Rapper T.I. wohl wegen Kryptowährung-Betrugs angeklagt

Atlanta-Legende T.I. wurde wegen der Promotion und dem Verkauf einer betrügerischen Kryptowährung angeklagt. Auf seinen Social Media Accounts bewarb er die sogenannten FLiK-Coins mit Falschaussagen. Gegründet wurde die Währung durch den ebenfalls aus Atlanta stammenden Filmproduzenten Ryan Felton. Gegen diesen ermittelt nun das FBI.

Ryan Felton: Eine Villa & ein Ferrari

FLiK wurde durch ein ICO an den Start gebracht, ein "Initial Coin Offering". Das bedeutet, Anleger konnten Teile der Kryptowährung als Möglichkeit des Crowdfundings kaufen, ohne dass eine bestehende Plattform bereits Funktionen anbietet. FLiK sollte nach Angaben von Felton eigentlich ein "Netflix, basierend auf Blockchain" werden.

Nach dem Verkauf ermittelte die Securities and Exchange Comission (die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde) gegen Felton, da dieser die Investitionen veruntreut haben soll. Statt eine Krypto-Plattform aufzubauen, kaufte sich der Produzent von dem Geld scheinbar eine Villa für anderthalb Millionen Dollar und einen Ferrari für knapp 200.000 Dollar sowie weitere Luxusgüter. Zudem soll er sich auf verschiedenen Online-Plattformen als möglicher Investor ausgegeben haben, um Hype für FLiK zu generieren.

T.I. soll beim ICO von FLiK geholfen haben, indem er die Währung auf seinen Social Media Accounts bewarb und verkaufte. Dazu stellte er wohl die Falschaussage auf, dass er Mitbesitzer von FLiK sei. Außerdem soll er einen prominenten Freund gebeten haben, ebenfalls über Social Media T.I.s "new venture", also sein neues Unternehmen, zu bewerben. Dabei wurde jedoch nie klargestellt, dass er für seine Werbezwecke entlohnt wurde.

Neben T.I. und Felton wurden noch drei weitere Personen angeklagt, darunter auch T.I.s Social Media Manager. Mit allen bis auf Felton konnte scheinbar eine außergerichtliche Einigung getroffen werden. T.I.P. muss nun wohl 75.000 Dollar Strafe zahlen. Weiterhin wurde allen Beteiligten jegliche Form des Handels mit Kryptowährung für die nächsten fünf Jahre untersagt.

Ryan Felton wird zusätzlich vorgeworfen, mit der Kryptowährung CoinSpark eine ähnlich betrügerische Masche angeboten zu haben. Gegen ihn ermittelt mittlerweile das FBI.

T.I.: Der König, der irren Headlines

T.I. schafft es immer wieder mit verrückten Schlagzeilen in die News. Erst zum Ende des letzten Jahres wurde öffentlich, dass T.I. angeblich jährlich die Jungfräulichkeit seiner Tochter testen lassen würde. Dazu hätte er den zuständigen Gynäkologen sogar von seiner ärztlichen Schweigepflicht entbinden lassen.

T.I. verlangt von seiner Tochter offenbar jährliche Jungfräulichkeitstests

Von Till Hesterbrink am 29.07.2020 - 15:57 Jeezy war zu Gast in T.I.s Podcast "expediTIously". Während des Gesprächs kamen die beiden auf Gucci Mane und das belastete Verhältnis zwischen den Dreien zu sprechen. Sowohl Jeezy als auch T.I. schienen einer Versöhnung dabei nicht sonderlich abgeneigt. Mittlerweile ist das gesamte Interview aus dem Internet verschwunden.

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US-Rapper droppt Track über millionenschweren Sozialbetrug – und wird verhaftet
EDD

US-Rapper droppt Track über millionenschweren Sozialbetrug – und wird verhaftet

Von Till Hesterbrink am 18.10.2020 - 15:46

Der Rapper Nuke Bizzle scheint noch nicht ganz verstanden zu haben, dass auch die Polizei mittlerweile einen Internetzugang hat. So veröffentlichte er seinen Track "EDD" auf YouTube, in welchem er sich darüber profilierte, während der Corona-Krise massig Geld mit Sozialbetrug verdient zu haben. Kurz darauf wurde er verhaftet – mit 8 erschlichenen Debitkarten im Gepäck.

Nuke Bizzle: 1,2 Millionen Dollar vom amerikanischen Arbeitsamt

Das EDD, oder auch Employment Development Department, kann mit dem deutschen Arbeitsamt verglichen werden. Die Behörde gibt Sozialhilfen wie das amerikanische Pendant zum Arbeitslosengeld über Debitkarten an die Berechtigten aus. Diese funktionieren ähnlich wie Kreditkarten, werden jedoch bloß mit einer gewissen Summe aufgeladen. Diese kann man direkt über die Karte ausgeben oder sich von der Bank auszahlen lassen. Aktuell sind aufgrund der Corona-Pandemie auch freischaffende Arbeiter berechtigt, diese Form der Unterstützung zu erhalten. Dies machte sich der Rapper Nuke Bizzle zunutze.

Der 31-Jährige soll die Sozialhilfe beantragt haben, allerdings für insgesamt mindestens acht Personen. Immer wieder habe er sich dafür als jemand anderes ausgegeben. Er soll sich dann Zugriff auf die Anschriften der Opfer verschafft haben, um die Briefe mit den Debitkarten abzufangen. Nun erwartet ihn nicht nur eine Anklage wegen Betruges, sondern auch für Identitätsdiebstahl. Insgesamt wurden bei ihm 92 der Debitkarten gefunden. Der Wert der ergaunerten Karten beläuft sich wohl auf knapp 1,2 Millionen Dollar. Mehr als 700.000 Dollar sollen Bizzle und seine Komplizen schon ausgegeben haben.

"Self snitching": Rapper erklärt Betrug in Song

All das wäre wohl auch gut gegangen, hätte der Rapper sich nicht dazu entschieden, einen Song über seine Masche zu veröffentlichen. Diesen nannte er direkt ganz frech "EDD". Im Video sieht man ihn mit einer Unmenge an vermeintlichen Briefen und Debitkarten der Behörde. Er selbst behauptet, alles, was im Video zu sehen wäre, seien Requisiten. Knapp einen Monat nach Release des Videos wurde Bizzle verhaftet.

Nicht nur das Video zeigt den Rapper scheinbar mit erschlichenen Sozialhilfen, auch im Text geht es ausschließlich um die Masche.

"Du musst Kokain verkaufen, ich stelle einfach einen Antrag"

("You gotta sell cocaine, I just file a claim")

Sein Betrug könnte Bizzle nun teuer zu stehen kommen. Sollte er verurteilt werden, erwartet ihn eine Strafe von bis zu 22 Jahren im Gefängnis.

Hätte er wohl mal besser auf Abdi gehört:

"Wenn das Business floriert, postet man auf Instagram keine Videos im Porsche" (Abdi auf "Mondsichel")

Aber nicht nur amerikanische Rapper stellen aktuell Dinge ins Internet, die besser nicht öffentlich geworden wären:

Capital Bra: Polizei ermittelt wegen Instagram-Story

Capital Bra soll sich wohl aus Versehen selbst verpfiffen haben. In einer mittlerweilen gelöschten Instagram-Story filmte sich der erfolgreichste Rapper Deutschlands, wie er seinem Freund Samra zu Platz 1 in den Charts gratulierte. Die Straßenverkehrsordnung schien dabei lediglich Nebensache zu sein.


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