EUNIQUE über Black Lives Matter, Deutschrap, neue Musik und OnlyFans – fleXX

Eunique war nun schon zum zweiten Mal Gast in unserem All-Female-Format fleXX auf Twitch. Die Hamburger Rapperin, die mittlerweile in Berlin wohnt, spricht mit Alina und Tugce über die Black Lives Matter Bewegung und die Auswirkungen auf die Gesellschaft, speziell im Bezug auf Deutschland. Ihrer Meinung nach sollte sich jeder deutsche Rapper auch für die schwarze Community stark machen, vor allem diejenigen, die sich gerne mal per Copy & Paste an Hits aus Amerika bedienen.

Sie selbst will nicht wie andere klingen und legt daher Wert auf ihren eigenen Sound. Mit Kobra Kartell steht Eunique für eine neue HipHop-Generation, in der starke Frauen mit Attitude und Anspruch das Sagen haben. Ihr neues Album ist zu 95% fertig und wird noch dieses Jahr erscheinen. Stay tuned!

In unserem neuen Interview mit Eunique erfahrt ihr mehr über ihre Meinung zu Black Lives Matter und Deutschrap, ihre neue Musik und auch über den kürzlich angekündigten Account auf OnlyFans.com.

24.06.2020 - 19:05

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LASS MICH ATMEN – Eunique, Jalil & mehr im Livestream zum Todestag von George Floyd

LASS MICH ATMEN – Eunique, Jalil & mehr im Livestream zum Todestag von George Floyd

Von Djamila Chastukhina am 25.05.2021 - 13:53

Heute jährt sich zum ersten Mal der Todestag von George Floyd. Mit Unterstützung von Alles Gold und Sony Music findet unter anderem deshalb ein Livestream-Event mit dem Titel "LASS MICH ATMEN" statt. Darin spricht Journalist Malcolm Ohanwe mit Eunique, Jalil, Roger Rekless, Preach, Uncle D und Yasmin Poesy über ihre persönlichen Erfahrungen als Schwarze Menschen in Deutschland. Es geht unter anderem um die Geschichte Schwarzer Menschen in der Musikbranche, Exotisierung Schwarzer Frauen im Rap und afrikanische Identitäten in Deutschland.

Todestag von George Floyd: Live Performances von Eunique, Jalil und Roger Rekless

Die Artists tauschen sich nicht nur in zwei Talkrunden über ihre Erfahrungen aus. Die Musiker*innen Eunique, Jalil und Roger Reckless haben in ihrer Musik Gedanken und Gefühle verarbeitet, die sie in einer Live-Performance heute Abend mit uns teilen wollen:

Eunique ist "pissed" und drückt das auf ihrem jüngsten Release "BLM" aus. Darin spricht sie unter anderem Polizeigewalt, mangelnden Respekt vor Schwarzen Menschen im Hiphop und White Privilege, also die Privilegien von weißen Menschen, an.

"400 Jahre hat mein Volk gekämpft und sich befreit /

Privileg hast du durch uns, bitte bild' dir nix drauf ein"

Jalil fühlt Schmerz in seiner Brust und bringt das in "Ich kann nicht atmen" zum Ausdruck. Die Audio beginnt mit George Floyds Hilferufen kurz vor seinem Tod. In dem Song erzählt er die Geschichte von Schwarzen Männern, die durch Polizeigewalt getötet wurden.

Zusätzlich wird Roger Rekless seinen bisher unveröffentlichten Song "Wie Black" performen.

US-Star H.E.R. unterstützt die Aktion

Auch US-amerikanische Sängerin H.E.R., die mit ihrem Protestsong "I Can't Breathe" im März einen Grammy in der Kategorie "Song of the Year" gewann, unterstützt das Event. In einem kurzen Video auf Instagram gibt sie Props an Jalil und Eunique, dafür, dass sie das Black Lives Matter Movement in Deutschland weiterführen.

"I'm so thankful that the movement is continuing in Germany. Thank you so much for your music, for being a part of it, for giving a voice to the voiceless. Let's keep it going!"

("Ich bin dankbar dafür, dass das Movement in Deutschland weitergeht. Danke für eure Musik, dafür, dass ihr ein Teil davon seid, dafür, dass ihr Leuten, die keine Stimme haben eine Stimme gebt. Lasst uns weitermachen!")

Gemeinsam für eine bessere Zukunft sorgen

"LASS MICH ATMEN" findet heute um 20:00 Uhr auf dem YouTube-Kanal von Alles Gold statt und soll eine Fläche zum Austausch bieten. Nicht nur Schwarze Menschen sind herzlich eingeladen, sondern jede Person, die etwas zur Bewegung gegen Rassismus und Polizeigewalt beitragen möchte. Zwar liegen einem die Erinnerungen an den Tod von George Floyd oder anderer Opfer rassistischer Polizeigewalt oftmals schwer im Magen. Jedoch sollte solch ein Event nicht nur die negative Vergangenheit beleuchten, sondern auch Ausblick auf eine positivere Zukunft geben. Dazu teilte Teilnehmerin Yasmin Poesy folgendes Statement:

"Es ist absolut wichtig, die BLM Bewegung zu unterstützen und mit voranzutreiben, erst recht, wenn man selber nicht Schwarz ist. Rassismus ist nicht das Problem von schwarzen Menschen, es ist das Problem aller anderen Gruppierungen/Ethnien und allen voran, das Problem vieler weißer Menschen. Verantwortung übernehmen und gemeinsam dagegen ankämpfen ist jetzt das einzig Richtige. Die Zukunft sieht gut aus."

Den Link zum Livestream-Event findet ihr hier.


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