Snoop Dogg will helfen, Donald Trumps Wiederwahl zu verhindern

Snoop Dogg hat es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht, Donald Trump aus dem Weißen Haus zu kriegen. Damit das gelingt, mobilisiert er nun seine über 50 Millionen Instagram Follower, im November wählen zu gehen. Gemeinsam mit zwei gemeinnützigen Organisationen bietet er einen schnellen Weg an, sich für die Wahl registrieren zu lassen.

Snoop Dogg: "Ich kann diesen Idioten nicht noch ein Jahr im Amt ertragen"

Auf Instagram kündigte Snoop Dogg gestern den Start seiner Kampagne an, die den Namen "Vote with Snoop" trägt. Er schrieb, dass ihn #BlackLivesMatter und Polizeigewalt dazu bewegen würden, dieses Jahr an die Urne zu gehen. Zu dem Bild postete er einen Link, der zu Rock The Vote führt. Eine Organisation, die Hilfe bei der Wahl-Registrierung anbietet.

In einem HiphopDX vorliegenden Pressetext führt der Doggyfather genauer aus, was ihn zu diesem Schritt bewegte.

"Wenn ich mir anschaue, was aktuell in der Welt passiert, dann ist mir klar, dass wir umgehend etwas ändern müssen und nicht nur träge rumsitzen können, [...] Ich nutze meine Stimme und meinen Einfluss, um die Leute wissen zu lassen, dass ihre einzige Chance rauszugehen und zu wählen ist."

("As I'm looking around at what is happening in the world right now, I know that we need to make an immediate change and we can't sit back idle, [...] I'm gonna use my voice and Influence to let people know that the only option is to get out and vote.")

Snoop Dogg ist seit seiner Wahl 2016 ein offener Gegner Trumps und ließ bislang kaum eine Chance ungenutzt, um sich gegen den unliebsamen Präsidenten auszusprechen. 2017 veröffentlichte er gemeinsam mit BADBADNOTGOOD und Kaytranada den Track "Lavender". Im zugehörigen Video trat ein Trump-Double auf, welchem Snoop Dogg eine Waffe an den Kopf hielt. Dies sorgte für eine Reaktion Trumps, der sich über das vermeintlich geschmacklose Video echauffierte.

Snoop Dogg hatte im Juni dieses Jahres angegeben, bislang noch nie in seinem Leben gewählt zu haben. Diese Wahlperiode wolle er das jedoch ändern, da sein Vorstrafenregister nun endlich erloschen sei. In einem Interview mit Big Boy er erklärte er, mit Donald Trump als Präsident könne er sich niemals anfreunden. Daher würde er 2020 zum ersten Mal von seinem Recht Gebrauch machen.

"Ich hab noch nie in meinem Leben gewählt, aber dieses Jahr werde ich wohl raus gehen und wählen, denn ich kann diesen Idioten nicht noch ein Jahr im Amt ertragen."

("I ain't never voted a day in my life, but this year I think I'm gonna get out and vote cuz I can't stand to see this punk in office one more year.")

Snoop Doggs Partner: Rock The Vote 

Für die Kampagne hat sich Snoop Dogg mit der gemeinnützigen Organisation Rock The Vote zusammengetan. Diese wurde 1990 gegründet mit dem Ziel, mehr Jugendliche in die Wahlkabinen zu bewegen. Die erste Partnerschaft der Organisation war zusammen mit DEM Musiksender der 90er Jahre: MTV.

"Ihre erste Partnerschaft mit MTV verkündete die Message 'Zensur ist un-amerikanisch' und brachte Millionen junger Leute im ganzen Land dazu, ihre Rechte wahrzunehmen und ihre Interessen zu repräsentieren."

("Their first partnership with MTV promoted the message 'Censorship is Un- American' and activated millions of young people across the country to exercise their rights and represent their interests.")

Rock The Vote half 1996 ebenfalls dabei, das erste System zur Online-Registrierung für Präsidentschaftswahlen zu etablieren sowie das erste System zur Registrierung via Telefon.

In den USA ist das Wahlverfahren in vielerlei Hinsicht anders als in Deutschland. Da es keine gesetzliche Meldepflicht gibt wie hier, ist es nicht möglich, die Wahlpapiere per Post zu verteilen. Jeder, der Wählen möchte, muss sich ins Wahlregister seines Bundesstaates eintragen lassen – die so gennante "Registrierungshürde". Wie und bis wann man sich für die Wahl registrieren kann, unterscheidet sich von Bundesstaat zu Bundesstaat.

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Eminem vs. Snoop Dogg: Method Man durchleuchtet die Umstände des Streits

Eminem vs. Snoop Dogg: Method Man durchleuchtet die Umstände des Streits

Von Michael Rubach am 10.02.2021 - 14:03

Ein drohender Beef zwischen den Rapschwergewichten Eminem und Snoop Dogg wurde aus der Welt geschafft, bevor er so richtig ausgebrochen ist. Jemand, der das Treiben der beiden Giganten von außen beobachtet hat, ist Method Man. Im Podcast "My Expert Opinion" des Battle-Rappers Math Hoffa (neulich trafen sich beide noch zum "Legends Only"-Battle) äußerte sich die Wu-Tang-Clan-Ikone ausführlich zu dem zurückliegenden Streit zwischen Em und Snoop. Nach anfänglicher Distanzierung von dem Thema analysiert er regelrecht, was da genau schief gelaufen sein könnte.

Method Man schaut auf flüchtigen Beef zwischen Eminem & Snoop Dogg zurück

Warum sah es überhaupt kurzzeitig nach einem Schlagabtausch zwischen Eminem und Snoop Dogg aus? Aus Method Mans Perspektive ist das öffentliche Podium dabei ausschlaggebend. Hätten sich beide demnach in einem privaten Umfeld ähnliche Dinge an den Kopf geworfen, wäre der Streit nie derart hochgekocht.

"In einem Raum, in dem nur wir sind, sagen wir uns als Jungs gegenseitig so etwas. 'Ich feier deinen Scheiß nicht' – und es wird in keinster Weise falsch aufgenommen. Aber wenn es in einem öffentlichen Forum geschieht, nimmt es ein ganz anderes Licht an. Ich kann hier sitzen und zu meinem besten Freund Joey sagen: 'Halt die Klappe Joey!' Wenn es nur ich und er sind, wird er es mir auf keinen Fall übelnehmen. Aber wenn wir in einem Raum voller Motherf*cker sind, nimmt es fortan eine ganz andere Wendung."

("In a room with just us in it, when we boys, we say shit like that to each other. I don't f*ck with your shit. And it's not taken in any way. But when it's in a public forum, it takes on a whole different light...I can sit here and tell my best friend Joey, shut the f*ck up Joey. When it's just me and him, he won't take it no type of way. But when we in a room full of motherf*ckas, now it takes on a whole other light.")

Aus so einer kumpelhaften Ansage wurde bekanntlich nichts: Nachdem Snoop bei seiner Top 10 der besten Rapper*innen aller Zeiten auf Em verzichtete und erklärte, auch ohne Musik von Slim Shady gut leben zu können, widmete dieser der Westcoast-Legende einen Diss auf dem Track "Zeus". Daraufhin sagte Snoop in einer Kommentarspalte sinngemäß: "Betet, dass ich auf diese Weicheischeiße nicht antworte." Schließlich kühlte sich die Sache wieder ab. Die Meinungsverschiedenheiten konnten offenbar beigelegt werden.

Nach seiner einleitenden Einschätzung holt Method Man richtig aus. Auf der einen Seite hätte sich Eminem seiner Ansicht nach Snoop Doggs Kommentar nicht so zu Herzen nehmen sollen. Es sei so Gerede gewesen.

"Em hätte es als Sache betrachten sollen, die Jungs halt so machen. Er mag deine Musik nicht, wen juckts ? Er sagt nicht, dass er nichts mit dir anfangen kann. Er hat nur gesagt, dass er deine Musik nicht spielt. Für Eminem, der nicht nur von weißen Kindern, sondern auch von Schwarzen verehrt wird – wir wissen, dass er das Genre respektiert. Wenn Leute Grenzen ziehen wollen, ach diese Scheiße war schon da. Es gibt solche Eminem Stans, der N*** a könnte die wackste Bar bringen und sie wären so 'oh mein Gott, hast du gehört, was Eminem gerade gesagt hat?' Das Gleiche gilt für Snoop. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Em Verses von Snoop gehört hat, und dann dachte: 'Diese Sache war Müll.' Er könnte Snoop das sagen, aber Em ist so eine Person, die Snoop das nur an einem sicheren Ort erzählen würde, weil er die Konsequenzen versteht, die es mit sich bringt, das öffentlich zu machen.

("I think Em should have looked at it as boys being boys. He don't like your music, so? He ain't say he don't f*ck with you. He just said he don't play that shit. For Eminem, who's revered not just by white kids but black people, cause we know he respects the genre...If people want to draw lines in the sand, that shit was already there. There's such Eminem Stans, the n***a could say the wackest bar and they'd be like oh my god, did you hear what Eminem just said? Same thing with Snoop. I'm pretty sure Em heard verses from Snoop where he was like 'that shit was garbage.' He could tell Snoop that, but Em is the type of person who would only tell Snoop that in a safe space because he understands the ramifications of making that public.")

Offenbar hätte Method Man dem guten Snoop mehr Medienkompetenz zugetraut. Diesen Punkt vertieft der New Yorker MC noch. Alles, was Snoop Dogg auf seinem Berühmtheitslevel tue und sage, finde heute unter den Augen der Öffentlichkeit statt. Eine Prise Humor würde im Umgang miteinander zudem immer helfen.

"Snoop hingegen ist nicht einmal mehr Rapper. Er ist jenseits des Superstar-Status. Alles, was er tut, ist ein öffentliches Forum, du musst es mit Humor nehmen. Einmal sagte ich, Snoop sei der schlechteste Rapper/Schauspieler, den ich je gesehen habe. Das nächste Mal, als ich Snoop gesehen habe, war gar nichts! Der N*** a hätte gleich zwei F*cks geben können, weil er den Scheck eh schon bekommen hat."

("Snoop on the other hand, he's not even a rapper no more. He's beyond superstar. Everything he does is public forum, you gotta take it with a grain of salt. One time I said Snoop was the worst rapper/actor I ever seen. Next time I seen Snoop, it wasn't nothing! The n***a could have given two f*cks cause he got the check already!")

Method Man stellt während seiner Analyse auch heraus, dass Eminem über keine sonderlich "dicke Haut" verfüge. Wenn ihm jemand in der Vergangenheit quergekommen sei, dann habe das Eminem stets zu einem Punkt gebracht, an dem er Karrieren zerstört hätte. Der Wu-Tang-Member erklärt, dass er genau diesen Spirit liebe und darauf die gesamte Hiphop-Kultur basiere. Diese Art von hasserfüllter Energie sei von Eminem in dem aktuellen Fall nicht ausgegangen. Snoops Kommentar hätte ihn verletzt, aber nicht in Brand gesetzt.

Hier kannst du dir sämtliche Ausführungen von Method Man anschauen:


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