Jigzaw im Interview: Abschiebehaft, Türkei, Kollegah, Alpha-Sampler, Haftbefehl, Nimo & "Jiggi"

️Heute hat Jigzaw Deutschland verlassen und sich auf den Weg in die Heimat seiner Vorfahren gemacht. Wäre er nicht selbst ausgereist, hätte ihm die Abschiebung gedroht. Im ausführlichen Interview mit Aria erzählt das Kollegah-Signing, wie es so weit kommen konnte und wieso er nicht großartig mit seinem Schicksal hadert. Sein Blick in die Zukunft in der Türkei ist nahezu optimistisch.

Außerdem geht es um sein kommenden Album "Jiggi", das am 5. Juli über Kollegahs Label Alpha Music Empire veröffentlicht wird. Das Release feiert und beobachtet Jigzaw dann aus der Ferne. Mit Aria hat er auch über die teils überraschenden Gäste auf "Jiggi" und sein persönliches Verhältnis zu Rappern wie Nimo, Mortel, Haftbefehl und mehr gesprochen.

03.06.2019 - 19:33

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"Ich wurde mit Kabelbindern gefesselt": Ra'is berichtet von SEK-Einsatz
SEK

"Ich wurde mit Kabelbindern gefesselt": Ra'is berichtet von SEK-Einsatz

Von Alina Amin am 24.11.2020 - 14:30

Xatars Signing Ra'is wird seit einiger Zeit nach eigenen Aussagen wöchentlich von der Polizei besucht. Gestern sollen die Einsätze ihren Höhepunkt erreicht haben. Das SEK habe die Wohnung des Rappers gestürmt und sogar die Zimmer seiner Kinder total verwüstet, so der Künstler in seiner Instagram-Story. Es sei ihm unklar, wieso die Beamten seine Wohnräume regelmäßig durchsuchen. 

Die Wohnung von AON-Signing Ra'is wurde vom SEK gestürmt

Ra'is soll bei den Einsätzen von den Polizisten gefragt worden sein, wie er seine Wohnung finanziere. Dass er sein Lebensunterhalt ausschließlich mit der Musik bestreite, glauben ihm die Beamten wohl nicht. Die Polizei werfe ihm Drogenhandel vor und frage ihn regelmäßig über andere libanesische Familien aus. Er selbst erklärt auf Instagram, dass er weder mit Clans noch mit sonst welchen Kriminalitäten zu tun habe. Nachdem er seine Haft vor zweieinhalb Jahren abgesessen habe, habe er diesen Dingen den Rücken gekehrt und sich nur noch auf die Musik konzentriert.

Im Zuge des Einsatzes soll die Polizei nicht nur mit seinem Hab und Gut rigoros umgegangen sein. Er erzählt, dass er mit Kabelbindern gefesselt worden sei. Man würde einen respektlosen Ton mit ihm und seiner Familie pflegen und regelmäßig beleidigen. Aufgrund der heftigen Einsätze wolle der Hausverwalter ihn aus der Wohnung schmeißen. Die Polizei hätte bei keinem der Einsätze etwas gefunden.

Der Rapper hat daraufhin viel Zuspruch und Unterstützung von seiner Community und seinen Kollegen bekommen.

Auch Labelchef Xatar hat sich nach den Stories von Ra'is gemeldet und erklärt, dass sein Künstler viel Liebe, Zeit und Energie für sich und seine Familie in die Wohnung investiert hatte. Er erläutert, dass Ra'is sein Geld ehrlich mit der Musik bei AON verdiene und nichts mit "Straßengeschäften" zu tun habe. Es sei nun ein Anwalt in der Sache eingeschaltet. Dieser soll den Gründen für diesen augenscheinlich unnötigen Einsätzen nachgehen.


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