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A Tribe Called Quest - We The People....(Live on SNL)

Kürzlich erschien mit We got it from Here... Thank You 4 Your service das letzte Album der legendären Hiphop-Formation A Tribe Called Quest. Nun präsentierten sie mit We the People.... eine Single des Albums live bei Sa****ay Night Live. Im Rahmen ihrer Performance ehrten sie zudem das verstorbene Crew-Mitglied Phife Dawg, der im März an den Folgen einer Diabetes-Erkrankung gestorben war.  

15.11.2016 - 18:31

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 Zwischen Philosophie & Wahnsinn: Wie Kanye West vor "Yandhi" erneut für Aufregung sorgt

Zwischen Philosophie & Wahnsinn: Wie Kanye West vor "Yandhi" erneut für Aufregung sorgt

Von David Büchler am 02.10.2018 - 16:22

Kanye West hat in den vergangenen Tagen mal wieder für reichlich Aufruhr gesorgt. Es ging erneut um Sklaverei und Donald Trump - doch es gab Widerspruch von einer prominenten Freundin Kanyes. 

Kanye West über die "Wiedereinführung" der Sklaverei

Am Wochenende trat Kanye West - der kürzlich verkündete, dass er nur noch Ye genannt werden möchte - in der US Show Saturday Night Live auf. Dort bekannte der Rapper sich erneut zu Donald Trump und verteidigte ihn. Doch das scheint Kanye West nicht mehr genug Provokation zu sein. Jedenfalls forderte er anschließend auf Twitter, dass das 13. Amendment der US-Verfassung abgeschafft werden solle:

ye on Twitter

this represents good and America becoming whole again. We will no longer outsource to other countries. We build factories here in America and create jobs. We will provide jobs for all who are free from prisons as we abolish the 13th amendment. Message sent with love

Amendments sind Ergänzungen der amerikanischen Verfassung, die nachträglich hinzugefügt wurden. Das 13. Amendment schaffte im Jahre 1865 die Sklaverei ab. Nun will Kanye West also dafür eintreten, die Abschaffung der Sklaverei wieder abzuschaffen? Damit würde er sich für die Wiedereinführung der Sklaverei stark machen. So war das aber offenbar nicht gemeint. Schließlich schoss Kanye zwei Tweets nach, in denen er sich erklärt:

ye on Twitter

the 13th Amendment is slavery in disguise meaning it never ended We are the solution that heals

ye on Twitter

not abolish but. let's amend the 13th amendment We apply everyone's opinions to our platform

Kanye - so führt er aus - will das Amendment nicht abschaffen, sondern es um eine neuerliche Erweiterung ergänzen. Im Amendment des Amendments - wie es Kanye offenbar vorschwebt - würde eine Ausnahme abgeschafft werden, die die aktuelle Fassung noch vorsieht. Aktuell dürfen Sklaverei beziehungsweise Zwangsdienstbarkeit in US-Hoheitsgebieten nicht mehr stattfinden. Es sei denn - und exakt daran stört sich Kanye West aka Ye - die betroffene Person wurde in einem rechtsstaatlichen Verfahren eines Verbrechens für schuldig befunden. Die Ausnahme möchte der Rapper offenbar abschaffen. Das meint er, wenn er von "Slavery in disguise" (verdeckte Sklaverei; Anm. d. Red.) spricht.

Vor dem Hintergrund dieser Erklärungen wirken Kanyes Tweets tatsächlich weit weniger skandalös. Dennoch sollte sich ein Mastermind wie Kanye bewusst sein, was er mit seinen Tweets - die zunächst im luftleeren Raum und ohne Erklärung im digitalen Äther schweben - auslöst. Insbesondere angesichts seiner in der Vergangenheit getätigten Äußerungen zur Sklaverei, für die er sich im Nachhinein allerdings entschuldigte, lösen solche Tweets zunächst berechtigte Empörung aus. Dennoch sollte Außenstehenden stets bewusst sein, dass Kanye unter einer Krankheit leidet. Die Bipolare Störung kann zum kontroversen Grind des Künstlers in der Öffentlichkeit beitragen.

Erneutes Bekenntnis zu Trump: Lana Del Rey gegen Kanye West

Dass es trotzdem erlaubt ist, öffentlich Stellung zu beziehen, wenn West Dinge raushaut, die Menschen für gefährlich halten, sollte klar sein. Lana Del Rey - die 2014 noch auf der Hochzeit von Kanye und Kim Kardashian West performte - hat sich nun sogar öffentlich gegen den Rapper gewandt. Das oben bereits gezeigte Bild, auf dem Kanye die Make America Great Again-Cap trägt und sich für Trump stark macht, postete er auch auf Instagram. Daraufhin kommentierte Lana Del Rey den Post so:

Es sei eine Niederlage für die USA, einen Präsidenten wie Trump gewählt zu haben. Ebenso sei es eine Schande für die Hiphop-Kultur, das Kanye jemanden wie Donald Trump supporte. Sie hoffe, dass Kanye nur auf irgendeine Art die Persönlichkeit des Präsidenten bewundere. Der Größenwahn und der Narzissmus Trumps seien im Grunde nichts, worüber es sich lohne, zu diskutieren - wenn es sich nicht um den Präsidenten handle. Wenn Kanye glaube, es sei in Ordnung, jemanden zu unterstützen, der meine, er könne Frauen aufgrund seiner Machtposition sexuell belästigen, dann brauche der Rapper ebenso wie der Präsident Hilfe. Viele Narzissten bekämen die nötige Hilfe leider nie. Offenbar sorgt sie sich um ihren Freund. In den sozialen Netzwerken erhielt sie für ihre Gegenrede enorm viel Zuspruch.

Fakt ist, dass der Grat, auf dem Kanye immer wieder wandelt, ein schmaler ist. Inwiefern das an seiner Erkrankung liegt, ist schwer zu beurteilen. Jedenfalls steht fest, dass er als einer der bedeutendsten popkulturellen Künstler der Gegenwart in der Lage ist, mit einzelnen Tweets oder Posts riesige Aufmerksamkeit zu generieren. Das nutzt West, um seine Tätigkeitsfelder immer weiter auszubauen. Er ist nicht nur Produzent und Rapper, sondern auch Designer und Trendsetter. Kanye verdient eine Menge Geld mit der Aufmerksamkeit, die er erzeugt. Er ist ein Meister seines Fachs - oder eher seiner Fächer. Doch es gibt viele Menschen, die ihm deshalb eine gewisse Verantwortung für das, was er so raushaut, zuschieben möchten. Kanye muss lernen, auch damit umzugehen.


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