AK Ausserkontrolle: Skrupellos, kriminell, gewalttätig & authentisch (Interview) #waslos

"Was Rapper Mapper? [Wir sind e]chte Verbrecher!" – AK Ausserkontrolle auf Panzaknacka

Jahre im Knast, Einsatz von gnadenloser Gewalt, Immigration, Bildung einer kriminellen Vereinigung, Berlins schlimmste Ecken, schmutziges Geld und das kommende Album Panzaknacka: Im Interview mit Rooz spricht AK Ausserkontrolle, auch bekannt unter seinem Spitznamen Drama beziehungsweise DramaKing, im Berliner Stadtteil Wedding Tacheles.

Wer wissen möchte, wer zu seiner Gang Ausserkontrolle gehört, wird selbst mit Hilfe von Google nicht schlauer. Auf Nachfrage wird uns von Labelseite erklärt, dass aktiv etwa vier Member rappen – je nachdem, wer grade nicht im Knast sei. Die Anzahl der Gangmitglieder insgesamt liege dafür aber im dreistelligen Bereich.

Die Crew wird mit unzähligen Einbrüchen in Verbindung gebracht wird. Sie ist auch unter dem Namen "Gullideckelbande" bekannt – weil sie angeblich unter anderem mit Gullideckeln Schaufenster und Vitrinen zerschlagen haben soll. Die Pressetexte romantisieren die kriminellen Taten, die Raps thematisieren sie. 

Die Polizei scheint hilflos. Ein Mitarbeiter wird in einer Pressemitteilung des Labels Auf!Keinen!Fall! wie folgt zitiert: "Natürlich haben wir da ein Auge drauf. Aber wenn ich über Einbrüche rappe, dann ist das zumindest eines nicht: nämlich strafbar. Klar weiß ich, dass die über ihre Taten sprechen, aber ich muss es eben verurteilungsreif nachweisen können. So lange ich das nicht kann, ist das Kunst."

Selten gab es einen authentischeren Einblick in die dunkle Welt von AK Ausserkontrolle. Für dieses Interview ist Rooz direkt in die Höhle des Löwen gegangen und hat exklusiv für Hiphop.de ein Gespräch unter vier Augen geführt. 

Infos zum Album findest du auf iTunes und Amazon:

15.03.2016 - 18:00

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Bushido über den Deal mit Arafat Abou-Chaker: "30 Prozent von allem"

Bushido über den Deal mit Arafat Abou-Chaker: "30 Prozent von allem"

Von Michael Rubach am 02.09.2020 - 16:29

Bushido hat sich am heutigen Mittwoch zum wiederholten Male vor Gericht zu seiner Geschäftsbeziehung mit Arafat Abou-Chaker geäußert. Dabei ließ er offenbar Zahlen sprechen. Laut Berliner Zeitung erklärte Bushido aus dem Zeugenstand heraus:

"Arafat hat in den letzten zehn Jahren über neun Millionen Euro mit mir verdient!"

Bushido beschreibt die Geschäftsbeziehung mit Arafat Abou-Chaker

Wie kommt dieser angebliche Verdienst zustande? Ab 2004 habe Bushido 30 Prozent seiner Einkünfte an Arafat Abou-Chaker abtreten müssen. Bushido sei zu diesem Geschäft bereit gewesen, da der Angeklagte ihm geholfen habe, aus seinem Vertragsverhältnis bei Aggro Berlin herauszukommen. Teile der Aussagen von Bushido zu der Trennung werden von dem Label als unwahr angesehen. Die Aggro-Gründer forderten daher kürzlich, dass Bushido eine Unterlassungserklärung unterschreibt.

In Medienberichten ist in Zusammenhang mit dem beschriebenen Deal von einer "unfreiwilligen Vereinbarung" die Rede. Der Berliner Rapper soll Arafat Abou-Chaker zunächst um die 20.000 Euro für die Hilfe bei den Vertragsstreitigkeiten mit Aggro in Aussicht gestellt haben. Ein neuer Deal mit dem Major Universal hätte ihm zu der Zeit 50.000 Euro Vorschuss beschert. Nachdem das Ex-Aggro-Signing sein erstes Angebot unterbreitet habe, sei Arafat Abou-Chaker "tierisch ausgerastet". Bushido zitiert seinen anschließenden Gegenvorschlag laut Spiegel mit den Worten:

"Wenn du korrekt bist, dann beteiligst du mich prozentual."

Dazu sei es dann auch gekommen. Bushido sei "total eingeschüchtert" gewesen. So sehr, dass er einer Vereinbarung zugestimmt haben will, die seine eigenen Einnahmen rapide sinken lässt: "Okay, dann kriegst du ab jetzt 30 Prozent von allem, was ich je verdienen werde."

Dieses Zugeständnis sei aber unter Zwang erfolgt. Bushido ergänzt laut der Darstellung im Spiegel, dass er diese Geschichte noch nie jemanden erzählt hätte. Jahre später - 2007 - sei offiziell ein Management-Deal geschlossen worden.

Nach Aussage von Bushido habe sich Arafat Abou-Chaker in der Anfangsphase ihrer Zusammenarbeit kaum um die Musikgeschäfte gekümmert. Zahlungen an seinen ehemaligen Geschäftspartner seien zudem stets bar erfolgt. Eine wirkliche Freundschaft zwischen den beiden Parteien hätte nie existiert.


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