Snoop Dogg disst Eminem in geleaktem Interview

Das Verhältnis zwischen Snoop Dogg und Eminem steht aktuell stark unter Beobachtung. Nachdem Snoop in einem Breakfast Club-Interview erklärte, Eminem wäre nicht in seinen Top 10, droppte Slim Shady auf seinem neusten Werk ein paar Zeilen gegen den Doggfather. Jetzt stürtzen sich Fans auf ein uraltes Interview mit Snoop Dogg, in welchem er Eminem und dessen Song "Stan" disst.

"Ich höre keine Eminem-Songs, ich bin ein Gangsta": Snoop Dogg über Eminem

Das Video eines angeblich geleakten Interviews mit Snoop Dogg wurde auf YouTube bereits 2018 hochgeladen. In dem Interview spricht Snoop Dogg über Eminem und dessen Song "Stan". Anscheinend hatte Snoop den Track allerdings so gar nicht gefühlt und zog ordentlich über ihn her. Die Lyrics und das Thema seien seiner Meinung nach "Bullsh*t".

Hintergrund ist, dass Snoop Dogg für seinen von Dr. Dre produzierten Track "Round Here" ebenfalls auf das berühmte Dido-Sample aus "Thank You" zurückgegriffen hatte. Er selbst hätte "Stan" allerdings nie gehört, er sei schließlich ein Gangster. Generell würde er aus diesem Grund nie etwas von Eminem hören.

"Ich höre keine Eminem-Songs, ich bin ein Gangsta."

("I don't listen to no Eminem records. I'm a gangsta.")

Das Interview müsste ungefähr aus dem Jahr 2006 sein, den dort erschien Snoop Doggs "Round Here". Den gesamten Ausschnitt könnt ihr euch hier anschauen:

Snoop erklärt sich die Nutzung des Samples damit, dass dies halt Dr. Dres Sound sei. Daher wäre es auch nicht verwunderlich, dass dieser das gleiche Sample mehrmals benutzen würde. Allerdings fällt Snoops Argumentation dahingehend auseinander, dass "Stan" überhaupt nicht von Dr. Dre produziert wurde. Den Track hatte The 45 King produziert, zusammen mit Eminem, der als Co-Produzent geführt ist.

Fans in den Kommentaren weisen außerdem auf die paradoxe Aussage Snoops hin, dass er keine Eminem Tracks hören würde, nur um dann im nächsten Satz abwerten nachzumachen, worum es in "Stan" geht.

Hier könnt ihr beide Tracks hören und das Sample vergleichen:

Beef zwischen Eminem & Snoop Dogg

Nachdem Snoop Dogg in einem Interview in diesem Jahr erklärt hatte, Eminem wäre nicht in seinen Top 10 der besten Rapper aller Zeiten und es wäre für ihn auch nicht schlimm, wenn er nie wieder Eminem hören dürfte, gab es jetzt kürzlich eine Antwort von Em. Auf "Zeus" von seinem neuen Album "Music To Be Murdered By - Side B" widmet er Snoop einige Zeilen.

Snoop Dogg über Eminem: "Nicht in den Top 10 der besten Rapper aller Zeiten"

Snoop Dogg war zu Gast bei "The Breakfast Club" und hat sich zur immerwährenden Diskussion über den besten Rapper geäußert. Eigentlich ging es darum, dass Dr. Dre eine legendäre Produzentenkarriere verzeichnen kann. Als Beispiel für dessen Erfolg zieht Dogg im Gespräch Eminem heran und erläutert, wie Dre Slim Shady groß gemacht habe - und droppt eine steile These: "Eminem ist nicht in der Top 10 der besten Rapper."

Viele Fans vermuteten, dass es sich bei der ganzen Sache möglicherweise nur um ein kleines Hin und Her zwischen Freunden handeln würde. Allerdings wirkt es mittlerweile immer mehr so, als wäre das Verhältnis der beiden tatsächlich ein wenig vorbelastet.

Eminem disst Snoop Dogg & 6ix9ine auf seinem neuen Album

Gestern erschien mehr oder weniger überraschend ein neues Eminem-Projekt. Zumindest gibt es auf " Music To Be Murdered By - Side B" mit 16 zusätzlichen Tracks so viele neue Anspielstationen, dass man von einem Album sprechen könnte. Auf einigen Tracks teilt Eminem in gewohnter Weise ordentlich aus und feuert dabei unter anderem auch gegen Snoop Dogg und 6ix9ine.

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Ab Oktober: Hiphop-Kultur im Öffentlich-Rechtlichen

Ab Oktober: Hiphop-Kultur im Öffentlich-Rechtlichen

Von Djamila Chastukhina am 16.09.2021 - 12:55

Viele Elemente der Hiphop-Kultur finden sich eher selten im Fernsehen. Sender wie MTV strahlen zwar Musikvideos aus und News-Formate wie "Red!" lassen uns am Leben der großen Stars teilhaben. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk findet sich Hiphop jedoch hauptsächlich im Radio oder in Form von Podcasts oder YouTube-Videos wieder. Ab Oktober ändert sich das jedoch: Der deutsch-französische Sender ARTE plant diesen Herbst die Ausstrahlung zahlreicher Dokumentationen und relevanter Elemente von Hiphop und Rap im Fernsehen.

Auftakt: La Haine auf ARTE

Den Start der Programmreihe zur Hiphop-Kultur macht ein Klassiker: La Haine (Hass) wird am 1. Oktober im Fernsehen laufen. Der 1995 erschienene Film von Mathieu Kassovitz hatte einen großen Einfluss auf die Rap-Welt – und das nicht nur in Frankreich. Grund dafür war vor allem die Tatsache, dass viele Menschen aus den unteren Schichten sich mit den Protagonisten des Films identifizieren konnten.

La Haine zeigt 24 Stunden aus dem Leben von drei Jugendlichen, deren Realität von Drogenkonsum, Schmerz, Polizeigewalt - und natürlich Hass - geprägt ist. Armut, Geldsorgen und Kriminalität gehen dabei mit diesem Lifestyle Hand in Hand. Solch eine Lebensweise können viele Rapper von der Straße nachvollziehen, weshalb La Haine bis heute als Reference in vielen Texten benutzt wird:

"Dein Leben American Pie / Unser Leben La Haine"

DisarstarSick (2020)

"Wir sind la, la, la, la Haine Kidz, du Piç / Nur der Hass, der uns lenkt, denn wir kennen sonst nichts /

La, la, la, la Haine Kidz, du Piç / Wir f***en deine Mutter, was für Gangsterimage?"

NazarLa Haine Kidz (2016)

"Weg von Problem'n, weg aus der Gegend / Sie wünschen mein Leben, doch können's nicht versteh'n /

Bruder, viel zu kalt in der Stadt / Am Tag ist alles grau und dann weiß in der Nacht"

Kalazh44La Haine (2021)

"Guck ich leb' wie La Haine"

LucianoLa Haine (2019)

Und auch in Frankreich hat La Haine viele Rapper inspiriert: Der Soundtrack beinhaltete Tracks von Artists, die nach dem großen Erfolg des Films auch mit ihrer Musik durchstarten konnten. Dazu zählen unter anderem MC Solaar, Ministère A.M.E.R., Assassin und IAM

Dokumentation: Snoop Dogg – The Doggfather

Gleich im Anschluss an "La Haine" gibt es eine Ladung Hiphop aus Amerika: In einer von ARTE produzierten Doku wird die Raplegende Snoop Dogg (jetzt auf Apple Music streamen) unter die Lupe genommen. Es soll dabei laut ARTE das Spannungsverhältnis zwischen Armut und Reichtum, Kommerz und Authentizität und Anspruch und Realität beleuchtet werden:

"Die Dokumentation folgt den wichtigsten Stationen im Leben des Ausnahme-Rappers. Zugleich wird die Lebenswirklichkeit in den afroamerikanischen Armenvierteln und das Musikgenre Gangsta-Rap beleuchtet."

Benannt nach seinem Album "Tha Doggfather" bröselt die Dokumentation den Verlauf seiner Karriere auf und kann einen tieferen Einblick in das Leben des Rappers und Entrepreneurs geben.

Hiphop Webserien: DIY und Deutschrap

Am 15. Oktober findet die Erstausstrahlung der Webserie "Hiphop & Internet – Do It Yourself" auf ARTE statt. Über zehn Jahre wurde diese Serie in den USA gefilmt und versucht herunterzubrechen, wie die Hiphop-Szene die sozialen Medien und die Internetlandschaft beeinflusst.

Aber auch Deutschrap wird diesen Herbst im ÖRR nicht außen vor gelassen. Falk Schacht stellt in der Web-Doku "We Wear the Crown – 40 Jahre Rap aus Deutschland" nämlich die gesamte Deutsche Rapgeschichte vor: Von den Anfängen in den 80ern bis hin zur von Frauenpower geprägten Gegenwart im Jahr 2021. Die sieben Folgen der Serie sollen eine Mischung aus einer Mischung aus Archivmaterial und bisher unveröffentlichten Interviews darstellen.

Weitere Ausstrahlungen

Der Oktober und Dezember halten noch mehr für die Hiphop-Fans bereit: Von der Geschichte der Breakdance-Szene in Afrika bis hin zu Dokumentationen über Artists wie Run DMC oder die Beastie Boys ist alles dabei.

Mehr Informationen findest du hier.


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