Am 14. und 15. Juni findet in Düsseldorf erstmals mit Unterstützung von SNIPES die Beatcon statt. Bei dem neuartigen Event stehen einige von Deutschlands besten und erfolgreichsten Produzenten der Gegenwart im Mittelpunkt. Sie geben angehenden Beatmakern sowie Mixing und Mastering Engineers Einblicke in ihre Arbeit und die Welt des Producings.


Hier Tickets für die Beatcon sichern!

Im Lineup der Speaker, die in exklusiven Masterclasses und größeren Vorträgen Tipps, Tricks und Hintergrundwissen teilen, finden sich reihenweise Hochkaräter: Tua, die Jugglerz, Juh-Dee, Miksu und Macloud, Alexis Troy, Bazzazian und mehr sollten jedem aufmerksamen Rapfan längst bekannt sein. Die Männer hinter Songs von RIN, Luciano, Azet, Zuna, Veysel, Farid Bang, KC Rebell, Haftbefehl, Gentleman, Till Lindemann und vielen mehr bringen die Erfahrung und die Skills von etlichen Gold- und Platinplatten mit ins Boui Boui in Düsseldorf.

Neben wertvollen Blickwinkeln auf das Handwerk an Beat, Mix und Master werden den Gästen auch rechtliche und geschäftliche Basics beigebracht, es gibt eine Podiumsdiskussion mit Aria und Toxik zum neuen Star-Status einiger Produzenten. Das Event wird aber auch Treffpunkt für kreative Köpfe sein, die hier auf Gleichgesinnte treffen, sich connecten und mit dem aktuellen Stand bei Hard- und Software vertraut machen können.

Karten für die Beatcon gibt es ab 49,90 Euro. Wer zusätzlich zu den Vorträgen individuelles Feedback der Experten zu seinen Beats oder anderen Fragen bekommen möchte, kann zu den Pro oder den Masterclass Tickets greifen. Alle Karten und die Preise gibt es hier im Überblick.

07.05.2019 - 18:05

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Wie Dieter Bohlen Jumpas "Cherry Lady"-Remake "eiskalt" nachgebaut hat

Wie Dieter Bohlen Jumpas "Cherry Lady"-Remake "eiskalt" nachgebaut hat

Von Michael Rubach am 19.05.2021 - 13:41

Producer Special bei Apple Musics HYPED Radio: Aria Nejati begrüßt Jumpa zum Interview. Der in Berlin ansässige Produzent droppte allein in den letzten Wochen Singles mit Artists wie Samra, Zuna oder badmómzjay. Im Talk (hier anhören) spricht er nun über seine ersten musikalischen Gehversuche, den Auslöser für seine Deutschrap-Faszination und über Dieter Bohlens wilde Moves im Nachgang von Capital Bras Cover-Version von "Cherry Lady".

Remake vom Cover: Dieter Bohlen baut "Cherry Lady" im Jumpa-Style

Obwohl Jumpa erst 25 ist, produziert er seit zehn Jahren für Künstler*innen im Deutschrapkosmos. So hat er auf Fards Album "Invictus" 2011 bereits zwei Beats platzieren können. Jumpa-Produktionen finden bundesweit in der Szene Anklang. Vom "Outro" auf Farid Bangs "Asphalt Massaker 3" bis zu "High Life" auf dem "Sampler 4" der 187 Strassenbande – Jumpa, make it jump. Kein Wunder, dass sich auf seiner kommenden EP "Make It Jump" unter anderem Zuna, Samra, badmómzjay und Vega tummeln. Der Beat zur Auftaktsingle von badmómzjays Debütalbum "badmómz." geht ebenfalls auf das Konto von Jumpa.

Auch mit Capital Bra hat er schon für verschiedene Songs zusammengearbeitet. Das von Jumpa produzierte Cover von "Cherry Lady" ist inzwischen Platin gegangen. Davon dürfte jedoch vor allem Dieter Bohlen profitieren. Der Pop-Titan hält laut Jumpa die gesamten GEMA-Rechte. Ebenso hat der Modern Talking-Gründer offenbar ganz genau hingeschaut, wie heutzutage Musik entsteht. Die Inspiration für ein weiteres Dieter Bohlen-Remake des Songs liegt für Jumpa auf der Hand.

"Ich hab auch mal mit ihm telefoniert. Ich hab, glaube ich, ein zwölftel Aufführungsrecht. Es ist ein Witz einfach. Viel krasser ist aber, dass Dieter dann irgendwann noch einmal eine eigene 'Cherry Lady'-Version releast hat und meinen Beat eins zu eins nachgebaut hat. Und ich da auch nix machen konnte, weil er die GEMA hat. Er hat eins zu eins meine Chord Progression nachgebaut. Eiskalt."

Jumpa über seine Anfänge als Producer & den Weg zum musikalischen Gehör

Wie ist Jumpa überhaupt dorthin gelangt, dass er es mit Kalibern wie Dieter Bohlen zu tun bekommt? Er hat früher zur Übung mit dem Nachbauen von Instrumentals begonnen. Als er mit dem Beatmaking anfing, sei er noch "komplett unmusikalisch" gewesen. Seine persönliche Deutschrapinitialzündung fand bei ihm mit Sido und "Fuffies im Club" statt. Dann folgte ein Ratschlag seiner Mutter und YouTube-Tutorials.

"Dann habe ich irgendwann Beats nachgebaut, weil meine Mom ist eine Sängerin gewesen früher [...]. Die hat ein sehr gutes Gehör. Die hat dann irgendwann einmal den simplen Satz zu mir gesagt, der mir sehr viel gebracht. Und zwar einfach so: 'Versuch nicht nur, die Musik zu konsumieren, sondern versuch mal den Song in deinem Kopf auseinanderzunehmen. Welche Instrumente sind in dem Song drin, wie bewegen die sich, wie spielen die und so weiter?' Seit dem kann ich auch nicht mehr normal Musik, hören. [...] Ich guck immer so: Wie spielt er Synthy? Welche Noten sind das ungefähr? Wie hat er das gemacht? Wie hat er den Sound hinbekommen? Dadurch hab ich am Anfang immer bei YouTube-Tutorials, die Beats, die da gebaut haben, einfach nachgebaut – als ich zwölf, dreizehn war. [...] Da hab ich die Noten nachgeklickt und dann hab ich irgendwann ein Verständnis bekommen. [...] Dadurch hab ich bin bisschen autodidaktisch mein musikalisches Gehör bekommen."

Die komplette Folge HYPED Radio kannst du hier hören:

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