verstehen.

Den im Beitrag erwähnten Song Ganz Hamburg hasst die Polizei kannst du hier in voller Länge hören:

Reeperbahn Kareem - Ganz Hamburg hasst die Polizei (prod.DevinBeats)(2015)

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23.07.2017 - 12:09

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Kommentare

kareem ja die böse polizei . du bist sicherlich grundlos opfer geworden. bitte wander in dein heimatland aus ,.

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Nach Razzia: Azet zeigt, welche Schäden 400 Polizist*innen hinterlassen

Nach Razzia: Azet zeigt, welche Schäden 400 Polizist*innen hinterlassen

Von David Molke am 08.10.2020 - 17:05

Nach einer Razzia, bei der rund 400 Polizist*innen beteiligt gewesen sein sollen, zeigt ein Video des KMN Gang-Rappers Azet jetzt, wie die Räumlichkeiten nach der Aktion ausgesehen haben. Auf dem Insta Story-Video sind vor allem drei Türen zu sehen, die offensichtlich gewaltsam geöffnet wurden.

Razzia im KMN-Umfeld: Dresdner Polizei rückt wohl mit 400 Leuten an

Weil das Gelände so unübersichtlich sei, habe die Polizei einen Panzerwagen sowie 400 Leute gebraucht, um wohl nach einem Messer zu suchen. So klingen zumindest die Berichte zu der Aktion der Polizei, bei der es in erster Linie um den kleinen Bruder des KMN-Rappers Nash gegangen sein soll. Wie zum Beispiel die Bild schreibt, die wir hier absichtlich nicht verlinken. Auch bei der Sächsischen Zeitung gibt es einen entsprechenden Bericht, ebenfalls hinter einer Paywall.

Darum geht's: Bereits vor einiger Zeit wurden Nash und sein Bruder angeklagt, Nash wurde allerdings freigesprochen. Dabei ging es wohl auch um eine mutmaßliche Messerstecherei in der Nähe des Hauptbahnhofs von Dresden. Von der Tatwaffe scheint jede Spur zu fehlen und offenbar sollte die bei dieser Razzia gefunden werden. Ob irgendwelche Beweise gesichert wurden, steht aktuell offenbar nicht fest, Festnahmen soll es keine gegeben haben.

Dienstagmorgen habe die Polizei das "ehemalige Konstruktionsgebäude des VEB Mikromats" gestürmt, das momentan als Wohn- und Geschäftsgebäude genutzt werde. Die Durchsuchung soll bis zum Nachmittag gedauert haben. Laut einem Oberstaatsanwalt werde in dieser Angelegenheit insgesamt wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Diese Schäden hinterlässt die Polizei nach ihrem Einsatz

Im Nachhinein zeigen sich die KMN Gang-Rapper verständlicherweise wenig begeistert. Azet präsentiert in einem Instagram Story-Video die Schäden, die die 400 Polizist*innen nach ihrem Einsatz hinterlassen.


Foto:

Screenshot: Azet auf Instagram https://www.instagram.com/kmn_azet/?hl=de

Laut Azet habe die Polizei "wieder mal unnötig Vollgas gegeben". Unter anderem wurde auch die Studio-Tür unbrauchbar gemacht.


Foto:

Screenshot: Azet auf Instagram https://www.instagram.com/kmn_azet/?hl=de

Wie denkt ihr über solche Durchsuchungen bei Rappern?


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