INCREDIBLE MOZART RAP (To inspire teenagers)

Mozart und Rap? Geht sowas zusammen, oder ist das der Gipfel der Whackness?

Der Rapper Mac Lethal beweist, dass man auch ohne Beat, nur mit Mozarts Sonate "Rondo alla Turca" unterlegt, Hammer Rapparts abliefern kann.

Dass Mac Lethal wegen dieses Tracks gerne mal mit Eminem verglichen wird, verwundert nicht: Technisch gesehen kann er dem Großmeister hier auf jeden Fall das Wasser reichen.

Lustig am "Incredible Mozart Rap" ist die dahinter stehende Story: Lethal hatte eine Mail von einer Lehrerin erhalten. Darin wurde er gebeten einen Track hochzuladen, den die Lehrerin ihrer Klasse vorspielen könne - ohne "schlechte Wörter".

“Dear Mr. Mac Lethal

My name is Mrs. Francine, I’m a 53 year old high-school music teacher, and I love your YouTube videos. The problem is, I can’t play them for my students because they contain too many bad words. Would you consider making a fast rap video for my students, to inspire them to be great? With no bad words?

Sincerely,
Mrs. Francine

p.s. Do you like Mozart?"

Mac Lethal fackelte nicht lange, packte tonnenweise Ratschläge in seine Verse und veröffentlichte den Song bei Youtube.

Und nicht nur die Lehrerin und ihre Klasse sind begeistert von dem Track...

Hier die kompletten Lyrics zum mitlesen:

14.08.2015 - 19:49

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Kommentare

Ist geil jedoch hat CEZA genau das senbe vor Jahre gebracht :)

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Doubletime-Wahn: Wie eine Rap-Challenge YouTube rasiert

Doubletime-Wahn: Wie eine Rap-Challenge YouTube rasiert

Von Michael Rubach am 17.05.2018 - 12:29

YouTube-Überinfluencerin Dagi Bee tut es. Kollegah und Eminem können es. Gefühlt jeder macht es. Doubletime-Rap ist die neue Ice Bucket Challenge (nur dass bei diesem neuen Phänomen keine Spenden gesammelt werden). Die Trends bei YouTube sind voller "X-Worte-in-einer-Minute-Rap"-Clips von jungen Spittern, die mit Musik mal mehr und mal weniger zu tun haben. Wir haben hier mal die ambitioniertesten Versuche zusammengestellt.

Die 300 Worte-Challenge

Mit Rezo ist die Sache hierzulande wohl ins Rollen gekommen. Der Nachbar von JulienBam flext sich souverän durch seinen Vortrag. Er nominiert am Ende seines Raps drei Personen, die es ihm gleichtun sollen und (Achtung Spoiler!) alle kommen dem nach.

Simon Will macht gemeinsame Sache mit seinem Rap-Pseudonym Willboy und zieht als vermeintliches Duo durch.

Den Teilnehmer Dangery hält es im Halbdunkel des Zimmers. Die Shades bleiben trotzdem am Start. Auffällig ist, dass die Jungs ausschließlich über Trap-Instrumentals rappen.

2Bough bildet hier keine Ausnahme. Der YouTuber, der selbst einige Rapper wie beispielsweise Baba Saad oder Esta produziert hat und mitunter die musikalischen Ausflüge der Konkurrenz bewertet, bleibt locker easy unter der geforderten Marke.

Eine ziemlich auffällige Person in der YouTuber-Szene ist Lil Lano. In Grundzügen erinnert sehr viel in den Videos des Braids-Trägers an die Anfänge von Money Boy. In allen Videobeschreibungen wird auf ein "Kunstprojekt" verwiesen. Wer sich ein paar mehr Videos des Leaders der AnanasSquad ansieht, verliert schnell den glauben daran. Auch der Counter läuft eher asynchron.

Die 400 Worte-Challenge

Nach 300 Worten folgt die 400 Worte-Challenge. Auch hier ist Simon Will beziehungsweise Willboy wieder ganz vorne mit dabei.

Kollege MiZeb macht das Ganze relativ entspannt im Sitzen.

Challenge-Teilnehmer Oskar ist erst 16 Jahre alt und scheint der Aufgabe dennoch gewachsen.

Die Herkunft

Seinen Ursprung hat die Challenge wohl bei Mac Lethal, der des Öfteren sein Talent für besondere Rap-Videos beweist. Auch die internationalen YouTuber Roomie, Andrew Huang und Dave werden von Rezo als Vorbilder genannt.

Was allerdings zum Teil nebulös bleibt, sind die Umstände der Aufnahmen. Wie viel Anläufe die Jungs gebraucht haben, um ihre Rap-Skills derart in Szene setzen zu können oder wie stark die Videos nachbearbeitet worden sind, lässt sich nur erahnen. Nichtsdestotrotz drängt eine Generation, die mit Eminem und und Kollegah aufgewachsen ist, ans Mic.

Rap erreicht ein immer größeres Mainstream-Publikum und so ist es kaum verwunderlich, dass sich die Teenie-Helden musikalisch ausprobieren. Zwischen der heimischen Aufnahme für die wartenden Abonnenten und dem Abliefern bei einer Live-Performance besteht jedoch ein gewaltiger Unterschied. Die Kluft zwischen Rapper und Rap-Challenge-Teilnehmer wird dieser aktuelle Schwall von Doubletime-Parts keineswegs einebnen.

Aber apropos Eminem: Wenn es um das Raushauen von möglichst vielen Silben in möglichst wenig Zeit geht, kommt niemand um den "Rap God" höchstselbst herum. Hier nochmal der Beweis, warum Marshall Mathers als einer der größten Wortakrobaten ever in die Geschichte eingehen wird:


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